Hurricane 2004 – Was ist geschehen?
Ich überlege seit gestern was ich dazu schreiben soll. Irgendwie ist soviel passiert! Erstmal darf ich wahrscheinlich, aus Rücksicht auf meine Freunde, nur die Hälfte erzählen! Die andere Hälfte des Geschehenen ist ein wirrer Mix aus „Warum passiert so etwas immer nur mir?“ und „Ja, ich hatte Spaß…irgendwie!“
Eine kleine Liste der Dinge, die mir nicht hätten passieren müssen:
Alles weg
Am ersten Abend stelle ich mit erschrecken fest, dass mein Portmonaie verschwunden ist. Mitsamt Ausweis, 90Ä, EC-Karte, Krankenkassenkarte, Pornobildchen der letzten 12 Ex-Freundinnen, dem Ventil meines Fahrrades, das ich mir gerade vor zwei Wochen gekauft habe und ganz bestimmt diese Woche endlich anbringen wollte…
Die Pornobildchen fanden sich wieder. Jemand hatte sie in den Dreck geworfen und darauf getreten. Wie es aussahe, immer und immer und immer wieder…
Gestank
Die erste Nacht hatte ich mit zwei Männern verbracht, die nicht viel darum gaben, als ich sie darum bat ihre Schuhe anzulassen. Zu dritt eingezwängt, in einem Zwei-Mann Zelt, kamen wir uns näher als mir lieb war!
Punks not dead!
Aber wenn man mich gelassen hätte, hätte ich schon dafür gesorgt!
Billy Talent hatte das Publikum schwer im Griff! ‹berall um mich herum regnete es Fäuste, Ellenbogen und Schweiß! Eine Horde Punks, solche die Punks werden wollten oder einfach nur gemeine Festivalprolls (zu dieser Spezies später mehr) hatten sich versammelt, um sich gute Musik und das Krachen meiner Knochen anzuhören. Mit einem mal wurde der Himmel schwarz, der Boden öffnete sich und ein 2,50m großer Punk stieg aus den untiefen der Hölle empor! Vielleicht war er auch nur 1.70m groß und der Schwefelgeruch, der sich ausbreitete war nur ein ganz fieser Mundgeruch…
Mit einem gezielten Schlag streckte er mich nieder. Nun, da ich das nicht nett finde aber ansich ein echt netter und freundlicher Typ bin, habe ich darauf verzichtet seine Nieren mit dem Festivalplaner auszuschaben und in seine Ohren zu stecken. Stattdessen reagierte meine Faust von ganz allein und schlug zu! Erschrocken von dem was ich gerade getan hatte und dem Gesichtsausdruck meines Gegenübers (etwas zwischen Verblüffung und Geilheit), sah ich zu, wie er auf mich sprang und immer wieder versuchte mich niederzuschlagen. Es hatte etwas von einem Spiel, für ihn.
Ich mag keine solchen Punks. Sie sind einfach anders, als wir Menschen!
Der gemeine Festivalproll
Der gemeine Festivalproll ist ein putziges Geschöpf zwischen 1.60m und 2.10m. Er bevorzugt es nicht Bob genannt zu werden und ist gemeinhin dafür bekannt mit seiner schlechten Musik und lautem Gegrölle jedes Festivalgelände in ein Ballermann 6 Revival zu verwandeln.
Weiterhin fällt dieses Geschöpf durch seine unaussprechliche Hässlichkeit auf. Mit schlechten Zähnen und Adelskrone aus dem Penny bewaffnet, fällt der gemeine Festivalproll außerdem noch dadurch auf, dass seine Tischmanieren eher unterentwickelt sind. So kann es passieren, dass man morgens von einem Schmatzen, Schlurfen und Rülpsen geweckt wird, verursacht durch das Einnehmen der Festivalprolltypischen Nahrung: Aldeskrone aus dem Penny, eine Dose Ravioli…ohne Ravioli, eingelegte Kinderarme und zu guter letzt eine Mischung aus Exkrementen, Fingernägel und Haare.
Kinder, was haben wir also an diesem Wochenende gelernt:
Festivalprolls machen Stress, wenn man sie durchweg „Bob“ nennt.
Sie sind zu dämlich, um die einfachsten Trinkspielchen zu verstehen.
Sie sind hässlich.
Man sollte die Eintrittspreise für Festivals lieber doch weiter erhöhen!
Bob…solltest du das hier lesen…ich meine: Sollte dir jemand das hier vorlesen, dann sei dir sicher, dass wir uns nächstes Jahr garanitiert sehen und dann werde ich an dein Zelt pissen! Das kriegst du wieder!









:ouw und, ist was hängen geblieben, was man visuell noch sehen kann an dir? :ouw