Remix3

Heute: Blogs

Ich weiß nicht, obs am Alter liegt, oder am berüchtigten Düsseldorf-Bug, aber Vorbands haben es bei mir manchmal, und das speziell unter der Woche, etwas schwer, weil diese meist um acht uhr anfangen müssen.

Der Abend hat eine enervierende Wendung genommen. War ich gerade noch auf dem Konzert von mehr oder minder Gleichaltrigen umgeben, die sich organisiert zu benehmen wussten, stehe ich plötzlich von Kids umzingelt, die einem stattlichen Kerl wie mir weder Platz machen, noch Respekt zollen.

Die Kids gucken sich an. Bestimmt fünf Stück an der Zahl. Ich zeige meinen eingeschweissten Bibliotheksausweis. „Und da draussen.. hat öh Polizeihund Moll gerade die Verfolgung aufgenommen..“
„Das soll ein Polizeihund gewesen sein? Der hat doch Schiss wie Lumpi!“

Ich versuche den Kindern mit Luftbildaufnahmen des Aralsees so etwas wie ein umweltbewusstes Weltbild zu vermitteln, natürlich mit der Information versehen, dass die Flüssigkeitsmenge die im Laufe eines Jahres im Becher bleibt, locker den Spiegel des Sees um 2 bis 3 Meter heben könnte.

ich bin ja ernährungstechnisch recht schmerzfrei und tat mir eine grosszügige portion der roten, dickflüssigen und bröckeligen masse auf. was mich wirklich wunderte: es gab mehrere leute die sich dieses zeug auf die teller taten und auch tatsächlich assen! manchmal kommt man aus dem staunen einfach nicht raus.

Da diese Massenabfertigung in der Hamburger Uni ein graus ist, haben die desorientierten Chefetagenmenschen heute beschlossen:
Mehr Individualität bei der Essensausgabe!
Das mensen soll jetzt immer unter einem Motto geschehen…

Moderne Hemden müssen vor dem Weggehen mindestens einmal beim Auto lackieren oder Wohnung streichen getragen werden.

Ich befolge die Order, finde dann aber, dass ich aussehe wie ein BWL-Student und schlage vor, den sehr, sehr guten Anzug mit meinem schwarzen Motorhead-T-Shirt zu kombinieren, so als Stilbruch. Da lacht die Liebste, sagt: ÑIch warne Dich, die sehen da alle so aus, aber mach das ruhig, bin wenigstens ich nicht mit so einem Schnösel unterwegs.ì Spätestens hier hätte ich gewarnt sein müssen. Ich rufe ein Taxi.

eine in unterwäsche bekleidete dame machte uns auf. schon das erste mal leer geschluckt – danach schiens mir logisch. schliesslich läuft man dort auch leichter bekleidet herum.

ìHallo! 1x bitte nur dieses eine Foto in 9◊13 von meinem USB-Stick. 29 Cent, stimmt’s?î, frage ich ja eigentlich wissend und lächele gewinnend. ìSorry junger Mann, USB-Sticks nimmt unser Automat nicht.î. ìDAS DARF DOCH NICÖî, will ich gerade schreien, als der Verkäufer mich unterbricht, ìÖ doch nicht so voreilig, junger Mann.

Ich bin noch nie so beleidigt worden. Und das von meiner eigenen Mutter!

Wenn die meinen sie kommen damit aus, dann lass sie doch. Welchen Grund hätten sie zu lügen? Damit der Underground sie weiter respektiert..? DAS nenne ich eine Milchmädchenrechnung.
Also, Meckern, ja bitte – Credibilitymotzen, nein danke.

Zzzzopp!

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3 Gedanken zu „Remix3“

  1. Der erste Buchstabe jeden Absatzes verlinkt auf einen Beitrag eines anderen Bloggers. Durch die Absätze entwickeln sich neue Geschichten eben..

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