Ich würde jetzt nicht gleich von Spleens reden, aber ich gebe zu ein paar merkwürdige Verhaltensmuster in letzter Zeit beobachtet zu haben, für die ich keine Erklärung finde. Daraus mache ich jetzt ein Spiel: Ich zähle fünf meiner merkwürdigsten Verhaltensmuster auf und ihr müsst rauskriegen welches davon sogar für meine Verhältnisse zu merkwürdig und damit unwahr ist. Zu gewinnen gibt es, neben Ruhm und Ehre, ein Gedicht, das ich extra nur für diese Person schreiben und mittels hochmoderner Technologie hier einigermaßen live aufsagen werde.
Einsendeschluss: 5.12.
Wenn ich mich konzentriere, atme ich komisch
Kein Schnarchen und kein Grunzen, eher ein bewussteres Atmen durch die Nase. Und da die eine Hälfte meiner Nase schief ist, kann es gern zu schnaufenden oder gar pfeifenden Geräuschen kommen, wenn ich mich gerade auf etwas konzentriere. Klingt komisch, ist aber so.
Niesen stresst mich
Also das Niesen anderer Leute. Ich merke wie mein Herzschlag beschleunigt und ich sogar der Kleinen am Liebsten ins Gesicht treten würde, damit sie aufhört. Meine Azubine, zum Beispiel, niest ständig. Aber nur hier in der Agentur und dann auch gern drei bis vier Mal hintereinander. Das macht mich fertig.
Polyester löst in mir krampfhaftes Händeabwischen aus
Gehe ich durch Hitler&Mengele, Cheap&Awful oder dem gelb-blauen schwedischen Tor zur Hölle, fasse ich gerne Dinge an. Ich mag Dinge die sich gut anfühlen. Das Gefühl von Seide, Satin, Kord und kurzen, weichen Kunstfasern ist Ooouuuhhh! Das Gefühl von Polyster, Kunsthaarflauschimitatnachbau und rauem Metal auf der Oberkante meiner Fingernägel ist Bah! Dann wische ich mir instinktiv die Finger ab. Geht nicht anders.
Große Menschen machen mich fertig
Mit meinen 1,92m überblicke ich eigentlich ganz gut die Situation. Wird mir der Blick durch einen größeren Menschen versperrt, werde ich ganz wuselig. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich sitze oder stehe; Niemand hat mir die Sicht zu versperren! Besonders schlimm ist es wenn jemand aus dem Stand heraus größer ist. Ich bin es seit meinem 14. Lebensjahr einfach nicht gewohnt durch eine Menschenmenge zu gehen und an den Brusthaaren eines größeren Mitmenschen hängenzubleiben. Nein… gleich groß ist ok, kleiner ist mir lieber, größer geht gar nicht!
Bettdecke unter den Fingernägel find ich toll
Ich mache sie wahnsinnig, die Frauen, die mit mir unter einer Decke schlafen und das auch, weil ich die Decke „falsch herum“ hinlege, damit ich an die ÷ffnung komme. Dabei ist wichtig, dass die Decke nicht weich ist, sondern eher Hart beschaffen. Nun geht der Spaß erst richtig los: Ich schiebe mir ein Stück unter die Fingernägel oder zwischen den Knöcheln der Hand. Ein tolles Gefühl!
Dasselbe funktioniert übrigens auch mit gestärkten Tischdecken im Restaurant.