Nein
Hmm.. Geht eigentlich ganz einfach:
Nein.
Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein NeinNein Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein NeinNein Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein
Und auch wenn ich das Wort ausspreche geht es endlich leicht über die Lippen.
Ich würde mal den endgültigen Auslöser auf anfang Juli setzen, als das System ausfiel und ich am Fuß einer Treppe hockte und mich fragte wo die letzten Sekunden geblieben sind. Hätte ich das Wort früher so leicht aussprechen können, wäre die Treppe kein Problem gewesen.
„Kannst du nicht mal kurz.?“, „Das geht doch schnell!“, „Hier, bitte nur noch das…“, „Achso, wir bräuchten noch…“
Nicht alles war gut bezahlt. Vieles sogar garnicht und dann wollten noch Studentensachen erledigt, eine Hochzeit organisiert und eine Beziehung geführt werden. Am Ende ging mir viel Geld durch die Lappen, wohlmöglich noch eine Freundschaft und zu allem ‹berfluss noch die Gesundheit. Aber als wäre das nicht genug, habe ich noch den Respekt vor mir selbst verloren, denn was bedeutete es, wenn ich etwas zusagte und später im besten Falle nur halb erledigt habe. Ein „Klar, mache ich“ hieß in Wirklichkeit „Vielleicht wird es fertig“. Ein „Vielleicht schaffe ich es noch zwischendurch“ war eigentlich schon eher ein Nein, nur Hoffnung nährend, dass ich es doch hinkriege. Und wo Hoffnung ist, ist ein „Ja“ ja nicht weit entfernt.
Jetzt ist der große Stress vorbei. Die letzten Prüfungen des Semesters sind getan, das letzte große Projekt online und ein Gefallen, den ich tatsächlich gerne getan habe, kann ich von der Liste streichen.
Das mit den Gefallen ist ja auch noch so eine Sache. Für Bekannte mache ich etwas für umsonst oder kleines Geld, wenn mich das Projekt interessiert. Für Freunde stelle ich meine eigenen Projekte in den Hintergrund. Für gute Freunde verzichte ich gerne auf einen notwendigen freien Abend. Das muss sich nun in Zukunft ändern, wenn ich möchte, dass ein Ja wirklich ein Ja und kein Vielleicht ist. Mich kotzt es an, dass sich mein Umfeld zu Recht nicht auf mich verlassen konnte. Was letztens Nilz erzählte, als ich ihn im Treppenhaus traf, verstand ich akustisch nicht, nur ein „Jammern auf hohem Niveau“ blitzte durch, was mir arg zu denken gab. Recht hatte er. Ich war nur noch am Jammern. Auf ein „Wie geht’s?“ hagelte es „Keine Zeit…“. Ich war ständig schlecht gelaunt und jeder der nichts dafür konnte bekam etwas ab, besonders die Kleine.
Ich liebe meine Arbeit und nichts macht mir mehr Spaß, als die Welt schöner zu machen, Lösungen zu finden und dazu zu lernen. Aber wenn es für andere selbstverständlich wird, dass man „mal eben kurz“ etwas aufhübscht, liegt der Fehler selten bei den Personen, sondern bei einem selbst. Der Tag hatte nicht mehr genügend Stunden. An Zeit für mich selbst war schonmal garnicht zu denken, geschweige denn an Zeit für die Kleine.
Ich saß bis zu 20 Stunden am Stück am Rechner und vergaß oft zu essen. Seit Wochen hatte ich nicht mehr ausgeschlafen und in mir herrschte ständig Unruhe. Damit ist jetzt ersteinmal Schluss. Ich habe das Glück nun einen Job zu haben, der mir nicht nur Spaß macht, sondern für jemanden ist, der es wirklich zu schätzen weiß was ich da tue. Bis Oktober muss ich nichts für die FH tun (zumindest nicht, wenn ich alle Prüfungen bestanden habe!) und für die Hochzeit ist vieles organisiert.
Ich habe jetzt Urlaub.
Und für die Zukunft: Nein, das geht mal nicht „eben schnell“.









„Och komm, nur noch das eine mal… ich frag auch nie wieder…“
Ich weiß was du meinst.