Nun wohne ich nicht mehr allein: Sie ist jung, dynamisch und in der Nacht einfach nicht zu stopppen – mein Hamster in schwarzweiß. Vermutlich können sich nur wenige an diese kurzlebigen Nagetiere erfreuen, für mich ist meine neue Mitbewohnerin ein wahres Geschenk, auch wenn ich dafür mit 6,60 Euro tief in die Tasche greifen musste…
Das Hamstermädchen ist sehr zutraulich, unglaublich neugierig (sie verfolgt jeden meiner Schritte und beobachtet mich, wenn ich am Computer sitze) und in der Nacht viel zu aktiv, so wie Hamster nun mal sind. Ihre größte Leidenschaft ist neben dem Schlafen, das Laufrad. Ich weiß nicht wohin sie möchte, aber sie hat es unglaublich eilig! Ihre kleinen knubbeligen Füßen tragen sie im Rad wie der Wind über die Weiden und das in beinahe regelmäßigen Intervallen. Ihre Trainingseinheiten beginnen um kurz nach Acht und dauern über viele Stunden an. Ich gönne ihr diesen Spaß, weil sie ja sonst nichts hat, doch das Ganze könnte etwas leiser von statten gehen. Ich bat das pelzige Bisschen etwas langsamer zu laufen, weil das Laufrad bei 1100 Umdrehungen einen imensen Krach erzeugt, aber bis jetzt zeigte sie keine Einsicht. Wir werden daran arbeiten müssen.
Bis dahin muss ich mir für sie einen Namen überlegen. Ihr spontaner Zuzug hat mich völlig überrumpelt, so dass ich mich bisher für keine Namensgebung entscheiden konnte.
Ich rufe alle Besucher von ESIB auf mir freundlicherweise Namensvorschläge zukommen zu lassen! Wie gesagt, handelt es sich bei ihr um ein Weibchen. Der Name sollte also dementsprechend feminin klingen. Etwas Eingängiges und Besonderes würde mir gut gefallen. ‹ber eine rege Teilnahme freue ich mich und Hamster natürlich auch! Die feierliche Taufe wird dann in Kürze hier öffentlich gemacht.


Das erste Mal, als ich einen echten Hip Hop Star kennenlernte, war dieser kein Hip Hop Star, sondern ein kleiner Junge, der gerade mein Nachbar wurde. Ich war frisch aus einer der englischen Siedlungen in Minden in die Saalestraße gezogen und hatte Angst vor meinen neuen Deutschen Nachbarn. Die Sprache klang, als würde man ein Stein durch einen Rasenmäher schmeißen, die Menschen schauten immer grimmig und sobald ich meinen Mund aufmachte, wurde ich ausgelacht.




