Keine Zukunftsvision

Ein Drama in einem Akt.

Akt I
Braunschweig, 2007.
Ort der Handlung: eine kleine drei Zimmer Wohnung in Braunschweig.
Es klopft an der Tür. Herr Göbels betritt die Szene. Ein sichtlich entnervter Mediengestalter hat ihm die Tür geöffnet.

Herr Göbels:
„Hallo, mein Name ist Göbels von der GEZ. Haben Sie zufällig ein Radio oder Fernse…“
Malcolm: „Guten Tag, mein Name ist Bunge und ich hasse Sie. Nehmen Sie ihren Scheißfuß aus der Tür, es zieht nämlich. Ich besitze weder Fernseher noch Radio, Johannes B. Kerner ist überbezahlt und Ihre Mutter ist so fett, dass ihr Arsch eine eigene Postleitzahl hat. Schönen Tag noch!“
Herr Göbels: „Warten Sie! Das da ist doch ein Modem, oder? So ein neuartiges 56K-Dingensbumens!“
Malcolm: „Das da? Ach, da täuschen Sie sich! Das ist nur… nur… also… puh! Das ist ein Brotkasten! Ein elektronischer Brotkasten! Da bewahre ich Brot drin auf. Genau!“
Herr Göbels: „Neinneinnein! Ich erkenne doch ein Modem! Gerade letzte Woche hatten wir eine Schulung: ªDas Internet und wie wir euch das Fell über die Ohren ziehen´“
Malcolm: „Na schön, aber ich benutze es nur zum Runterladen von Pornos und Musik! Sie können mir nichts!“
Herr Göbels: „HA! Erwischt! Jetzt kommen Sie mir nicht mit Pornos und Musik! Sie hätten die Möglichkeit unsere wunderbare Fernseherlandschaft übers Internet anzuschauen!“
Malcolm: „Sie schwitzen doch beim Kacken! Was soll ich mir denn übers Internet anschauen? Die vierte Hochzeit von Prinz Charles, ªZDF Directors-Cut´? Soll ich mir Beckmanns Fresse in 1024×768 reinziehen? Jetzt gehen Sie aber zu weit!“
Herr Göbels: „Los, her mit der Kohle, sonst setzt es was!“

Die Kleine erscheint auf der Bühne.

Die Kleine: „Nimm das, du Ausgeburt der Hölle!“
Herr Göbels: „Arrrghhhh!!! Argh!! Ahhhh!!!“
Malcolm: „Gib’s ihm! Mach ihn fettich! Moment, das CS-Gas ist wohl alle, nimm das hier!“
Die Kleine: „Ein Regenschirm? Was soll ich damit?“
Herr Göbels: „Arghhhh!!! Arghhhhhh! Meine Augen!“
Malcolm: „In den Arsch! In den Arsch damit! Und aufspannen!“
Herr Göbels: „Muttiiii!“

Herr Göbels verlässt die Bühne.

Malcolm und die Kleine: „Hahahaha! Haha! Hahaha!“

Das Internet wird gebührenpflichtig

10 Antworten auf „Keine Zukunftsvision“

  1. auf mann, wir nehmen den laden hoch, hehehe! ich nehm die südflanke, wir gehen noch n’paar stunden durch den doom- oder half-life-simulator und das ding läuft wie am schnürchen…

  2. rofl

    sehr lustig, dafür gibbet einen doppeldaumen!
    btw. die gez weiss schon wie man die symphatie des volkes gewinnt. so wird aus einer sehr sinnvollen sache ( man siehe nur die nachrichtenkultur in den usa) ein verhasstes objekt. statt neutrale informationen zu gewährleisten wird carmen nebel für x millionen von der ard zum zdf gekauft, 100 mio in fussballrechte gebuttert und dann schnell die gez gebühren erhöht. genau jungs.
    sollten sich mal ein beispiel an der bbc nehmen.
    wenn man den bericht auf heise liest, bekommt man kopfschmerzen.

  3. „…jetzt wird ihnen das Hälschen durchgeschnitten..“ :P

    Sehr schön geschrieben. Habe sogar laut gelacht.

  4. recht so, konnte das blut vor meinem geistigen auge spritzen sehen!

  5. hehehe… und ich hätte vermutet das er drauf besteht ihn aufzuspannen (den schirm)…

    argh… das i-net -> GEZ?
    hölle, ich bezahl doch schon genug an die bande und dann noch all meine rechner? dann werd ich aber arm…

  6. hölle, ich bezahl doch schon genug an die bande und dann noch all meine rechner? dann werd ich aber armÖ

    Solange die Rechner nur privat genutzt werden zahlt man nur einen, bzw. gar keinen, wenn bereits ein Fernseher angemeldet ist. Das aber nur der Vollständigkeit halber, ansonsten unterstützte ich jede Aktion gegen Gebühren für Schwerverbrechen wie „Wetten dass…?“ oder „Musikantenstadl“…

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