Das Rad drehen…
Es ist mal wieder Hausarbeitszeit, zum drittletzten Mal und es wird immer schwieriger, die Motivation aufrecht zu halten. Dabei fehlen mir bis morgen Abend 24 Uhr doch noch ein paar Seiten. Eine der schlechteren Sorte wird die Arbeit ohnehin werden und da kommt mir eine der schönen Theorien, die mir bei der Sekundärliteratursichtung über den Weg gelaufen sind, gerade recht: Es ging da um den schriftliche Text an und für sich und den Umstand, daß jeder Autor mit jedem Text anscheinend zumindest latent die Neigung verfolgt, ein abgestecktes Thema oder einen Themenkreis abschließend zu beackern. Angeblich versucht also jeder, der sich mit Ebbe und Flut beschäftigt, das Thema Gezeiten ein für alle mal abzuschließen. Dazu sollte danach nie wieder etwa gesagt werden müssen. Punkt aus. Das Problem daran ist: es funktioniert leider nicht. Jeder Text provoziert neue Texte, die auf dem Ersten aufbauen, Bezug dazu nehmen, ihn umformulieren, neue Aspekte hinzufügen und so geht das immer schön weiter bis in alle Ewigkeit. Ein Diskurs par excellence. Wahrlich ein ƒrgernis.
Da frag ich mich doch wirklich mit einer gewissen Berechtigung: Muß ich wirklich weiter an diesem Rad drehen? Soll ich wirklich versuchen, das Feuer mit Benzin zu löschen, bloß weil es irgendwie naß macht? Sollte ich nicht sinnvollerweise meiner Waschmaschine beim Drehen zuschauen oder mir Gerichtssendungen zu Gemüte führen? Na? Stattdessen trag ich meinen sehr bescheidenen Teil zum großen Hintergrundrauschen des globalen Textbetriebes bei und stehle Gedanken, mische sie mit ein paar eigenen, zitiere, kopiere, rezitiere, rezipiere und verliere… dabei im Grunde einfach nur Zeit.



7. April 2008 um 19:13 Uhr
Scholli sagt,
Ein mehrköpfiges Ungeheuer hast Du Dir da ausgesucht. Wird schon! ;-)
9. April 2008 um 18:54 Uhr
Links aus der Nachbarschaft am 09. April « Scott Kk? [teh-spielwiese] sagt,
[…] Das Rad drehen… bei Who said that I wasnÂ¥t right? […]
24. April 2008 um 16:44 Uhr
TUNING WORLD BODENSEE 2008 Messe Friedrichshafen » Offizieller Blog der TUNING WORLD BODENSEE 2008 » Spurverbreiterung, aber wie? » Redaktion jam&chips - die Blogmacher sagt,
[…] Es geht schnell, ist für Tuningverhältnisse relativ günstig, sieht hammer aus und verbessert auch noch die Fahrstabilität. Und? Worum geht es? Ja, richtig: Distanzscheiben. Eigentlich einfach, Rad ab, Distanzscheiben drauf, Rad drauf, über die Spurverbreiterung freuen. Es könnte so einfach sein. Wäre da nicht zum einen der Platz im Radkasten, der ja, wie alle wissen beschränkt ist, und zum anderen müssen dann auch andere Felgen drauf. Und überhaupt könnte man dann doch gleich breitere mit geringerer Einpresstiefe nehmen. Oh man, immer diese Entscheidungen…. Was meint Ihr? […]