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Wochenendband – Klaxons

Von Grace∞
Zeit ist ein natürlicher Trenner. Es trennt mich nämlich für ca. vier Stunden von meinem wohl verdienten Wochenende. Nicht das ich etwa am Wochenende ausspannen könnte, nö. Das wäre ja zu viel verlangt. Aber für heute hätt ich schon ganz gerne erstmal Schluß und würde gern meine Seele mit so viel Kölsch und Jägermeister abfüllen, dass sie bis morgen Mittag von mir herunterbaumelt.

Und für diese verbleibenen vier Stunden begleiten mich die Klaxons und erfüllen mich und Mr. Seele mit einer gewissen Vorfreude. Wochenende, bald wirst du umarmt.
Hab Dich lieb und Du mich!

klaxons
‹brigens ein ziemlich cooles Video.

——–Nachtrag 18:38 Uhr——–
WOCHENENDE! Bis später ihr Nachtschwärmer und Glücksucher.

Hurricane 2008 – Vor dem Festival ist nach dem Festival

Hurricane
Eigentlich hatte ich dieses Jahr mit der Hurricane Geschichte abgeschlossen. Wobei… falsch: Schon letztes Jahr hatte ich gedroht das Festival durch Abwesenheit abzustrafen. Vereitelt wurden meine Boykottpläne durch ein unglaubliches Traum-Lineup. So erbarmte ich mich dieses Jahr und siehe da: Von den unfassbar wucherhaften Ticketpreisen einmal abgesehen, war es tatsächlich einer der besten Hurricane-Festivals, die ich mitgemacht habe..!

Als ich die Zusage für das Studium bekam, war mir aber klar, dass es sich nun ausgehurricanet hat. Diese Tickets sind für einen armen Studenten wie mich unbezahlbar. Aber zum Glück verschickt einerseits Skorpio die Newsletter schon Monate im voraus und andererseits verbiege ich meine Prinzipien, wie mir gerade ist. In diesem Falle: Einen Hurricane nehme ich noch mit, denn:

RADIOHEAD HAT ZUGESAGT, VERDAMMT NOCHMAL!!!

ICH DREH DURCH!!!

(Außerdem im Programm: Beatsteaks, NOFX und Billy Talent – vier Kracher-Bands vom Allerfeinsten!)

„Meet the real…

Von Pat Bateman

… Serdar“ von eben jenem Serdar Somuncu nannte sich das Comedy/Stand-Up/Whatever-Programm, von dem ich gerade eben zurückgekommen bin. Bekannt geworden sein dürfte er vor allem durch seine mehrjährigen Touren quer durch Deutschland und Europa, bei denen er das wohl einzigartige Kunststück fertig gebracht hat, Hitler über Mein Kampf, bzw. Goebbels durch die Sektion der Sportpalastrede, dermaßen der Lächerlichkeit preiszugeben, daß man in der einen Sekunde vor Lachen beinahe vom Stuhl fällt, einem aber jenes in der nächsten jedoch wieder im Halse stecken bleibt, wenn man an die Folgen denkt… Auf jeden Fall gelingt es ihm, gründlich aufzuräumen mit der Vorstellung von Hitler und vor allem Goebbels als „Intellektuelle“, die die Menschen quasi in Rattenfängermanier verführt hätten. Kostprobe gefällig? O-Ton Mein Kampf (Es geht um Wahrheiten, die angeblich offen auf der Straße liegen): „Es liegen die Eier des Kolumbus zu Hunderttausenden herum. Nur die Kolumbusse sind eben seltener zu treffen…“ Semantisch sehr fragwürdig. Wahrscheinlich haben die meisten in der Grundschule zuletzt solch einen Quatsch verfasst.

Nun ist Somuncu also mit einem „normalen“ Programm auf Tour, bei dem der gebürtige Istanbuler über alles und jeden herzieht, was auf dieser Erde kreucht und fleucht und das auf eine Art und Weise, die mir in dieser Form bisher auch noch nicht über den Weg gelaufen ist: Es hagelte quasi ein Stakkato der Vulgarität (Begrüßung: Was war das denn ihr F**zen?) über Deutsche, Türken und die Berg-Deutsche (÷sterreich und die Schweiz) im Allgemeinen, Hip-Hopper, Frauen und Männer mit jeglichen sexuellen Präferenzen im Besonderen, die Fußball-WM und den alltäglichen Fernsehwahnsinn mit Super-Nanny und Schuldenberatung als Spitze der Unterschicht-Zur-Schau-Stellung (Somuncu fand einen weniger freundlichen Ausdruck). Selbst die Kollegen von der Komiker-Fraktion und das Publikum blieben nicht verschont… Manch einer hätte allerdings auch eher früher als später einsehen sollen, daß Zwischenrufe nur noch mehr anstacheln. Das wäre ja an sich noch nichts Weltbewegendes gewesen, hätte Serdar seine unterirdischen Verbaltiraden mit weit aufgerissenen Augen und grimassenverzerrtem Gesicht nicht gebrochen durch völlig gegensätzliche Ausführungen, etwa über Miles Davis oder Shakespeare. Dadurch wurde sein Hinweis, daß der Künstler auf der Bühne lediglich eine Rolle spielt, immer wieder aufs neue bestätigt.

Letzten Endes hat Somuncu seine ‹berzeugungen durch diese Art der Inszenierung auf die Spitze getrieben: Er greift Menschen an, die blind ‹berzeugungen folgen, von denen sie letztlich keine Ahnung haben und will sein Publikum für Toleranz sensibilisieren. Eine Toleranz, die auch an dem Punkt nicht aufhört, an dem man selbst zum verbalen Opfer (etwa von Witzen oder Polemik) wird. Das dies hier durch Provokation geschehen ist, wird nicht allen und jedem gefallen haben (Gesichter sprechen ja oftmals Bände), aber ich denke, damit kann er leben…. Denn einer der denkwürdigsten Sätze war gleichzeitig einer der letzten: Man kann in Deutschland ALLES sagen. Man sollte es bloß nur nicht immer so meinen.

Weil alles andere scheinbar besser ist

Von Grace∞
Noch einmal so ein Konzert. Bitte noch einmal so ein Abend. Bitte noch einmal so ein Anblick. Bitte:

Entschädigt nicht wirklich, aber anderen reicht Methadon ja auch erstmal.

Blogbuster

Huschi, JETZT weiß ich, warum sie dich nie zurückruft.
Die geht andauernd mit anderen Typen ins Kino.
Hab’s gestern selbst gesehen!
Popcorn-Schlampe, die.

Ordnung muss sein…

Von Pat Bateman

Wenn man aus der Perspektive einer Berliner Laissez-faire Lebenseinstellung an Schwaben denkt, fallen mir normalerweise spontan Attribute wie etwa Sparsamkeit bis zum hin zum Geiz, Korrektheit und Ordnungssinn ein. Schaffe, schaffe Häusle bauen eben. Natürlich, das Ganze ist etwas verallgemeinert und klischeebehaftet, aber zum einen haben mir Zugezogene (und Einheimische) bestätigt, daß man es in Schwaben schon des öfteren recht genau nimmt und zweitens soll es neben den Süddeutschen hier auch noch um Jack Bauer gehen. Genau, der Jack Bauer. Bekannt aus der Serie 24, die ich selber als beinahe Fernsehabstinentzler nie gesehen hab und somit nur vom Hörensagen kenne. Macht aber immer noch nichts, denn, daß der gute Jack bei seinen Ermittlungen zum Wohle Amerikas oder ganzen Welt, je nachdem, gerne mal zu, sagen wir mal, unkonventionellen… verpönten… oder einfach ungesetzlichen Methoden greift, ist ja auch hierzulande lang und breit diskutiert worden. Aber bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, ich würde Jack Bauers per Folter gewonnene Geständnisse und z.B. die schwäbische Eigenheit der Kehrwoche in Mehrfamilienhäusern in einen Topf werfen… Genau das hab ich jetzt vor. Dabei weiß ich nicht, ob es in den USA einen Bundesstaat oder sonstige Region quasi als ein Gegenstück zu Stuttgart und Umgebung gibt, aber stellen wir uns doch einfach mal für einen Augenblick vor, Jack (bzw. Jürgen) Bauer stamme aus dieser Gegend und wäre nun Mitbewohner in einer schwäbischen WG… Würdet ihr mit ihm das Badezimmer teilen wollen? Ja? Na dann seht selbst…

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Finale

Und weils so schön war, noch ein kleiner Tip an alle, die gelegentlich Sachen bei Ebay verticken: Immer schön die Interessentenfragen beantworten, sonst könnte irgendwann John McClane höchstselbst vor der Tür stehen um seinen Bobba Fat Ware abzuholen…

Danke Hoopy!

Der Harald und der Matthias…

Von Pat Bateman

Manchmal dauert es ja etwas länger, bis gewisse Dinge zu mir durchsickern. So geschehen mit dem wöchentlichen Videoblog des Herrn Matussek, seines Zeichens Kulturchef beim Spiegel. Dabei sind meine Erinnerungen an ihn durchweg zwiespältiger Natur. Als er mir zum ersten Mal auffiel, hat er in einer Fernsehdiskussion, mehr oder weniger aus dem Zusammenhang gerissen, das Ende des Buches herausposaunt, das mir damals die Zeit in der Bahn verkürzte. Er hat nochmal Glück gehabt: seine Zunge ist ja scheinbar noch drin. Doch nun scheint der streitbare Hamburger schon knapp ein Jahr, von mir unbeachtet, seine wöchentlichen Anekdoten unters Internetvolk gestreut zu haben um dabei munter das Regietheater durch den Kakao zu ziehen, an Halloween den Brocken zu besteigen oder seine Zuschauern wegen des Streiks seiner Gagschreiber mit den plattesten Schenkelklopfern diesseits des Urals zu beglücken… Seis drum.

Wenn sich nun aber mit dem streitbaren Romantikfan aus der Hansestadt und dem Berliner Zeit/Tagesspiegelkolumnist Harald Martenstein zwei Kulturleuchttürme aus dem Büro bzw. heimischen Esszimmer gegenseitig mit Frotzeleien überziehen und offensichtlich einen Heidenspaß daran haben, dann kommt dieser auch beim Zuschauer garantiert nicht zu kurz. Wie war das: ich will auch mal was mit Medien machen… Wenns da immer so zugeht! ;o)

Martensteins Kulturtippparodie

Matussek: Hier bloggt das Original

Telegramm für Malcolm

Ich kenne niemanden der so schwer zu erreichen ist wie Du+++stop+++Ich habe Dir eine Email geschickt+++stop+++Ich habe der Kleinen die gleiche Email geschickt+++stop+++Wie geht es Alice+++stop?+++Bleibt es noch bei dem zweiten Dezemberwochenende+++stop?+++Können wir diese Woche noch telefonieren+++stop?+++Mit besten Grüßen+++stop+++Dominic+++stop+++

Wie ist das so, mit Internet?

Inzwischen gewöhne ich mich beinahe daran, dass ich vielleicht nur alle 4-5 Tage online gehen kann. Ich schaffe sogar mehr, als zu „Hoch-Zeiten“. Den Müll runterbringen, zum Beispiel. An die Sonne gehen und frische Luft schnappen. Ich schlafe mehr, esse mehr, gehe sogar abends öfter aus. Und wenn ich ein bis zweimal in der Woche in das Blog schaue, sehe ich eben… naja, keine Handvoll Einträge. Schade einerseits, man gewöhnt sich aber daran, andererseits.

Tatsächlich könnte ich jeden Tag bloggen, so ist es ja nicht. Denn gegenüber, nur 4 Stockwerke tiefer und 15 Meter weiter steht ein Internetcafé, das originellerweise nach einer Trilogie benannt wurde, das mit Computern und Keanu Reeves`ausdruckslosem Gesicht zu tun hat. Betrieben wird die Stube von niemand geringerem als einem Level 60 Nachtelf mit spezieller Fähigkeit zur Waffenschmiede. Böse Zungen behaupten, dass sich der Mann hinter dem Tresen die Beine amputieren ließ, um seinen Torso auf einem Bürostuhl mit Rollen zu tackern. Quasi ausredenfrei kann der Mann nun 24/7 hinter dem Tresen verbringen und die Kunden mit großen roten Augen verständnislos anschauen, wenn sie für eine halbe Stunde an den Rechner möchten.

Die roten Augen kommen nicht von irgendwoher. Tatsächlich habe ich den Mann noch nie blinzeln sehen. Wäre auch reine Zeitverschwendung, denn der Vollzeit-Warcrafter kann und will nichts verpassen, und so ließ er sich – in Anbetracht der Tatsache, dass innerhalb eines Augenblinzelns, ganze Welten untergehen können – noch die Lider abnehmen. Unterstützend zur Blinzellosigkeit kommt vielleicht noch hinzu, dass es kein Rauchverbot in seinem Internetcafé gibt. Und obwohl ich schon mehrmals in dem Café saß, habe ich noch nie jemanden rauchen sehen. Trotzdem muss man sich praktisch gegen den Qualm lehnen, um sich zu einem Rechner durchzuschlagen. Schon nach zwei Minuten ist der Nikotinbedarf einer mittelgroßen Kleinstadt gedeckt. Ich glaube, dass der beinlose Mann hinter dem Tresen Knöpfe drückt, die Klappen unter den Tischen öffnen, die wiederrum sehr sehr lange Rohre öffnen, die wiederrum mit der Kneipe „Zum Eck“ führen, die 400m bergab in der traurigen „Mühlenhofpassage“ ihr Dasein fristet.

Wie ich übrigens gerade der „Alice-Lounge“ entnehme, habe ich seit heute Internet.

NICHT!

(Scheiße, „Nicht-Witze“ klappen immernoch nicht, im Deutschen.)

AWESOME

Von Grace∞
Mama, ich will auch ein Schlagzeug, ein Klavier und Talent!



Darf es am Ende etwas mehr Malcolm sein? www.fuenf-filmfreunde.dewww.kunstloses-brot.deeyesaiditbefore.tumblr.com