MldPdW – Heute: Die Weltwirtschaftskrise

Zeit für eine neue Rubrik: Malcolm löst die Probleme dieser Welt


Bild: waɪ.ti

Ich habe in den letzten Tagen eine Idee ausgebrütet, die zugegebenermaßen sicherlich noch mit feinem Schleifpapier bearbeitet werden muss. Die Hauptarbeit soll allerdings schon erledigt sein und beinahe schäme ich mich dafür, dass die Idee nicht nur einfach ist, sondern gleich viele Probleme auf einmal löst.

Der liebe Herr Pat Bateman wird also gebeten sich der Idee anzunehmen und auszubügeln, was auszubügeln wäre.


Ich fange gleich mal an, mit dem offensichtlichen Problem: Viele haben wenig Geld und wenige kriegen immer mehr. Die Frage, die sich hier offenbar stellt, ist: Wozu brauchen diejenigen, die soviel Geld haben, immer mehr? Was sich bis hierhin wie das Pamphlet einer linken Schülerzeitung anhören mag, ist aber eine ernst gemeinte Frage. Nehmen wir einmal an, ich wäre ein Manager (bietet sich gerade gut an, ist aber mit „Sportler“, Schauspieler“ und „A-Blogger“ austauschbar), mit einem Grundgehalt von 200.000€ im Monat. Dazu kommen noch jede Menge Prämien, Sonderprämien, Ausnahmeprämien und Wochenendzuschlag. Allesinallem kommt der Manager auf ca 500.000€ im Monat (grob über den Daumen). Was macht er mit diesem Geld? Ausgeben wohl kaum, denn ich kann mir mit meiner ausgeprägten Fantasie wirklich nicht vorstellen, wie ich Monat für Monat soviel Geld ausgebe, dass ich am 28. sage: „Scheiße, keine Kohle mehr und morgen ist doch meine Zahn-Op, zu der ich 500€ dazubezahlen muss.“

Ich nehme der Einfachheit halber an, das Geld, das nicht ausgegeben wird, wird investiert, um noch mehr Geld herauszuschlagen.

Überspringen wir weitere Beispiele, Zahlen und Statistiken und kommen gleich zu der Lösung der Weltwirtschaftskrise, der Frage nach einem Mindestlohn, Staatschulden, Arbeitslosigkeit, dem Hunger auf der Welt, mangelndes Geld für die Aids-Forschung und Arcor/Alice:

Wir brauchen einen Maximallohn.
Ich gebe zu, dass es sich etwas stammtischig anhört und an dieser Stelle bitte ich BWLer, VWLer und die Kleine mir zu vergeben, wenn ich sehr daneben liege, aber könnte mir jemand erklären wozu ein Mensch mehr als sagenwirmal 500.000€ im Monat braucht, um zu überleben?

Was wäre, wenn es weltweit eine Richtlinie gäbe, die entweder auf einen gleichen, festgelegten Betrag liegen würde, oder meinetwegen auch prozentual zu irgendetwas (Bruttosozialprodukt des Landes, Durchschnittseinkommen usw.), über die der Lohn nicht steigen dürfte. Nehmen wir die fiktive Zahl 500.000€ im Monat – was wäre, wenn jemand (Sportler, Manager, Politiker und und und) alles was er darüber verdienen würde, zu 100% versteuern müsste?

Was man alles mit dem Geld finanzieren könnte! Mindestlohn wäre kein Thema mehr. Staatsschulden könnten schneller getilgt werden. Wenn jemand keine Lust hat zu arbeiten, weil er schon an seine Grenze gestoßen ist, übernimmt es jemand anderes. Das überschüssige Geld könnte in Ernährungsprogramme gesteckt werden. Oder in die Forschung. Und ich bin mir sicher, dass Alice und Arcor mehr Geld in ihren Service stecken könnten…

Natürlich müsste dies weltweit eingeführt werden und man müsste über Abfindungen, Renten und Werbeeinnahmen reden (wobei letztere immernoch Einnahmen sind). Jetzt lasst eure Fantasie spielen und erzählt mir wo ich falsch liege, ob es die Idee schon gab, oder ob es sich wie die Fantasie eines träumerischen, kapitalischen Kommunisten anhört.

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