Warum die Blogosphäre kein Ranking braucht

Der Wegfall einer Topliste, auf die sich zwar nicht alle, aber doch die meisten, zumindest die von mir wahrgenommenen Blogs einigen konnten, hinterlässt ein Vakuum.

Was für ein Vakuum? Man kann seine Platzierung nicht mehr mit dem eines Bloggerkollegen vergleichen? Geht der Ehrgeiz flöten noch einen Platz wettzumachen? Ich widerspreche meinem Filmfreund René in diesem Punkt aber sowas von vehement.
In erster Linie ist so eine Chartsgeschichte nichts anderes, als ein schnöder Schwanzvergleich. Wie René schon sagt:

…dennoch fehlt mir der Vergleich, ich will wissen, wo meine Blogkollegen zahlenmäßig stehen (und wie weit ich über ihnen.. har har!)

Wen interessiert die Platzierung des Blogs, außer dem Blogbetreiber selber? Und selbst da wage ich mal eine grobe Schätzung und sage, dass von den Top 100 Blogs (sucht euch selber aus, wie diese sich zusammensetzen) vielleicht mal die Hälfte sich dafür interessieren, auf welchem Platz sie stehen.

Was den sogenannten Longtail angeht, seien wir doch mal ehrlich: Man braucht nun wirklich keine Charts, um Blogs aus dem Longtail zu fischen und für interessant zu befinden. Ich lerne neue Blogs zu 90% aus Empfehlungen alter Blogs kennen. Der Rest ergibt sich durch zufälliges Herumstöbern, oder über Suchmaschinen. Auf welchem Platz sie in irgendwelchen Charts stehen, interessiert dabei mal überhaupt nicht.

Und die Medien? Die reichen doch sowieso dieselben 10 Blogs rum. Nur wenn ein bis dato unbekanntes Blog durch eine interessante Aktion auf sich aufmerksam machen konnte , erreicht es seine 15 Minuten Ruhm, um danach wieder in die mediale Versenkung zu verschwinden.

Rankings? Braucht kein Mensch.

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