O¥zapft is¥!

Ich gebe zu, dass meine ständigen Witze über Bayern aus einer tief verwurzelten Angst stammen. Ich kann nicht erroieren ob es vom Dialekt oder dem widerlichen Essen herrührt, der sogar mir (der morgens Salt ‚n Vinegar Crisps auf sein Toast legt und dazu kalte Frikadellen isst) die Gedärme stramm zieht. Es ist irgendwie da.
„Stelle dich deine Angst!“ heißt es im Volksmund so schön und so soll es sein.
In meinem Nebenjob als Pausenclown bei Baumarktfeiereien, Zapfer im Braunschweig VIP-Zelt oder als Thekenschlampe auf Sommerfesten zu arbeiten, habe ich einiges einstecken müssen. Ich mache es ja auch gern, weil das Geld mich stinkreich macht die meisten Mitarbeiter spaß machen und man manchmal Dinge erlebt, die am Abend noch grausig sind, den Enkeln auf meinem runzeligen Schoß in 50 Jahren Freude machen werden!
Und nun frage ich euch: Welche Stadt, wenn nicht Braunschweig – Hochburg des Schunkels und der gesitteten Fröhlichkeit, Mekka der Schuhplattler und Dirndl-Fetischisten, Mittelpunkt des Oktoberfestuniversums – sollte nicht die Blau-Weiße Flagge hoch und höher hängen und den zünftigen Brezelbiegern die Nacht versüßen, mit einem Oktoberfest, wie es im Buche steht?
Gott verdammich, ich weiß es nicht…
NACHTRAG
Habt ihr eigentlich auch nur die blasseste Ahnung wie diese scheiß Lederhosen im Gemächt zwicken?
Nach langem Quengeln habe ich meinen Willen durchgesetzt und eine Lederhose in XXL bekommen, um meiner Linie treu zu bleiben.
Und wenn ich jetzt noch meine Mütze aufbehalten darf, anstelle des Filzschinkens, will ich auch nichts gesagt haben!






















Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber irgendwie steht dir diese Verkleidung.