Die Augen immernoch auf Halbmast, sitze ich, nein liege ich vor dem Rechner und frage mich, ob es denn nun so gut wäre zu wissen, was ich überhaupt alles angestellt habe. Mit Den Geilsten Typen unterwegs zu sein, bedeutet immer, dass jemand zu Schaden kommt. Spätestens am nächsten Morgen, wenn man anfängt zu bereuen, nicht spätestens um 2.00 mit dem Trinken aufgehört zu haben. Als es dann trotzdem gegen Abend wieder losgeht, könnte man schwören, dass dieser Ausnahmezustand nun endgültig die Kontrolle verloren hat und man am nächsten Tag im Krankenhaus aufwacht, wahrscheinlich mit Zettelchen am Zeh und einem Teint, der zwischen Wasserleiche und Kalkwand tendiert. Wenigstens die Erinnerung an einem klassentreffartiger Zusammenkunft mit all den Freunden, die man viel zu selten sieht und die letzte Verbindung zu einer langsam verschwindenden Jugend, verblassen nicht. So war die Fahrt durch den McDrive, im Taxi eines der wenigen Dinge, die mich so dermaßen zum Lachen gebracht haben, dass ich jetzt noch Bauchweh habe:
Taxifahrer: „Junger Mann, was meinen Sie damit, Sie verstehen mich nicht? Soll ich da reinkommen, oder was?“
Justin: „Hey, ich will noch zwei Cheeseburger! Cheeseburger! Sagen Sie, könnten Sie noch zwei Cheeseburger bestellen?“
The Dennis: „Das ist mir zu blöd, ich steige aus…“ (läuft um das Taxi und schreit die Bestellung in den Bestellungskasten“
Justin: „Zwei Cheeseburger noch, ja? Also zu dem McRib-Menü!“
Armer Typ im McDonaldskasten: „Sie können nun die Bestellung abholen. Bitte fahren Sie vor.“
Wir fahren vor.
Moritz ist inzwischen zu Fuß angekommen und springt im McDrive vor das Taxi, sich die Jacke vom Leib reißend. Das Lachen und Pfeifen im Taxi ist ohrenbetäubend. Der büstenhaarschnittige Taxifahrer zuckt mit dem linken Auge, während er die bestellte Ware weiterreicht.
PearlJens: „Gib mir mal meine Pommes!“
Taxifahrer: „Hier drin wird nicht gegessen!“
Justin: „Kann ich mal meine Cheeseburger haben?“
Taxifahrer: „Wenn hier Flecken auf…“
Malcolm: „Wer kleckert, zahlt die Fahrt!“
Taxifahrer: „Wer kleckert, zahlt die Reini…“
Der Typ der sich der Typ nennt: „Jetzt will ich auch mein Burger!“
Meine Gedanken sammeln sich nun nach ein paar Tagen wieder, nur um wahrscheinlich im parkerschen Spinnensinn zu sagen: „Lass das! Fahr nicht nach Aachen! Das wird dein Tod bedeuten!“ Trotzdem sind die Sachen gepackt, inkl. bajanischer Rum und dem Gefühl, dass man es sicher bereuen würde, wenn man es nun doch macht, wie der Körper es einem vormachen will: Einmummeln, Tüte über den Kopf und hoffen, dass alles zügig vorbei geht.
Wer hört schon auf seinen Körper? Aachen, ich komme!
NACHTRAG
Nicht zu vergessen, das Paket aus D‘Dorf, von meiner weltallerliebsten Klabauterbraut, die jetzt in Prag sitzt und wahrscheinlich zugeschneit diese Danksagung nicht lesen kann! Leider kann ich gerade kein Foto machen, weil die Kekse nach wenigen Sekunden inhaliert wurden Die Kleine die Kamera mit zur Arbeit genommen hat. Danke für „Harry inside“, danke für die „Bio-Kekse ‡ la M. und Lu“, danke für Garfield und dankedankedankedanke für „Painkiller Jane – Darkchylde – Darkness – Hellboy“!!!
NACHTRAG 2
Moritz‚ Schwester ist eine ganz heiße Toppppuppe..!