17.9.2007 /
Alles in Allem / RenÈ
Von René
Malcolm ist ja schwer beschäftigt, deshalb nehme ich, der Dicke Freak mit dem Zombiefetisch, hier mal das Ruder in die Hand. Kann ja nicht so weitergehen, diese ständig viel zu laut dröhnende Stille, die einem so gar nichts sagt.
Heute auf dem Programm: Der typische Malcolm.
Ein typischer Artikel von Malcolm beginnt mit einem gutturalen Laut, auch gerne mal gefolgt von einem Zitat:
Guttural (v. lat. guttur ÑKehleì) bezeichnete man früher einen Laut nach seinem Artikulationsort in der Kehle; gemeint war aber der hintere Mundbereich und das Zäpfchen (Uvula).
Also sowas zum Beispiel:
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Hrhrhrrhrrrrrrrmblflöz…
Gegenwind auf dem Fahrrad (also ich auf dem Rad, nicht der Gegenwind) ist ein Arschloch.
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Hiernach folgt dann ein eher nachdenklicher, fast intellektuell erscheinender Satz, der den eher introvertierten Malcolm in Kontrast zu dem setzt, was da noch folgen wird. Also sowas zum Beispiel:
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Was will uns der Autor mit diesem Satz sagen? Dass der Wind nicht etwa das himmlische Kind, sondern das geologisierte Böse darstellt? |
Da denkt man dann, hey, der Malcolm, also der ist ja ein ganz vielschichter Typ. So irgendwie. Der typische Malcolm benutzt dann einen einfallsreichen Stilbruch und kontrastiert das soeben beim Leser hervorgerufene Bild des Autors mit einem Aufruf in Versalsatz:
oder die etwas hämischere Variante:
was auch in Kombination funktioniert:
Daraufhin folgt grundsätzlich das Wort ÑZierdeì, mit dem der Autor seine feminine Seite an die ÷ffentlichkeit zerrt. Ich warte nur darauf, dass Malcolm endlich seinen Rosa-Kleidchen-Fetisch auf Film bannt. Ich habe ihn gesehen. Im rosa Kleid. Tanzend. Eine Zierde der Natur, der hübsche.
Ein typischer Malcolm schließt seine Artikel nach diesem freudschen Dings entweder mit einem Youtube-Video oder mit einer Frage an das lesende Publikum, das sich bis hierhin gefragt hatte: was soll‘n ditte? Ich verzichte auf dieses Malcolmsche Stilmittel und bringe dafür einen Zombie, damit hier endlich mal richtig cooler Content am Start ist. Ein kompletter typischer Malcolm wäre also:
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Hrhrhrrhrrrrrrrmblflöz…
Gegenwind auf dem Fahrrad (also ich auf dem Rad, nicht der Gegenwind) ist ein Arschloch.
Was will uns der Autor mit diesem Satz sagen? Dass der Wind nicht etwa das himmlische Kind, sondern das geologisierte Böse darstellt? MUHARHARHARHARHAR!
Zierde.

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‹ber die stilistischen Brüche und Unfeinheiten, mal ganz von den formulierten Grausamkeiten mal abgesehen, bin ich mir vollkommen bewusst. Aber was kann ich denn bitteschön für den typischen Malcolm?
Bei der Entwicklung dieses Textes wurde keinen Darth Vaders oder rosa Zierden irgendein Leid zugefügt. Dem Autor allerdings schon.