Wie der Krieg nach Westdeutschland kam

Es brodelte schon seit Donnerstag. Unheilschwanger lag etwas undefinierbares in der Luft, etwas nicht greifbares, aber doch ein sehr präsentes Etwas.
Immer wieder traf ich in der Innenstadt Aachens auf verkleidete Vorboten, die Situation fatal verkennend dachte ich es wären nur Randerscheinungen, die nichts zu sagen hatten, und so lebte ich weiter mit diesem drohenden Schatten über mir, der unaufhaltsam näher kam und mich mit seinen Krallen packen würde.
Die nächsten Tage waren gezeichnet durch eine ungewöhnliche Stille so als würde die Stadt nur Luft holen. Immer wieder begegnete ich Menschen die debil lächelnd durch das Geschehen wandelten, wohl wissen was da auf uns zu kommen würde, und ihre Augen schienen mir sagen zu wollen: ÑJA…die Zeit naht, auch Du wirst Dich dem nicht entziehen können. Kapier was Du siehst, Du weißt was kommen wird!ì Aber ich verstand nicht. Bei diesen Begegnungen musste ich immer an die Szene aus StarWars V denken, wenn Darth Vader seinem Sohn Luke die Dunkle Seite der Macht schmackhaft machte mit den Worten: ÑLuke, Du kannst Dich dem nicht entziehen, Sieh es ein, die Dunkle Seite ist zu stark. Auch Du wirst dich beugen und Ihm dienen!ì
Aber Luke wählte den vermeintlichen Tod, indem er sich in den Abgrund der Wolkenstadt stürzte. Und auch ich wusste Intuitiv das ich so stark sein kann wie Luke und mich nicht verkaufen werde.
Dann kam alles sehr schnell. Heute morgen wachte ich auf, als ich einigermaßen mein Sinne beisammen hatte, hörte ich ein unterschwelliges Brummen im ƒther liegen, was von Minute zu Minute näher kam, es stellten sich bei diesem Geräusch meine Nackenhaare auf.
Zitternd ging ich zum Fenster um nachzusehen was da vor sich ging, und sofort traf mich es wie eine verirrte feindliche Kugel.
Dort standen Sie, so real dieses undefinierbare Geräusch immer lauter und deutlicher wurde.
Wie konnte ich diese Vorzeichen nur so missdeuten?
Immer wieder löste sich ein Aufschrei aus dem Gedröhne wie ein Schlachtruf, der sagen will: ÑLos, holt sie euch. Es werden keine Gefangenen gemacht! Alles für den König!ì
ALAAF! ALAAF! ALAAF
Und jetzt werde ich mich meinem Schicksal ergeben. Wie der alleinste Mensch auf Erden werde ich hier in meinem Zimmer hocken, den Kopf einziehen und hoffen, dass mich keine Kamelle treffen wird.
Das Grauen

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