godspam

Eva Jung aus Hamburg schreibt mir eine Mail mit dem Betreff „Moinmoin aus Hamburg“ und ich denke noch kurz: Eva? Eva Jung? Kenn ich die?

Eva ist ein schöner Name und ich beschließe sie nicht zu kennen, mich aber darüber zu freuen, dass mir jemand mit einem schönen Namen schreibt. Der Name und Hamburg assoziiere ich damit, dass mir jemand ein verlockendes Jobangebot unterbreiten will, in einer total hippen und überbezahlten Designagentur in einer schönen Stadt. Ich bin zufrieden mit meiner Agentur und Braunschweig ist ja auch ganz nett und so, aber ich beschließe trotzdem die Mail aufzumachen und werde promt enttäuscht.

Eva ist zwar die „Creative Direction“, aber die Creative Direction Gottes.
Ja, richtig. Gott braucht anscheinend Creative Directors, denn die Eva schreibt mir folgendes:

Sinnfrage ohne Sonnenuntergang und Schnörkelschrift ≠ gibt’s das? Jetzt ja.

Einfach mal klicken und mal gucken:
http://www.ihr-glaubt-doch-nicht-dass-ich-für-euch-werbe.de/sucht-euch-einen-anderen.html

Einen wunderschönen,
einzigartigen Tag wünscht
url-gibt-es-nicht-hier.de!

Der godnewsletter ist ganz leicht abzubestellen – wenn man ihn partout nicht will. Nämlich hier http://www.ja-genau-abbestellen.de/wer-glaubt-denn-den-quatsch.html

Wie kommt denn eine so sinnentleerte Seite dazu mich zuzuspammen? Haben sie etwa von meinem Kirchenaustritt gehört und glauben mich so wieder willig und weich zu kriegen? Weit gefehlt, liebe Eva!

Sollte es aber irgendwann dazu kommen, dass ich von meinem Atheismus abkomme und anfange an Fish&Chips-Festivals am See von Tibérias zu feiern, dann melde ich mich. Versprochen.

4 Antworten auf „godspam“

  1. obwohl ich sehr, sehr neugierig war, habe ich die betreffenden URLs nicht aufgerufen. sowas will man ja nicht unterstützen.

  2. 1. Ist das schön und gut, dass man sich abmelden kann, nur wer hat mich gefragt, ob ich angemeldet sein möchte? Dabei ist es mir scheißegal, ob ich von Christen zugespammt werde oder von einem beschissenen Online-Casino.

    2. Ich habe es schon einmal probiert und werde es nicht wieder tun. Das letzte Mal, als ich mich irgendwo „abmeldete“, wurde ich Tags darauf dermaßen zugebombt, dass ich meine Adresse stilllegen musste.

    3. Ich steh auf Meckern. Wenn mir etwas gegen den Strich geht, lasse ich es raus. Ich halte nichts von Scheinheiligkeit. Nervt mich etwas, sage ich es, freut mich etwas, sage ich es. So weiß jeder woran er ist. Punkt.

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