
(Foto: dpa)
Es ist ein komisches Gefühl, was ich da in der Magengegend habe. Ganz bestimmt keine Freude, wie der wohlmöglich einzige Widerspruch der Evolutionstheorie empfinden würde, wenn jemand mit der falschen Religion, Hautfarbe oder Gesinnung ums Leben kommen würde.
Mein erster Gedanke: Was wäre, wenn es jemanden erwischt hätte, der sich für das genaue Gegenteil dessen eingesetzt hätte, wie Haider. Völkerverständigung, Annäherung und Toleranz? Die Horde der politisch inkorrekten Kretins wäre in Jubelgeschrei ausgebrochen.
Der zweite Gedanke: Warum breche ich eigentlich nicht in Jubelgeschrei aus? Ich bin kein guter Mensch, der alle Menschen liebt, egal welche Weltanschauung sie haben. Ich mache mir meine ganz eigenen Gedanken über die Meinungsfreiheit und ich würde keinem Nazi auf die Beine helfen, wenn er mit seinen vollen Einkaufstüten auf der Straße ausrutschen würde.
Aber Freude bei dem Tod eines solchen Menschen? Klar, man spricht oft davon, dass man Nazis und solche die es gerne wären, alles Übel dieser Welt wünscht. Aber wenn es passiert, hält man inne und denkt sich: Ja schon, aber würde nicht das Absinken in der Egalheit ausreichen? Das Verschwinden des Publikums, oder besser noch die Erkenntnis, dass sie vollkommen im Umrecht sind. Ja, das wäre es gewesen. Das wünsche ich Menschen wie Haider: Die wahre Erkenntnis, dass das was sie denken, so falsch ist und so gegen die Natur der Masse, dass sie zusammenbrechen und einfach nie wieder mit jemanden über ihre vollkommen nachweisbar falsche Meinung reden.
Aber nicht den Tod.






da hast du recht.
interessant, das auch du dich hier dazu äußerst.. scheint ja echt hohe wellen zu schlagen.
grüße aus klagenfurt :ouw
Heute morgen, als ich das im Radio gehört habe, habe ich mir ganz ähnliche Gedanken dazu gemacht. Es täte mehr weh, wäre er anders und anderer Gesinnung gewesen. Aber Freude, Genugtuung, Schadenfreude? Nein, trotzdem nicht. Es ist immer hart, wenn ein Mensch so plötzlich stirbt. Und es gibt immer jemanden, der um ihn trauert.
„Aber Freude bei dem Tod eines solchen Menschen? Klar, man spricht oft davon, dass man Nazis und solche die es gerne wären, alles Übel dieser Welt wünscht. Aber wenn es passiert, hält man inne und denkt sich: Ja schon, aber würde nicht das Absinken in der Egalheit ausreichen? Das Verschwinden des Publikums, oder besser noch die Erkenntnis, dass sie vollkommen im Umrecht sind. Ja, das wäre es gewesen. Das wünsche ich Menschen wie Haider: Die wahre Erkenntnis, dass das was sie denken, so falsch ist und so gegen die Natur der Masse, dass sie zusammenbrechen und einfach nie wieder mit jemanden über ihre vollkommen nachweisbar falsche Meinung reden.
Aber nicht den Tod.“
Das hast du sehr schön auf den Punkt gebracht.
[…] Pantoffelpunk ist auch schon ganz wehmütig, das Perlenschwein winkt hinterher, Malcolm wünscht zwar niemandem etwas so Schlimmes, hätte Jörg Haider andererseits auch keinen Sechser im […]
irgendwie musste ich bei dem beitrag daran denken, daß es wahrscheinlich auch eine sorte mensch gibt, für die die bedeutungslosigkeit etwas „schlimmeres“ als der tod ist…
ein gedanke, völlig unabhängig von haider.
ansonsten stimme ich dir zu. anderen den tod wünschen würde bedeuten, sich mit leuten auf eine stufe zu stellen, die das nicht verdient haben…
und förderst du nicht mit diesem Artikel, dass nicht-egal-sein dieser Person, das noch-eine-Weile-länger-im-Gedächtnis-bleiben? Warum?
b.: „never again“… daran erinnern ist nichts schlechtes, sich kritisch damit befassen auch nicht. find ich.
In den Nachrichten kam grade, dass er mit 142 km/h und 1,8 Promille ein riskantes Überholmanöver durchgeführt hat.
Auch wenn er Tot ist, kann man nur sagen, selbst Schuld.
tja wie immer man sich hierzu äussert,so wird es als falsch angesehen.
aber gibt es für solche leute eine andere gerechtigkeit,als die,bei der sie ein urteil selbst vollstrecken,welches sie gerne gerne an anderen vollstrecken würden?