Schaut her wie nett ich bin!

Ich möchte noch eine Sorte Mensch hinzufügen, die neben dem terrorgeilen Medienmacher an Nervigkeit kaum zu überbieten ist. Und das ist der sogenannte „Gutmensch“.

„Nette Menschen gibt es ja selten!“, sagt mein Andy immer. Ja, ist richtig. Noch viel seltener sind nette Menschen, die nicht ständig herumlaufen und sagen wie nett sie sind. Der nette Mensch an und für sich, der sich politisch engagiert, mindestens 3 vom Aussterben bedrohte Tierarten in seinem Keller vor der Ausradierung aufbewahrt, täglich in eine Moschee, einer Kirche und einer Synagoge für den Weltfrieden betet und nichts isst, was nicht von allein von einem Baum gefallen ist, (Achtung Kinder, das ist jetzt schlimmer als diese Weihnachtsmann-/Osterhasengeschichte!) existiert nicht!

Der wirklich nette Mensch von heute, kauft diese farbigen Gummiarmbänder, seine Klamotten von Bono und spendet niemals anonym 10 Euro in die McDonalds-Spendenbuchse, sondern unter lautem Gekreische, was für ein netter Mensch er ist. Und wehe… wehe jemand beschäftigt sich nicht Tag aus, Tag ein mit den „wirklich wichtgen“ Dingen des Lebens (nein Dennis, ich rede jetzt nicht von deinem Penis).

Dann plustert sich der nette Mensch auf undundundund stampft auf dem Boden, wenn nicht alle Blogger dieser Welt ihre Blogs nur um Charity und nette Menschen drehen lassen! Dabei gibt es doch soviele nette Dinge, die man tun könnte, anstatt sich über den Verlust eines Planeten Gedanken zu machen! Man könnte zum Beispiel… ja, ich weiß nicht… Trauermärsche organisieren! So, vier- bis fünfmal die Woche! Und zwischendurch könnte man in Obdachlosenheimen arbeiten, Krebskranken Kindern Gute-Nacht-Geschichten erzählen, Müll von der Straße aufheben, Sexualstraftäter denunzieren, gegen die Todesstrafe protestieren, sich einer Emanzengruppe anschließen und Pappmaschee-Penisse verbrennen, den Koran lesen, Skinheads davon überzeugen, dass es mal echt total doof ist, was sie da tun, Kinderpornografie-Ringe zerschlagen, Katzen von Bäume retten, die Bibel lesen, Rollstuhlfahrer über Straßen schieben, Blinden Menschen die Farbe Rot beschreiben, AIDS heilen, gegen die Farbe Braun protestieren, allen Menschen der Welt eine Arbeit besorgen und ganz nebenbei j-e-d-e-m erzählen was für ein netter Mensch man ist.

Ja, nee… Da bleibe ich lieber ein Arschloch.

PS: Die Verlinkungen schenke ich dir, weil du so ein nnnnn…nnne… net… weil du…
Ach, vergiss es! Nimm die Hits einfach.

via

NACHTRAG
Ich möchte gerne im Anschluss auf meinen Filmfreund René veweisen. Wer nämlich etwas mehr über den scheinheiligen Magnus wissen möchte…
Scheiße… Du erscheinst mir ja echt mieser, als ich dich mir anfangs vorgestellt hatte… Diese billige Tour bringt dir also noch möglicherweise Geld ein?

NACHTRAG 2
Ich möchte alle Berichte über M. Becker schließen. Weiteres wird intern geklärt werden.

16 Antworten auf „Schaut her wie nett ich bin!“

  1. das problem dieser wirklich netten menschen ist halt einfach nur, das sie „stoppt rassismus“ schreien, aber in ihrer blogroll trotzdem den rassistischsten dreckmenschenverachtenden brei verlinken (pi, kewil etc.) und es (hoffentlich) noch nicht mal merken. wie das zusammenpassen soll weiss ich auch noch nicht, aber sie werden sich da schon ihre eigene stimmende realität zu gestrickt haben.

  2. aber sie werden sich da schon ihre eigene stimmende realität zu gestrickt haben.

    Gar nicht auszumalen, wie die aussieht..!

    Mein Kommentar in seinem selten dämlichen Beitrag muss moderiert werden.
    10:1, dass es nicht freigeschaltet wird…

  3. coool!

    über leute aufregen, die sich über leute aufregen die sich über leute aufregen die statt planet nun zwergplanet sagen.

    darauf .. muss man erstmal kommen

  4. Heute Traffic generieren und morgen Psychobücher verkaufen. Allerliebst auch das Foto von M. und seiner Begleiterin auf dem Weg zur Lichterkettengesellschaft. So richtig ehrlich sehen die beiden aus. Könnte mir glatt vorstellen, dass die mal vor meiner Tür stehen, wegen irgendwas, das ich nicht gerade nicht brauche.

  5. „Komm wir tun so als ob wir uns über was vollkommen unwichtiges aufregen und ernten Publicity“

    Ernsthaft, mich juckt es halt nicht unbedingt wenn z.B Naziköppe wieder nen Aufmarsch planen (mit dem sie eh nichts erreichen ;) wie immer – das ist schon gewohnheit ) oder ob in China der Sack Reis Gemüseverachtend gelagert wird. wer noch nicht mal den muss hat die Kommentare freizuschalten und zu diskutieren, der sollte nicht bloggen.

  6. Pingback: Dobschats Weblog
  7. Wird hier zensiert?

    Nein, du (füge beliebiges Schimpfwort hier ein), nur moderiert.
    Und im Gegensatz zu dir, schalte ich auch alle Kommentare frei, die nicht nach Spam aussehen.

  8. Bzgl. „Diese billige Tour bringt dir also noch möglicherweise Geld ein?“:

    Nein, nicht mehr. Es lief ‚mal ganz gut, damals, vor ein paar Jahren, als das Trittbrettfahren noch Spaß machte und alles unkritisch beklatscht wurde, was sich selbst als irgendwie diffus „gegen rechts“ positionierte. Becker hat damals verschiedene öffentliche Quellen angezapft, und zwar vergleichsweise geschickt: Die von ihm gewünschten Beträge waren immer unterhalb der Grenze (DM 800,- IIRC), oberhalb derer diverse Insitutionen etwas genauer nachprüfen und Belege für durchgeführte Tätigkeiten haben möchten. Da er sowas nie beibringen konnte, hielt er seine Wünsche bescheiden und behauptete immer, die Gelder seien für Faxgeräte etc. Tatsächliche Tätigkeitsnachweise gab es nie; das wenige, was von seinen spärlichen „Aktionen“ bekannt wurde, war noch weiterer Anlass zur Kritik („problematischer Umgang mit jungen Mädchen“, wie man das damals sehr vorsichtig formulierte).

    Ja, das waren noch Zeiten, als er bei den netdays einen Preis gewann – für genau genommen gar nichts außer seinen Behauptungen, die er als Redner dann noch’mal schmackig unters Volk bringen durfte. Bis in die Tagesshau hat er’s geschafft damals.

    Aber wer von sich reden macht, auf den wird auch genauer geguckt, und damit hatte er wohl einfach nicht gerechnet. Die Artikel in telepolis und taz ließen seine steile Hochstaplerkarriere knicken, das Warnschreiben des BDKJ Münster brach ihm das Genick, und was aus seiner Uni verlautbarte („gehört eigentlich in eine Asta-Freakshow“), ließ ihn auch nicht so nett erscheinen, wie er sich selbst darstellt. Und seitdem versucht er gleichermaßen krampfhaft wie vergeblich, an alte Glorie anzuknüpfen. Im letzten Bundestagswahlkampf witterte er Morgenluft und hoffte, wenn er nur laut genug die CDU/CSU-Werbetrommel rühren würde, dann würden die Konservativen ihm das im Falle eines Wahlsieges zu danken wissen. Bis auf die Blogroll des kurzlebigen CSU-Blogs „blog4berlin.de“ hatte er’s immerhin schon geschafft.

    War aber wieder nix. Auch im konservativen Lager guckt man sehr skeptisch auf den Herrn, in dessen Umkreis merkwürdigerweise die Nazis und Pädos nur so aus dem Boden zu schießen scheinen. Dass er selbst sich für so wichtig nimmt, dass die ehemalige, rotgrüne Regierung allen Ernstes etwas gegen ihn unternommen haben soll (ha-ha-ha), rundet das Bild dieser illustren Persönlichkeit sauber ab.

    Wer von MB beschimpft wird, muss irgendwas richtig gemacht haben – meinen aufrichtigen Glückwunsch ;O)

Kommentare sind geschlossen.