Gerade beim freund Moritze aus dem del.icio.us gefischt: Rettet das Radio!
Mit dem Verkauf meinem Autos besitze ich nun kein Radio mehr. Auch wenn zwei meiner besten Freunde Moderatoren beim Radio sind, verachte ich das Medium inzwischen. Vielfalt sieht anders aus, aber das versteht man nicht, wenn man darauf bedacht ist auf Nummer Sicher zu gehen. Und dass ich mit dieser Einstellung alles andere, als alleine stehe, zeigt dieser grandiose Text, den ich mir ausdrucke und unter meinem Kissen lege, um noch seliger zu schlafen.
Hier ein paar meiner Lieblingsausschnitte:
Und ñ jetzt kommt der Knüller, da ist Radio Hamburg megastolz drauf ñ jeden zweiten Mittwoch, von Mitternacht an, kommt mal was anderes: Megahits nur aus Deutschland! Die Antwort des Senders auf die kürzlich im Bundestag geführte Debatte über den Mangel an deutscher Musik im deutschen Radio. Wer nicht immer dasselbe hören will, wird also bedient: Er muss nur 14 Tage warten und dann eine Nacht aufbleiben. Das ist Programmvielfalt!
Die industrielle Optimierung des Ohrfutters erinnert an die Massentierhaltung. Die Schweine in den Boxen nehmenís grunzend hin, und solange im Stall niemand plötzlich das Licht anmacht, fällt auch keines tot um.
Anruf beim Norddeutschen Rundfunk, Bitte um einen Termin mit dem Programmdirektor Gernot Romann. Doch, große ‹berraschung, Herr Romann hat keine Zeit, heute nicht, morgen nicht, die nächsten Wochen nicht. Die Pressestelle bittet, die Fragen schriftlich einzureichen. Sie würden auch schriftlich beantwortet.
Schriftliche Frage an den gesprächsscheuen Sender: ªWie wehrt sich der NDR gegen die zunehmend geführte Klage, das ÷ffentlich-Rechtliche gleiche sich dem Privaten immer mehr an?´
Schriftliche Antwort: ªMit der Einladung, die NDR-Programme zu hören. Jeder, der dies tut, erkennt, dass von einer Angleichung keine Rede sein kann.´
Ach, lest euch einfach alles durch!
Insgeheim ist dieser Hinweis nur die Rache für The Dennis seinen Anruf: „Weißt du was ich gerade in den Händen halte?“ – „Wenn du ‚Spider-Man-Karte‘ sagst, hasse ich dich!“ – „Die Spider-Man-Karte für die Pressevorführung nächsten Mittwoch!“ – „Ich konnte dich sowieso nie leiden.“






Gute Sender sind tatsächlich nur noch an der Hälfte einer Hand abzulesen.
Im Großraum Luzern absolut zu empfehlen Radio 3fach
Auch über Netz unter http://www.3fach.ch
MUHAHAAAAAAAAAAAAAAAAAA!
[…] Das sind Zitate aus einem Artikel aus der “Zeit”, den Malcom ausgebuddelt hat. Wie wahr der doch ist. Könnte den jetzt bitte noch jemand fürs Fernsehen umformulieren? […]
Dabei wäre es soooo einfach… Jeder im Radio vertretene Musiker bringt Alben raus. Da sind 12, 15, 17 oder gar 20 Songs drauf. Oder mal ne andere Version eines Songs. Und was spielen die Radiosender? Die zwei bis drei Titel, die als Single in die „Charts“ kommen. Wer macht diese Charts überhaupt? Früher wurden die ja anhand der CD-Käufe ermittelt, aber heute wird Musik ja nicht mehr gekauft. Ich glaube, die Charts werden nur noch geschätzt.
So, würden die Radiosender einfach mal ohne Vorwarnung die restlichen 10+ Titel spielen. Von jedem aktuellem Album. Die hätten dann mehr Material als Sendezeit! Da gäbs nix mehr mit 80er und 90er. Dafür müssten die dann extra Spartensender machen, die halt nur so alte Kamellen spielen.
Schon mal drüber nachgedacht, dass die Radiosender den misch spielen, den die Allgemeinheit mag? Natürlich gibt es immer wieder welche, die lieber Radiohead hören anstatt Shakira. Aber die mehrzahl derDeutschen hlört lieber Shakira.
Und die Radiosender testen die Songs durch Umfragen. der von den Meisten die meisten Punkte bekommt, wird einfach in die Rotation aufgenommen.
Umfragen. Also ob die repräsentativ wären. Aber ich verstehe schon, was du meinst, und als Privatsenderchef müsste ich es wahrscheinlich genauso machen.
ABER: Wie in dem Artikel beschrieben (und wie ich auch durch eigene Erfahrungen bestätigen kann) – das Radio ist auf dem absteigendem Ast. Auch für Werber zunehmend uninteressanter – und der Abstieg ist hierbei noch stärker als beim Fernsehen. Alle haben bald einen MP3-Player oder Musikhandy. Und Autoradios können mittlerweile ab Werk schon MP3-CDs verarbeiten. Oder haben direkt eine Schnittstelle zur Ansteuerung eines MP3 Players.
Was nützen also die Umfragen angesichts der TATSACHE, dass die Allgemeinheit eben zur Individualmusik wechselt?
Hier in der Region gibt es einen Radiosender, der sich auf ein Genre (Hip/HOP RNB Black) spezialisiert hat und somit ein Spartensender ist. (Wer’s hören will: http://www.bigfm.de/webradio/bigfm-high.m3u ). Klar, Risiko, entweder die Leute mögen es, oder schalten weiter. Ab und an läuft da auch mal House, meistens wenn die live von einer Party senden. Aber BigFM räumt mit diesem Konzept hier richtig ab in der Medienlandschaft. Während so allgemeine Sender wie SWR3 und Hit Radio Antenne1 schon selber dafür werben müssen, dass man doch im Radio werben sollte, gewinnt BigFM Marktanteile. Das ist bei dem Musikstil vielleicht nicht schön, aber wenn es quasi für jedes Genre einen eigenen Spartensender gäbe (DAB machts möglich), die ja nicht zwingend zu einem individuellem Unternehmen gehören müssten (wer mehrere Spartensender betreibt, erreicht ja auch wieder eine große Zielgruppe), dann wäre das Problem der Einfalt gelöst. Jeder könnte den Sender hören, der seinen Musikgeschmack spielt, und die Gesamtzahl der Radiohörer würde steigen (und damit die Werbeeinnahmen).
So, ich geh mir die Zähne putzen. Den Pelz auf meiner Zunge kann ich mittlerweile kämmen ;-)
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http://www.n-joy.de/njoy_pages_std/0,3044,OID3924250_REF2140,00.html
Du Stricher glaubst wohl echt nicht, dass ich darauf klicke! ICH WEISS GANZ GENAU WAS SICH DAHINTER VERBIRGT!!!
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