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Lieblos – Love entombed…

Aus der Schublade „alt aber kryptisch“…

Justitia’s Waage ist wahrhaftig aus dem Gleichgewicht geraten… und an den Börsen schwanken die Kurse zwischen den Extremzuständen, die Verhältnisse sind in ständiger Bewegung. Die äußeren Einflüsse sind an allem Schuld, indem sie die Liebe, von keinem Elchhund verhindert, dem Bären zum Fraß vorwerfen und dadurch den Bullen erst einmal alt aussehen lassen. Der Crash kam unerwartet, ganz typisch, an einem schwarzen Freitag. Wahrscheinlich hatte man es einfach etwas übertrieben an den Stellschrauben nachzudrehen und irgendwann war das fragile Gebilde, die Blase, einfach zerplatzt. Der eigene Kurs sackte ins Bodenlose, hastige Verkäufe waren die unvermeidliche Folge. Mindestens die Hälfte des Spiels ist Psychologie… Tatsächlich? So wenig? Sie sorgt dafür, daß die Love AG innerhalb kurzer Zeit nicht mehr das Papier ihrer Anteilsscheine wert ist. Den letzten Nutzen kann man aus dem Berg Papier wohl noch ziehen, indem man ihn in Wärmeenergie verwandelt… Die komplette Investitionssumme in den Sand gesetzt.

Hat dieses Traditionsunternehmen wirklich Bankerott gemacht? Ja Tonychen, welch ein grausiges Wort. Aber auf diese Weise bleiben wenigstens die eigenen vier Wände vorerst behaglich beheizt. Das ƒußere wärmt das Innere, könnte man zumindest annehmen, aber Pustekuchen. Das Geschäft ist kurzlebig geworden. Die Trends wechseln schneller als Ampeln die Farbe, da sollte man den Marktneueintritt nicht verschlafen. Das Spiel wartet nicht und der neue Star am New Economy Himmel ist sowieso schon aus den Startlöchern geschossen. Investier das Restvermögen auf jeden Fall in die Casablance KGaA, raunzt man mir hinter vorgehaltener Hand zu… ein todsicherer Tip! Neue Chance, neues Glück, denkt man sich da. Noch schnell das Corporate Design vom gemächlichen royalblau zu warmem rosenrot gewechselt und fertig ist das Start-Up-Unternehmen. Wen interessieren die Geschmäcker von gestern. Was zählt ist lediglich das hier und jetzt… Bis zum nächsten Schwarzen Freitag.

Wochenendeband – The Killers

Von Grace∞
Und wir hatten dieses Jahr noch nicht mal einen Tannenbaum.
Aber wir sind ja eh nicht über Weihnachten zu Hause, denn wird sind über die Feiertage zu Hause. Also nicht unser Zuhause, sondern das unserer jeweiligen Eltern.
Wir werden uns unterhalten müssen. Sie wahrscheinlich lieber als ich. Aber jeder hat sein Kreuz zu tragen.
Dafür wird man ja aber auch mit einem Festtagsessen belohnt. Sie wahrscheinlich leckerer als ich.
Aber dafür bekommen man ja auch Geschenke. Sie wahrscheinlich reichlicher als ich, denn meine Familie schenkt sich nichts mehr zu Anlässen wo man dies in einer normalen Familie tut. Weil, man hat ja schon alles und es fällt einem ja auch nichts mehr ein, was man haben möchte. ƒhm, ja, also euch fällt vielleicht nichts ein, aber mir da schon eher. Ach mist, es hört ja eh keiner zu.
Also dann habt ihr mal ein schönes Weihnachten. Lasst euch das Festtagsessen schmecken. Lasst euch reich beschenken. Ich verzieh mich derweilen mit einer Flasche rotem in die Ecke und ziehe den Kopf ein bis Silvester.

The Killers – Don’t Shoot Me Santa

Via [eigenart]

Tätzchen der Ausreisser

Sowas hab ich ja noch nicht gesehen, liebe Kinder! Und ich habe Struwelpeter gelesen!
Was aber unsere ostdeutschen Freunde in ihrer Kindheit durchmachen mussten, um unterhalten zu werden, ist schon fast zombiefilmig!

Ich habe mir mal erlaubt ein paar Zeilen aus Rudo Morics „Tätzchen der Ausreißer“ vorzutragen:


YoutubedirektTätzchen

(Ihr müsst wahrscheinlich ein bisschen lauter machen, da ich mir immernoch keine richtige Kamera leisten kann.)

Crazy…

Ich sprach ja bereits davon: Jemand unterhält in unserer Nachbarschaft ein ungesichertes W-Lan-Netz und macht es mir damit möglich, auch an unifreien Tagen im Zimmer des Mitbewohners zu surfen.

Aber jetzt wirds mysteriös: Dieser Jemand schaltet seit zwei Tagen immer wieder die WPA-Sicherung ein und aus! Wieso tut der das? Hat er wirklich ein so großes Herz, will im Winter niemanden auf dem Trockenen sitzen lassen und teilt deshalb seine Bandbreite brüderlich? Oder sind da WG-Kumpane am Werk, die es nicht hinkriegen, sich auf ein zehnstelliges Passwort zu einigen? Fragen über Fragen… Aber letztlich auch egal, solange sie sich immer wieder auf das St.-Martins-Prinzip besinnen.

Apropos besinnen. Wenn ich Leuten vom Saarland erzähle, von dort aus bin ich irgendwann nach Berlin aufgebrochen, sind die meisten der Ansicht, mein Französisch müsse dann ja quasi von Natur aus perfekt sein. (Isses nicht… Aber egal.) Nun hab ich mich mal besonnen und mir ist tatsächlich wenigstens ein kleiner Hinweis auf die Nähe der Franzosen eingefallen. Es war in diesen Sommer im Baumarkt, da hörte ich folgenden Ruf einer Mutter nach ihrem 5-6 jährigen Sohn:

Kommschd du jetzt her! Awwa TUTTSWITT!

Oui, oui… die lieben Nachbarn. Wär mal interessant zu wissen, ob es auch dort hinter der Grenze solche versprengten Lehnwörter gibt. Irgendwie war ich bisher viel zu selten dort. (Memo)

Kalte Platte

By Ninifaye
Auf dem Weg zur Arbeit haben mich gerade zwei Pinguine mit Guarano beworfen.
Die pöbelnden Penner vor der Straßenbahn erkennt man heute schon von weitem (dank Hochprozentigem sind es die einzigen, denen nicht der Atem vor der Nase gefriert) und unsere Kantine wird heute das erste Mal seit Jahrzehnten salzfrei kochen müssen.
Wehmütig denke ich an den ersten Schnee dieses Jahres zurück.
In Berlin.
Auf einem Balkon.
Um halb vier Uhr nachts.
Danach wärmten wir uns eine Runde vor Malcolms Kühlschrank auf.

Kalte Platte

Klimawandel, anyone?

Alice, die Telekom & ich

(Update am 19.12. ganz unten)

Du willst es garstig? Du meinst, dass ich ein menschelndes Arschloch bin? VERDAMMTE SCHEISSE, ICH BIN KURZ VORM EXPLODIEREN!!!

Heute sollte der Tag der Tage sein. Alice hat endlich den Willen bei dem rosa Riesen durchgedrückt und einen Techniker vorbeischicken wollen.

Dummerweise hat der Techniker sich auf dem Weg von der Haustür zu uns in der vierten Etage verirrt und es gerade bis zum Briefkasten geschafft, um den Zettel einzuwerfen, dass wir nicht anzutreffen waren.

GIBT ES AUCH NUR EINEN EINZIGEN FƒHIGEN MENSCHEN IM TELEKOMMUNIKATIONSBEREICH? Irgendwen? Eine Person, die mir sagen kann, was sich dort abspielt?

Diese Mail ging gerade raus (Danke an Waldi für den schnellen Zugang an seinem Rechner.):

Weiterlesen? Na klar!

Malcolm – Verweichlichtes, menschelndes Arschloch

Samstag auf der Feuerzangenbowlenparty des Ex-Chefs. Unter Einfluss von viel zuviel Alkoholika stehe ich Ellen Resident gegenüber, der seine ganz eigene Meinung zu meiner Internetlosigkeit hat:

„Was isch dir sahen wolle… “ – „(Rülps) Was`n?“ – „Du bist‘n verweichlichtes, menschelndes Arschloch ‚worden! Is‘ ja nich‘ mehr auszuhallen, mit diesem ewigen (Rülps) Rumgeschaleime! Dieses triefene glückselige Gefasel hält kein Mensch aus!“ – „Aller… Du kannst misch! Isch bin immernoch garstig wie gehtnichtmehr! Has‘ wohl nich‘ meine Ab…Ab…Aahhhh…. meine Abrechnung mit den Modedings… hier, den Modedesignerinnen ‚lesen, was?“ – „PAH! Das nennstu Abrechnung? Du bist ein weichgespültes Arschloch geworden! Diese Zufriedenheit is`ja nicht zum Aushalten! Wenn nich‘ bald was passiert, lösche isch disch aus unserer Blogroll, aus meinem Handy, und Bookmarks.“

Wir einigen uns darauf, dass er vielleicht garnicht mal so unrecht hat (besonders nachdem die Kleine zustimmend Ellens Schulter klopft) und dass er ganz offiziell ein Leserbrief schreiben darf. Und der geht so:

Lieber Herr Melken.
Wenn du es nicht kurzfristig schaffen solltest, diesen menschelnden
Salm aus deiner Schreibe rauszukriegen werde ich dich mit Freude aus
der Blogrolle und aus meinen Bookmarks schmeißen. Ausserdem komme ich
extra aus dem kleinen B ins große B gereist um dir gehörig den Arsch
zu verhauen.

Um es Dir noch mal in das Gehirn einzumeißeln: Es ist vollkommen okay,
glücklich zu sein. Und ich will Dir auch nicht vorschreiben, wie du
schreiben sollst, aber das hier ist eine Form von Selbstverteidigung.
Dieses glückselige Einerlei, diese, mir scheints aus dem Arsch
triefende ´ich liebe euchª Attitüde geht mir so was von auf den Sack!
Du wirkst jetzt schon wie ne Mischung aus Wolfgang Niedecken und
Johannes B. Kerner und wie soll das erstmal werden, wenn das noch
länger andauert? Nagelst du dich bald selbst ans Kreuz um glückselig
in die Luft zu luchsen?

Angepisst.
Deine Ellen Resident.

Was sagt ihr? Hat er Recht? Und von Ellens Hausaufgabe mir eine Woche lang durchgehend Social Distortion anzuhören abgesehen, was kann ich tun, um wieder unzufrieden und garstig zu werden?

Nicht dass ich Wert auf eure Meinung legen würde…

HAPPY BIRTHDAY ESIB!

Hätte ich beinahe vergessen: Alles Gute für mich uns!

Heute vor vier Jahren entstand Deutschlands Blog mit den hübschesten, schlauesten und… nettesten Lesern. Ich möchte mich vor allen bei allen Mitschreiberlingen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass eben diese Leser Tag für Tag hereinschauen. Weiterhin bei allen Anwälten und Besuchern, die mich nicht abgemahnt haben (derjenige der es beinahe getan hätte, weiß, dass ich ihn meine – nichts für ungut, du Lutscher!)!

Diejenigen, die schon länger am Start sind, wissen, dass eigentlich eine optische Veränderung anliegen müsste. In diesem Fall bedankt euch bei Alice und ihre ganz eigene Form der Kundenzufriedenheit. Pfft!

In diesem Sinne: Auf die nächsten Jahre!

Wochenendeband – .hopesfall.

Von Grace∞
Guten Tag.
Man könnte aber auch guten Morgen sagen, denn ich fühle mich kein bisschen Wach. Obwohl heute wieder Agenturfreitag ist und ich sonst immer den arschvoll zu tun habe, damit ich es pünktlich ins Wochenende schaffe, ist heute mal nichts los.
Aber auch dies ist Stress für mich, muß ich doch meinen Kollegen vorgaukeln, dass ich mich nicht langweile und mir nicht andauernd die Augen zufallen. Gar nicht mal so leicht. Man könnte meinen, das es ja, mit dem Internet vor der Nase, nicht schwierig sein könnte sich zu beschäftigen. Aber diesem Man möchte entgegen: DOCH, ist es!

Und damit ich in spätestens 3 Stunden aufwache, um mich ins spannende Wochenende zu stürzen, kommt jetzt ein wenig lautere Musik.

.hopesfall. – Icarus

Entkoppelt…

Vor ein paar Tagen konnte ich noch lästern… Doch mittlerweile hat es mich dann auch erwischt. Alice scheint nicht nur keine Zeit für Neuinteressenten zu haben, nein, jetzt zeigt sie auch der Stammkundschaft die kalte Schulter. Seit vorgestern Abend ist sie nicht mehr zu erreichen, stellt sich tot und keiner weiß wieso. Ein Techniker kann frühestens Ausgang nächster Woche vorbeischauen, bloß sind wir dann allesamt ausgeflogen und sitzen in der Heimat unterm Tannenbaum. Und dort, soviel ist sicher, gibt es dann auch wieder einen Netzzugang. Zwar nicht von Blondinen mit verruchtem Blick, aber vom Magenta Rosa-Riesen.

Doch immer wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her… In einem unserer WG-Räumlichkeiten kann man sich an einen selbstlosen Mitmenschen wenden, der das letzte ungesicherte WLAN-Netz in Reichweite betreibt. Ich dachte eigentlich, diese Spezies von Usern sei inzwischen nahezu ausgestorben. An dieser Stelle sei ihm unbekannterweise gedankt.

Ansonsten kann ich Malcolms schmerzliche Erfahrungen inzwischen nachvollziehen… Eine Bibliothek ist eindeutig das falsche Umfeld, um einfach entspannt der Internetlust zu fröhnen.



Darf es am Ende etwas mehr Malcolm sein? www.fuenf-filmfreunde.dewww.kunstloses-brot.deeyesaiditbefore.tumblr.com