Streik
Ich kann mich wirklich nicht entscheiden, ob ich es gutheißen kann, dass die Bahn streikt. Einerseits zieht es einen Rattenschwanz hinter sich her, den kaum einer richtig einschätzen kann.
Andererseits: Warum nicht? Wozu ist ein Streik gut, wenn er nicht einen Effekt nach sich zieht? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob die geforderten 31%(?) nun wirklich angemessen oder überzogen sind (bedenken wir die von Herrn Schell angesprochenen 62%, die sich der Vorstand 2005/2006 selbst eingeheimst hat), aber ich finde es gut, dass „denen da oben“ scheinbar der Arsch auf Grundeis geht. Ich wünschte, dass so etwas in anderen Bereichen des Lebens möglich wäre. Wäre es nicht traumhaft, wenn die Macht so ausgeglichen wäre, wie in diesem Fall? Ich drücke aufjedenfall den Lokführern die Daumen, dass sie zufrieden aus dieser Geschichte hinausgehen.
Und den Herrn Schell, den mag ich irgendwie. Ich glaube der kann was.
Unbedingt anschauen und eigene Meinung bilden
(Bin ich froh, dass ich nur passiv auf die Bahn angewiesen bin!)
NACHTRAG
Wenn ich sowas lese, könnte ich kotzen:
Klingt als wäre Handke der Meinung, dass man sich gefälligst alles zu bieten lassen hat, was die Chefs einem sagen und wehe man findet einen Weg zu zeigen, dass der Boss auf seine Angestellten angewiesen ist (und nicht unbedingt andersherum). Und wenn man dann auch noch Erfolg mit der Masche hätte, würde jeder Arsch aufspringen und den Chef schröpfen!









Naja, die Kolleteralschäden sind nicht zu unterschätzen. Wir reden ja hier nicht nur von Omi die ihre Enkel besuchen will, oder Herrn Müller der ins Büro muss.Viele Firmen sind aus logistischer Sicht auf die Bahn angewiesen. Die kostet sowas schon gern mal eine äusserst hohe Summe. Und müsste ich Bahn fahren würde ich mir schon denken, was habe ich mit den Löhnen der Bahner zu tun? Verstehe mich nicht falsch, die Lokführer sollen gerecht entlohnt werden, keine Frage. Aber das Unbeteiligte solche Nachteile in kauf nehmen müssen, finde ich nicht in Ordnung. Hier wird eben nicht nur die Bahn unter Druck gesetzt, sondern eben auch die Fahrgäste. Nicht jeder hat die Möglichkeit mal eben aufs Auto umzusteigen. my 2Cent