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Alle an die Wand und erschiessen.

Alle an die Wand und erschießen

Manchmal sitze ich hier, im abgeschiedenen Braunschweig, und frage mich was meine Freunde gerade tun, die sich quer über die Republik verteilt haben. Ich vermisse sie und der Fernweh, der manchmal aufkommt, hat oft damit zu tun, dass ich gerne an den Dingen teilnehmen möchte, die ihnen gerade Spaß machen.

Wie zum Beispiel mein Grace∞, der am kommenden Mittwoch, dem 4. Juli im Audimax der FH-Düsseldorf FB-Gestaltung ein lustiges Theaterstück aufführt, dass ich sowas von gern sehen möchte. Vielleicht könnte der eine oder andere Leser, der in der Nähe wohnt, sich auf dem Weg machen und sich das Ding anschauen. Die Auflistung der Hauptdarsteller klingt schonmal wahnsinnig vielversprechend:

Kapitän der ìKapitalî, Mohammed Ali, Gott, Jesus, Maria, Heidi Klum, Seal, Hitler, G.W.Bush, jüdische Ausserirdische

Oh Mann, das verspricht ein Knaller zu werden! Und kostenlos ist der Eintritt auch noch!
Wer schaut es sich für mich an?

Wochenendband – Secret Lives of the Freemasons

Secret Lives of the Freemasons
Sag mal Malcolm, wie wird dein Wochenende?
Hmm, ich weiß nicht. Ich hoffe so, wie das da klingt:
(Nach dem Klick anschauen, anhören und für gut befinden)

Weiterlesen? Na klar!

Being MC Winkel

Als der Emmse vor einiger Zeit dazu aufrief ihn zu imitieren und mich fragte, ob ich auch Lust hätte mitzumachen, war ich ein bisschen verunsichert. Wer mich kennt, weiß wie es um meine miserabelen Imitationskünste beschaffen ist. Ich sage es mal so: Als ich in der englischen Grundschule mit der Klasse durch die Flure wanderte und versuchte meinem Freund zu erklären, wie sich die MG des Mannes meiner Mutter anhört („DDDDDDDDRRRRRRR!!!“) verwarnte mich mein Lehrer, weil ich mich wohl anhörte wie ein liebestolles Eichhörnchen beim Sex.

Dann eben anders:


Being MC Winkel

Jetzt wird abgestimmt und der Gewinner bekommt einen wunderbaren iPod gestiftet. Und ich will ehrlich sein: Ich hätte da schon Lust drauf..! Deswegen bitte hierhin gehen und abstimmen, Leute!

Wobei der eine oder andere Beitrag mich dermaßen geflasht hat, dass ich nichtmal böse wäre, wenn ich nicht gewinne!!

Gedacht

Als ich gerade über die Motorhaube des Mercedes flog, und unsanft auf dem Asphalt landete, war tatsächlich mein erster Gedanke: „Bleib liegen, das sieht dramatischer aus!“, gleich gefolgt von „Ich bring ihn um, wenn es mein Rad erwischt hat“ abgeschlossen mit: „Alter, das hätte John McClane nicht geiler hingekriegt!“.

Ich bin gespannt, ob es wirklich so schön wird, wenn der Schmerz nachlässt…

Danke

Dieser Beitrag geistert seit ca vier Wochen herum und ich habe es nicht übers Herz gebracht ihn zu veröffentlichen. Vielleicht weil ich selbst nach all den Jahren verdränge, oder einfach weil mir kein Beitrag perfekt genug erscheint, um auszudrücken, was ich empfinde. Es ist ein Thema über das ich teilweise überhaupt nicht rede oder manchmal nicht damit aufhören kann. Der Auslöser warum ich ihn nun doch veröffentliche, diesen Text, ist dieser Beitrag von Roman. Danke dafür.

Als Blogger ist es beinahe meine geheime Pflicht euch in mich hineinschauen zu lassen. Deshalb seid ihr doch schließlich hier, richtig? Ihr wollt zuschauen, mich kennenlernen, euch unterhalten lassen. Oft lese ich einen Beitrag nach längerer Zeit und staune über mich selbst, wieviel ich gerade von mir preisgegeben habe. Dazu gehört sicherlich irgendwann auch dieser Beitrag, aber es ist mir wichtig, dass die Personen, für die ich gerade schreibe, es noch einmal in aller Lautstärke mitkriegen, wie dankbar ich ihnen bin und dazu ist so ein Blog nunmal recht praktisch.

Meine Eltern sind vor vielen Jahren an Multiple Sklerose erkrankt, einer Krankheit, die das zentrale Nervensystem angreift und unheilbar ist. Ich erinnere mich gut daran, wie der erste schwere Schub meine Mutter niederstreckte und ich zusehen musste, wie sie auf dem Bett liegend kaum den Kopf heben konnte, ohne sich zu übergeben. Der Gleichgewichtssinn meines Vaters litt kurze Zeit später unter der Erkrankung, wie auch seine Sehfähigkeit. Die ƒrzte waren ratlos, ist es eben selten bis seltsam, dass die Krankheit bei einem Ehepaar ausbricht. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden um die ganze Welt geschickt und eine Menge ƒrzte hinterließen ratlose Gesichter, oder sowas in der Art.

Ja, „oder sowas in der Art“. Ich weiß nicht sonderlich viel über die Krankheit, weil ich sie mir weg wünsche. Wie heilt man eine unheilbare Krankheit besser, als sie zu ignorieren? Das erste Mal wurde ich überrumpelt, als ich während des Zivildienstes einen Lehrfilm über Multiple Sklerose anschauen musste. Degenerierte, sabbernde Menschen hingen in ihren Rollstühlen, mit verklärtem Blick ihre Umwelt mehr oder weniger wahrnehmend, schienen sie auf den Tod zu warten. Tränenüberströmt verließ ich den Raum und verfluchte den Ausbilder, der den Zivis diesen Film vorführen musste.

In letzter Zeit lässt sich die Krankheit nicht ignorieren. Meine Eltern sind nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Der Staat bezahlt eine erniedrigend kümmerliche Rente in der Hoffnung, dass sie keine weiteren Ansprüche geltend machen und jeden Wunsch, jedes Bedürfnis genauso ignorierend, wie ich es jahrelang mit der Krankheit tat. Neuartige Medikamente werden nur widerwillig bereitgestellt. Ein Lesegerät wurde meinem Vater verwehrt, weil ein Auge immernoch 30% Sehkraft besitzt! Ein förmlicher Brief wurde aufgesetzt, der meine Eltern darum bat Ansprüche auf mehr Rente nicht geltend zu machen, da die Rentenversicherung noch in einem Rechtsstreit verwickelt ist. Da man nunmal nicht das gleiche Rechtsverständnis hat, kann man doch sicherlich verstehen, dass man seine Ansprüche nach hinten hin verlegt, bis die Verhandlung entschieden ist. Jeder bescheißt wo er kann und während ein Rollstuhlfahrer im Stasi-Stil seinem Wahn freien Lauf lässt, dürfen meine Eltern vergebens auf ordentliche Hilfe des Staates warten. Was für eine Ironie.

Wäre da nicht etwas, das fernab von diesem Staat die Hoffnung auf das Gute wach hält. Diejenigen, die keine Bürokratie brauchen, um etwas Gutes zu tun. Menschen, für die es selbstverständlich ist zu helfen. Sie bekommen kein Geld für ihre Hilfe, sie erwarten nicht einmal überschwänglichen Dank, denn es ist selbstverständlich, dass man füreinander da ist. Man wartet vergebens auf einen sich profilierenden Moppel mit Fernseherkameras im Rücken, denn die Menschen in dem kleinen Dorf Frille helfen meinen Eltern wo sie nur können. Allen voran eine Frau, mit der ich eine Zeit lang zusammen war.

J. tobt sich aus. Sie steckte bisher soviel Zeit und Geld in das Haus meiner Eltern, dass ich mich jedesmal fragen muss, ob ich das Haus überhaupt wiedererkenne, wenn ich mal wieder zu Besuch bin. Kann sich irgendwer vorstellen, wie ein ausgewachsenes Café im Wohnzimmer meiner Eltern aussehen wird? Ich auch nicht, werde es aber in Kürze erfahren.
Ihre Leidenschaft meinen Eltern ein schönes Heim zu schenken kostet sie viel Geld und Zeit. Das ist ihr nicht nur egal, sie tut es, weil sie es gerne tut. Das macht sie zu einem der besten Menschen, die ich kenne.

Reperaturarbeiten werden von den Nachbarn und Freunde der Nachbarn wie selbstverständlich erledigt. Der Rasen wird gemäht, die Hecke geschnitten, die Blumen gedüngt. Und als dieses neue Auto vor der Tür stand, konnte ich meinen Augen kaum glauben! All diese Menschen aus naher und nicht so naher Umgebung opfern ihre Zeit und teilweise auch eine Menge Geld und das aus einer Selbstverständlichkeit heraus, dass ich mir oft wie ein schlechter Sohn vorkomme.

Ich bin geplättet und dankbar dafür, dass ihr euch diese Zeit nehmt und meinen Eltern das Leben dermaßen erleichtert. Ich kann nicht jedes Wochenende all diese Kilometer zurücklegen, um einen Teil dazu beizutragen, aber ich möchte an dieser Stelle Danke sagen, so laut es geht. Und wie kann ich es lauter sagen, als über dieses Weblog?

Nathalie-Todenhöfer-Stiftung

Ich komme mir komisch vor, wenn ich etwas spende. Ich gebe zu, dass ich es sehr selten tue. Es ist ein bisschen wie das Gewissen beruhigen, aus der Entfernung. Ich bin mir sicher, dass es den meisten von euch nicht anders geht. Ich fordere jetzt auch keinen von euch auf, auf folgende Seite zu gehen und sein letztes Hemd zu spenden. Ich erspare euch ebenso die „Jeder Euro zählt“-Nummer, weil ihr sie in- und auswendig kennt. Es reicht mir schon, wenn ihr einfach nur einen Link setzt, um darauf aufmerksam zu machen.

Danke.

Hurricane 2007 – Nachlese (3)

Ich habe auch Bands gesehen, so ist es ja nicht.
Ich habe sogar garnicht mal so wenige Bands gesehen, wie ich anfangs befürchtet habe, was allerdings auch damit zusammenhängen muss, dass der Zustand der Wege vom Festivalgelände manchmal so miserabel waren, dass man sich überlegte, ob man zurück geht, oder vielleicht doch 2,80 für ein abgestandenes Bier bezahlt (Kinder, in ruhigen Zeiten braucht man nicht vorzapfen!).

An dieser Stelle muss ich wieder das Hurricane rügen, dafür, dass sie viel zu viele gute Bands eingeladen haben. Wie hätte ich sie mir alle ansehen und enttäuscht werden können, wie es nur The Good, The Bad & The Queen schafften, die aber nur deswegen scheiße waren, weil sie auf der Bühne genauso langweilig und egal daher spielten, wie das Album, auf denen sie lustlos ihre Instrumente zusammenhalten.

Ich bin fassungslos wieviele ‹berraschungen auf mich warteten, allen voran Dendemann und Sugarplum Fairy.
Lieber Herr Dendemann, Sie haben einen Rocker richtig glücklich gemacht, am Freitag Samstag Sonntag Nachmittag Abend (Meine Fresse, wie das alles miteinander verschwimmt, gerade!). Ich hoffe Sie verzeihen mir, dass ich nur mäßig mitwippte, aber das Publikum um mich herum hüpfte ja für zwei…tausend und so morphte ich für eine halbe Stunde zum Hippedie Hip Hopper. Haben Sie fein gemacht, aber ich musste wirklich nach dreißig Minuten raus. Sie kennen das: Die Luft in so einem Zelt und so. Und in meinem Alter kann man ja auch nicht mehr so dolle, ne?

Und Sugarplum Fairy, achdumeinefresse, was war das? Da stürmten fünf junge Norweger Schweden über die Bühne, wie die ganz Großen und ganz ganz kurz war ich so dermaßen von ihnen angetan, dass ich kreischte/krisch wie eine vierzehnjährige Tokio Hotel Schlampe bei der Entjungferung! Saubere Arbeit!

Als ich vor ein paar Jahren die schottische Band Mogwai sah, war ich zwei Stunden lang wie paralysiert. Das wäre mir auch dieses Jahr so ergangen, wenn nicht nach dieser erwartungsgemäß unglaublichen Vorstellung Arcade Fire auf derselben Bühne und in derselben Kerbe geschlagen hätten. So konnte ich mich einen halben Tag nur auf zittrigen Knien fortbewegen. Beide Bands spielten keine Musik, sie schafften eine Atmosphäre aus der sich niemand entziehen konnte. Wer zufällig in Hörweite an der Bühne vorbeiging, blieb schlagartig stehen und ließ sich einwickeln, in gesponnene Fäden aus Gitarre, Schlagzeug und Orgel. Steigerungsfähig ist etwas anderes! Davor und danach sah ich keine Band, die mich so dermaßen begeisterte.

Nein, nicht einmal Deichkind, die es schafften, dass ich 60 Minuten durchtanzen musste. Yippieyippieyeah yippieyeah Verdammich, war das ein Erlebnis! Kravall und remmidemmi!! Das Lied werde ich nie wieder los!
…hoffe ich.

‹ber Bloc Party sage ich mal nichts.
Doch, eins: Grandios!
Sänger Kele Okereke ist ja dermaßen sympathisch, wobei ich Menschen sowieso pausenlos kuscheln möchte, die wirklich sichtlich Spaß haben, an dem was sie tun.

Was mich ein kleines bisschen ärgert, und so ergeht es wahrscheinlich den meisten Besuchern eines Musik-Festivals, ist, dass ich einige Bands verpasst habe, die dank einer ‹berlappung mit anderen Bands zur selben Uhrzeit liefen. Aber lieber so, als so ein scheiß teures Festival für ein Haufen Drecksbands. Sollte aber der Preis weiterhin so steigen, wie in den letzten Jahren, werde ich nächstes Jahr vermutlich darauf verzichten und mich auf das liebenswerte Highfield konzentrieren. Ein bisschen wie das Hurricane vor 5 Jahren. Sollte dies aufgrund weiterer unverschämt-fragwürdiger Preissteigerungen also das letzte Hurricane gewesen sein, adieu! Es war schön mit dir!

Noch ein paar Fotos?
Weiterlesen? Na klar!

Lesezeichen weg

Lautes, kreischendes Fluchen an diese Stelle einfügen, bitte

Lesezeichen weg

Alles weg… Alle meine Lesezeichen! Von rechts nach links durch alle Ordner gefressen, bis zu Ninis Lesezeichen. Dort machte das lesezeichenfressende Monster Stop…

Ich gehe mich jetzt erstmal hinlegen. Das ist zuviel für mich!
Hat jemand eine Alternative zu del.icio.us, bei dem man vielleicht mittels Ordner sortieren kann..?

Wer bin ich eigentlich?

Schnell, beschreibt mich und mein Blog, ich hasse es so etwas zu tun und mir fällt nichts ein. Warum? Darf ich noch nicht sagen. Kommt aber noch. Versprochen.

IT-Girls

Ich habe bis jetzt eben gebraucht mich nicht mehr darüber zu wundern, dass das ‚t‘ klein geschrieben wird, weil die Bezeichnung „It-Girls“ nichts mit der IT-Branche zu tun hat. Tatsächlich wunderte mich das kleine ‚t‘ mehr als die Tatsache, dass man so etwas hohles wie Paris und andere Schlauchbootlippen-Schlampen mit der IT-Branche in Verbindung brachte.

Eine komische Welt ist das… „Es-Mädchen“! Ich brech weg!

Damals auf Barbados

Ich bin gerade dabei ein Fotoalbum zusammenzustellen, da meine Tante aus Barbados zu Besuch kommt und da fällt mir folgendes Foto einer Tageszeitung in die Finger, das ich damals schoss:

Merkel

Was habe ich damals gelacht, als ich das Bild machte und mich darauf freute es hier online zu stellen. Hatte ich das überhaupt getan? Egal, es ist solange her. Zu lange. Jetzt merke ich, dass ich niemals ausführlich darüber erzählte wie es eigentlich war und dass ich sogar eine Art Tagebuch geführt habe, damit ich Auszüge davon bloggen kann.

Vielleicht komme ich mal demnächst dazu es nachzuholen und in Erinnerungen zu schwelgen.



Darf es am Ende etwas mehr Malcolm sein? www.fuenf-filmfreunde.dewww.kunstloses-brot.deeyesaiditbefore.tumblr.com