Archiv für August, 2005


Dominic
31.08.2005

KATEGORIE Spiegelwelt

Mitarbeiter des Monats

Man könnte meinen, namensgebend für unsere Seite wäre Manfred,
unser Austauschkoboldmaki aus Borneo.

Er hat uns in den vergangenen 6 Wochen Kaffee gekocht und die
Zeitung gebracht. Vielen Dank!


Dominic
31.08.2005

KATEGORIE Film und Fernsehen

Ab morgen im Kino: The Transporter 2

Ende Juni hat ESIB bereits über diesen Actionkracher berichtet: The Transporter 2

Morgen läuft dieser Film mit Jason Statham endlich bei uns an und pünktlich zur Kinopremiere, präsentiert Moviemaze zwei brandaktuelle Clips, die sich die Ungeduldigen unter uns nicht entgehen lassen dürfen! Beim Betrachten der zwei actiongeladenen Ausschnitte , bekommt man Lust auf mehr. In diesem Sinne, viel Spaß im Kino!

Clips und Trailer

Offizielle Filmseite

Nachtrag: Einen Clip haben wir noch! Da sieht man mal wie cool der Statham auch Autofahren kann…
Wie Un-re-al-is-tisch!


Malcolm
31.08.2005

KATEGORIE Alles in Allem

Jingle Bells

Den ganzen Tag einen Weihnachtsohrwurm zu haben ist doch absurd…


Malcolm
31.08.2005

KATEGORIE Alles in Allem

041105

In den 80ern gab es, neben fürchterlichen Frisuren- und Klamottentrends, in unserer Familie den Trend auszuwandern. Eine Tante verschlug es nach Holland, zwei plus Mama zog es nach England. Was genau es mit dieser Fluchtwelle auf sich hat, weiß ich bis heute nicht. Dankbar bin ich trotzdem, bot mir meine „holländische“ Tante bei meinem ersten alleinigen Besuch – anfang der 90er – einen Joint an, damit ich mein „erstes Mal“ mit jemand habe, der erfahren ist (lacht ruhig).

Die Globalisierung der Bernhardschen Familie bekam kleine Rückschläge, als eine Tante und meine Mutter mitte der 80er reumütig zurück kehrten. So blieben zwei Verwandte immernoch im Ausland, um mir nötigenfalls ein weit entferntes Heim zu bieten, falls ich doch früher als erwartet einen Nervenzusammenbruch habe und weitweit von meinen Eltern flüchten muss.

Vor zwei oder drei Jahren zog es Tante England in noch weit entferntere Gefilde. Sie war das miese Wetter, schlechte Jobbedingungen und …mieses Wetter leid, verkaufte zusammen mit ihrem Mann all ihr Hab und Gut und wanderte aus. Diesmal richtig: Barbardos!

Barbados

Sehr schnell bekam sie natürlich Heimweh, da ihre ganze Familie knapp zehn Flugstunden entfernt lebte und die paradiesischen Umstände, nette Menschen und exotische Lebensweise nicht immer darüber hinweg tröstete, dass sie doch ein wenig allein war. Bei der ersten Familienfeier, die sie sich flugtechnisch leisten konnte, lief sie natürlich Amok und bombadierte jeden mit Fotos und Videos und dem Versprechen jedem ein Schlafplatz anzubieten, der sie besuchen mag.
„Ja… klar….“, dachte sich jeder. Wer könnte sich schon den Fluchg in die Karibik leisten. Selbstverständlich nickten wir alle breit und freundlich und sagten ihr zu „sobald wir das Geld zusammen haben!“.

Und auf einmal hatte ich das Geld zusammen!
Es kam ganz plötzlich – ich sparte seit Monaten, ohne ein Ziel vor Augen zu haben, was ich mit dem Geld machen würde. Die Kleine und ich starrten auf mein Sparbuch und konnten nicht glauben, dass gerade einmal 100Ä fehlten, um den Flug zu bezahlen. Für die Kleine war es sowieso kein Problem zusammenzukriegen, da ihre Eltern sie seither bei solchen Aktionen unterstützt haben, soweit es ihnen möglich war.
Zwei Tage bevor wir den Flug buchen wollten, passiert das eigentlich offensichtliche. Mein wohlverdienter Urlaub sickerte dahin…
Bis… bis meine Eltern mich überraschten und mir Geld gaben, das sie eigentlich nicht hergeben konnten. Aber sie wollten es so sehr…

Angebermodus an!
Der Flug ist gebucht, morgen beantrage ich mein Reisepass und nächste Woche wird geimpft bis der Arzt kommt!
Das Taschengeld wird in den nächsten zwei Monaten zusammengespart, die Kleine plant jetzt schon was sie einpacken wird. Und verzweifelt an den 32kg Gepäck + 6kg Handgepäck… Ich werde ihr wohl 10kg von meinem Gepäck abgeben.

Vom 4.11. bis einschließlich 26.11. werde ich mich sowas von entspannen, dass mir selbst das Einschlafen als Stress vorkommen wird! Drei verdammte Wochen Karibik, für keine 1000Ä (inkl. Taschengeld!)!

Das musste jetzt raus…
Angebermodus aus

NACHTRAG
In diesen drei Wochen werde ich einen Ersatzmann auswählen, damit derdiedas esiblog nicht vollkommen verstaubt (nichts für ungut, Mitschreiberlinge, aber in letzter Zeit… Na, ihr wisst schon!). Ich habe da schon jemanden im Auge… Demnächst mehr!


Malcolm
30.08.2005

KATEGORIE Alles in Allem

Pitsch

„Malermeisterbetrieb Steppmüller?“

„Guten Tag, hier Apostolou. Ich beabsichtige meine Wohnung anstreichen zu lassen. Ich möchte Sie zu einem Pitch einladen. Wann können Sie kommen?“

„Pisch? Sie meinen Kostenvoranschlag!?“

„Nein… Pitch mit „t „ohne „s“ in der Mitte. Da streichen Sie vorab kostenlos einen Teil der Wohnung, um Ihre Kompetenz in Sachen Altweiß unter Beweis zu stellen.“

„Also… Sie wollen, dass ich Ihnen ein Zimmer streiche? Umsonst?? Damit Sie beurteilen können, ob ich anstreichen kann? Hören Sie mal, ich bin eingetragener Meister, ich streiche seit 20 Jahren…“

„Ja, deswegen habe ich mich auch entschieden, Sie zum Pitch einzuladen. Sie haben einen super Ruf in der Branche. Wissen Sie, mir – und vor allem meiner Partnerin – liegt die Qualität am Herzen. Außerdem möchten wir wissen, wie es so um Ihre Kreativität bestellt ist.“

„Wie Kreativität? Soll ich die Wohnung nun weiß streichen oder was?“

„Na ja, Sie wissen schon, Ihr Strich und so. Der persönliche Stil…“

„Das wird mit der Rolle gemacht. Inne Farbe rein, übers Abtropfgitter und auffe Tapete. Abrollen, Zack, Fertig! Das mach ich nun so seit 20 Jahren. Wie mein Vater davor und davor mein Großvater.“

„Das weiß ich auch zu schätzen. Ich beobachte die Entwicklung Ihres Unternehmens schon lange und kenne viele Ihrer exzellenten Arbeiten“

„Dann wissen Sie doch, wie wir arbeiten“

„Ja und nein. Wissen Sie, jedes Zimmer ist anders, hat individuelle Bedürfnisse. Sie müssen wissen, dass ich mir seit 41 Jahren Wände anschaue. Glauben Sie mir, Ich weiß inzwischen genau, wann mir eine Wand gefällt und wann nicht. Das muss schon alles passen.“

„Was muss passen? Die Farbe? Die bestimmen Sie doch?“

„Ja, ja, ja… aber wir müssen uns ja auch etwas beschnuppern, prüfen, wie die Zusammenarbeit so läuft. Das muss ich schon in meiner eigenen Wohnung sehen.“

„Wie jetzt Zusammenarbeit? Ich komme mit dem Gesellen und male die Wohnung, Sie schreiben einen Scheck. Fertig is.“

„Da lassen Sie aber eine Menge aus. Ich erwarte einen Zwischencheck um die Richtung festzulegen. Dann müssen meine Bekannten und Freunde den fertigen Anstrich sehen. Kann sein, dass Sie dann noch mal ran müssen.“

„Verstehe ich das richtig? Sie sagen ich soll altweiß malen, und wenn ich fertig bin, sagt Ihr Freund, rot wäre besser, so dass ich gratis noch mal alles in rot streichen darf …?“

„Jetzt verstehen wir uns. Außerdem ist meine Partnerin sehr eigen. Wenn Sie für uns arbeiten, müssten Sie sich verpflichten für ein Jahr keine Wohnung in Eppendorf und vor allem keine in altweiß zu streichen. Wir hätten da schon gern etwas Exklusivität.“

Klick… tut-tut-tut-tut

„Hallo…?“

Gefunden und gelacht bei Spotleid


Malcolm
29.08.2005

KATEGORIE Alles in Allem

Thekenschlampen, Teil 3

Gegen 1.00 verschwand mein „Thekenchef“ und ich hatte ein paar Minuten Ruhe. Ein nettes, kleines Mädel von der anderen Theke, schaffte mir ab und an Gläser herbei, die ich in aller Ruhe abwaschen konnte. Die Ruhe erlaubte mir sogar ganze drei Minuten Nichtstun, die ich damit verbrachte diejenigen auszulachen, die der Meinung waren, lautes Schreien kompensiert eine nicht vorhandene Singstimme. So wurde jeder zum Robbie Williams und gestikulierte jedes lautstarke Wort mit rudernden Armen und Beinen (sie nennen es „tanzen“) mit.

Zwischendurch verabschiedete sich sogar die „Teamleiterin“, die bei mir folgende Fragen hinterließ:

  • Sollte ein Teamleiter nicht bis zum Schluss bleiben?
  • Sollte ein Teamleiter tatsächlich nicht bis zum Schluss bleiben (können), sollte man nicht jemanden als Teamleiter auswählen, der am nächsten Tag nicht früh aufstehen muss und somit bis zum Ende bleiben kann?
  • Sollte ein Teamleiter nicht zwischendurch herum gehen und fragen, ob alles in Ordnung ist und wenn nicht: etwas gegen die Unordnung tun?

Ich blieb bis zum Ende. Zum Glück nicht allein, denn mir blieben noch eine handvoll tapferer Kollegen, die zuerst ihre Theke klar machten und anschließend mich aus dem Chaos befreiten. Endlose Dankbarkeit und Demut soll dafür der Lohn sein. Ich konnte mir zwar ihre Namen nicht einprägen, aber diese schmerzverzehrten Gesichter, die um 5.00 morgens gegen ihre Müdigkeit kämpften, werde ich so schnell nicht vergessen. Sollte meine Zweitchefin dies lesen: Jeder von ihnen hat eine Gehaltserhöhung verdient! Sie blieben ruhig, als es hektisch wurden und sie hielten durch, als wir das Chaos beseitigen mussten.

Nicht wie andere, die meine niegelnagelneue Blacklist krönen, mit der ‹berschrift: „Mit diesen Menschen werde ich nur auf einer Veranstaltung arbeiten, wenn sie an einer sehr weit entfernten Stelle schuften, die am Besten nichts mit meiner Arbeit zu tun hat.“

Als ich um halb sechs in meinem Bett lag, spürte ich jeden Muskel, jeden Knochen, jede Pore meines Körpers.
Ich habe in dem Eintracht Braunschweig „VIP“-Zelt gearbeitet, als nichts als Schaum aus den Fässern kam und gefühlte 10.000 Menschen durstig den Sieg ihrer Mannschaft feiern wollten.
Ich habe auf dem Bau gearbeitet und zwei Kilometer Kabel verlegt.
Ich habe in einem einem Discount-Supermarkt Wasserkisten gestapelt.
Ich habe zwanzig verdammte Kinder auf einer Hüpfburg beaufsichtigt!

Aber nichts war auch nur annährend so anstrengend, wie dieser Freitag! Mir fallen noch nicht einmal alle Schlechtigkeiten ein, da sich mein Geist das Wochenende über in einer derart lethargischen Zustand begab, dass die wirklich schlimmen Sachen teilweise verdrängt wurden.
Ich lag also zuhause im Bett, starrte die Decke an und konzentrierte mich darauf nicht an das zu denken, was ich heute abend gesehen, gehört und vor allen Dingen gefühlt habe („Nein, ich will nicht ihren Puls messen!“). Das Zimmer fing an sich zu drehen und auf einmal kam alles hoch: Das erste Mal in meinem Leben übergab ich mich vor ‹beranstrengung.

Den abendlichen Termin am Samstag (ich sollte auf einer großraumdiscotekigen Party arbeiten) sagte die Kleine promt für mich ab. Ich lag immernoch im Bett und starrte die Decke an. Als sie um 12.00 von der Nachtschicht nachhause kam, hatte ich immernoch kein Auge zugemacht und mich ein weiteres Mal übergeben.

Trotz einer stellenweise sehr fragwürdigen Organisation, eines extrem nervigen und teilweise fehlenden Thekenpartners, einer kaum vorhandenen „Teamleiterin“ (vielleicht war sie noch sauer, weil ich gleich zu Beginn klarstellte, dass ich nicht bis zum Ende arbeiten werde, wegen eben genannter Party, die ich am nächsten Tag bewirten sollte und ich weiß wie schlimm es dort ist) und dem einen oder anderen besoffenen Gast, der mir derbe auf die Eier ging, darf man nicht unerwähnt lassen, dass einer der Organisatoren bis zum Schluss blieb und Gläser einsammelte, uns für die sehr gute Arbeit lobte und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hatte, die Kollegen, die bis zum Schluss blieben (ich lobte sie ja bereits) tapfer durchgehalten hatten und überhaupt und sowieso…

Und dann die Ironie, als gestern „Ugly Coyote“ kam. Musste ich natürlich anschauen. Ich sag euch was:
Wie Un-re-al-is-tisch!


Dominic
29.08.2005

KATEGORIE Internet

Die Konkurenz schläft nicht, nur in der Schule…

Achtung: Logoform bekommt Konkurenz…

Man beachte die konsequente Ablehnung der alten und neuen deutschen Rechtschreibung. A. Hermann ignoriert Groß- und Kleinschreibung, ja er tritt sie mit Füßen! Als angehender Grundschullehrer bin ich sehr schockiert und betone, dass das Betreten der folgenden Seite auf eigene Gefahr geschieht. Hier ein kleiner Auszug:

Von Beruf bin ich noch Bäcker aber auch zur zeit Umschüler na ja darf den Beruf seit Februar 2003 nicht mehr Ausüben aber macht nichts schon seit 1993 Beschäftige ich mich mit dem IT-Markt. Ich arbeitet Nebenberuflich schon seit langer zeit als IT-Berater und Vertriebstpartner für bekannte Mobilfunk & Festenetanbieter auf basis von Network-Marketing Vertrieb. Diese Bezeichnung steht für Direkt Vertrieb auf Provisionsbasis für Vermittelte Serviceleistungen dieser Anbieter.

Das Erstaunliche ist ja, dass seine Dienste von offiziellen Stellen angenommen und scheinbar nicht überprüft werden, wie hier. Weitere entsetzliche Beispiele findet ihr auf seiner Seite unter „Links“.

Ansgarhermann.de.com

Ich danke Herrn R. für diesen Hinweis!


Malcolm
29.08.2005

KATEGORIE Alles in Allem

Thekenschlampen, Teil 2

Meine Laune verfinsterte sich proportional zu dem Alkoholpegel der Gäste. Das kleine pummelige, betrunkene Mädchen, das es auf meinen Thekenpartner abgesehen hatte, hatte es sich inzwischen hinter der Theke bequem gemacht und befummelte ihn, während des Limonettenschendeins. Den Würgereflex unterdrückend packte ich sie an der Schulter und bat sie freundlich (wirklich freundlich!) den Jungen seine Arbeit machen zu lassen. So schnell wie man 130 Pfund auf 155 Zentimeter drehen konnte, wandte sich das Mädchen mir zu und lallte mit einer Fahne so stark, dass ich um mein Augenlicht bangte, sie stehe auf meinen Partner und jetzt wolle sie endlich ihr Wodka-E.

Das mit dem Wodka war so eine Sache. Immer wenn jemand Wodka-Redbull bestellte, hatten wir keins. Als niemand mehr danach fragte, fand sich eine Flasche und so muckierten Die Gäste, dass wir ihnen mit Absicht das leckere Gesöff vorenthalten.
Wie auch der ewig grinsende Deutsch-Afrikaner (scheiße, noch politisch korrekter geht das nicht, oder?), der immer wieder Wodka-Redbull bestellte und immer wieder von mir enttäuscht werden musste, da der Wodka aus wäre. Gegen später Stunde versuchte er es noch einmal, als ich gerade die letzte (diesmal wirklich!) Flasche Wodka leerte. Als ich mit den Schultern zuckte, freundlich lächelte und ihm dafür ein extra-leckerer Jägermeister-Redbull anbot, sagte er: „Jedesmal wenn ich Wodka bestellen will, ist keiner da. . Es ist wegen meiner Hautfarbe, ja?“
Kurzes Schweigen meinerseits. Ich wusste nicht wie ich darauf reagieren sollte, also tat ich das was ich immer tat, wenn es unangenehm wurde: Ich bekam einen Lachanfall.
Blitzschnell packte mich der Gast und zog mich nah an sich ran. Außenstehende beobachteten eine überschwänglich-freundliche Umarmung, ich hingegen rang um Luft, als mein Ohr an sein Mund gepresst wurde und er lautstark flüsterte: „Ja, jetzt lachst du… Aber was hättest du getan, wenn ich es ernst gemeint hätte?“
Ich wehrte mich zunächst erfolglos gegen den Gast, bis ich seinen kleinen Finger zu fassen kriegte und ihn dezent aber mit gewissem Nachdruck in eine Richtung bog, die für einen kleinen Finger nicht gedacht war. Der Gast ließ mich los und grinste mich breit an. Hier war eindeutig eine Grenze übertreten worden: Fasse niemals den Mann an, der dir dein Getränk mixt.

Mein „Thekenchef“ hatte inzwischen die Nummer der kleinen Dicken stolz vor meinen Augen gewedelt, mit dem Ich-kann-sie-alle-haben-Blick. Die Luft brannte, die Gäste dursteten und der DJ drehte die Musik (die erstaunlich erträglich war!) richtig auf. Die Party hatte ihren Höhepunkt erreicht und hinter der Theke ging es richtig zur Sache. Der „Thekenchef“ drehte nun vollends durch. Jede Bestellung nahm er schwungvoll entgegen und wirbelte in einer ganz schlimmen Cocktail-Parodie die Flaschen durch die Luft, dass selbst die Gäste etwas Abstand von der Theke nahmen.
„Hör auf damit.“, schlug ich meinem Thekenpartner noch im Freundlichen vor.
„Was denn?“ – „Du tust dir noch weh. Oder schlimmer noch: mir. Und dann tu ich dir weh!“
„Geht nicht anders..!“, erwiderte der Tom-Cruise-für-Arme unter patethischen Zuckungen, als er eine Flasche von der Theke in die Luft warf und mit ungelenker Auffangtechnik vor dem Tod durch Zerspringen rettete. „Das sieht wirklich nicht gut aus!“, pflichtete mir ein Gast bei, während er sich gerade noch in Deckung brachte, bevor die nächste herumwirbelnde Flasche ihn traf.

Besoffene Frauen sind erbärmlich. Ich rede jetzt nicht von niedlich betüdelten Mädchen, die lustig vor sich hin plappern. Ich meine auch nicht betrunkene Frauen, die nicht aufhören zu quasseln. Ich meine besoffene Frauen, die sich nicht mehr artikulieren können, auf dem Weg zur Toilette drei Stufen auf einmal nehmen und mir bei der Bestellung ihr Dekoltee unter die Nase reiben. Unter normalen Umständen wüsste ich es ja zu schätzen, aber wenn die Frau, die es bis hinter die Theke geschafft hat, mir erzählt wie groß der Penis ihres Freundes ist, verglichen mit ihren Brüsten und mir diese noch entgegenstreckt, lache ich nicht mehr. Kann aber auch an dem Speichelfaden liegen, der sich an ihrem Mundwinkel entlang schlängelt.
Und wenn sie kreidebleich vor mir stehen und nach Wasser kreischen, weil sie endgültig an dem Punkt angekommen sind, an dem Alkohol einen Würgereiz auslöst, ist es sogar mir unangenehm.

Zurück zu Teil 1
Weiter im dritten Teil.


Malcolm
29.08.2005

KATEGORIE Chromosomenkampf

Kleine Wegbeschreibung

„Deinen Reisepass musst du doch bei der Stadt beantragen, nicht beim Standesamt. Da geht es doch nicht.“
„Bei der Stadt?“
„Dem roten Backsteingebäude.“

Ich verkneife mir sie darauf hinzuweisen, dass Braunschweig viele rote Backsteingebäude hat. Und „die Stadt“ recht weitläufig ist. Stattdessen:
„Hä???“

Wann lernen Frauen endlich, dass wir keine Gedanken lesen können und auch nicht wollen!
Und: Ist es zuviel verlangt von einer Spezies einem Geschlecht, das den ganzen Tag nichts anderes tut, als reden, zu erwarten sich klar und deutlich auszudrücken?
Fragen über Fragen…

Aus meinem Buch (Erscheinungstermin irgendwann in den späten 50ern) Monologe einer Frau – oder: Sie redet… sie sagt etwas, aber ich verstehe sie einfach nicht!


Malcolm
29.08.2005

KATEGORIE Internet

Spongebob Hemppants

Spongebob Hemppants

This version of Spongebob never quite made it on air. No doubt Nickelodeon did not like this idea and squashed it with their big bad hairy lawyers.

NACHTRAG
Und als wäre das nicht genug, hier gibt es noch Teil 2 und Teil 3!

Danke Spotleid