Pat Bateman
25.03.2009

KATEGORIE Alles in Allem

Nur mal so…

Also wenn Leute, die sich eigentlich gerne ein Haustier anschaffen würden, dies unterlassen mit dem Argument, sie würden sich zu sehr vor dem potenziellen Verlust fürchten, der ihnen irgendwann der Wahrscheinlichkeit nach droht, ja dann… Nun, dann wäre es doch eigentlich auch gleichzeitig ziemlich egoistisch, Kinder in diese Welt zu setzen. Immerhin droht diesen mit einer ungefähr ebenso großen Wahrscheinlichkeit irgendwann genau das gleiche Schicksal.

Es macht in meinen Augen wenig Sinn, Dinge nur deshalb nicht anzupacken, bloß weil man sie möglicherweise (oder gewiss) irgendwann auch wieder verlieren wird. Wer auf diese Weise versucht, einem traurigen Ende aus dem Weg zu gehen, versagt sich eben gleichfalls all die schönen Momente, die einen auf dem Weg dahin wahrscheinlich erwarten.

7 said it before zu “Nur mal so…”

  1. Juna says:

    dann müsste jeder mensch auch allein leben, denn früher oder später wird man auch seinen partner verlieren.
    wozu dann eigentlich überhaupt leben, jeder stirbt ja irgendwann…

    außerdem erinnert man sich stets an die schönen momente (das hirn „vergisst“, um eine emotionale/depressive überlastung vorzubeugen, die negativen erlebnisse bzw. diese verblassen mit der zeit schneller, als die schönen!)

  2. Kittyluka says:

    Mh.

    Viel schöner ist eigentlich das Argument kein Kind haben zu wollen, weil es eines Tages Hartz-IV Empfänger sein könnte und weil diese Welt in der wir leben so schrecklich und so verseucht ist, dass jeder der ein Kind in die Welt setzt als grob fahrlässig zu betrachten ist.

    Vollklatsche, sag ich da.

    Ich kann jeden verstehen, der nach dem Tod seines besten Freundes nie nie nie nie nie wieder sowas durchmachen will (das hab ich auch gesagt), aber jemand der nur allein aus Angst davor sich so viele schöne Momente entgehen lässt. Meine Fresse.

  3. meistermochi says:

    ja ist das nicht eigentlich schrecklich? für alles schöne – und sei es das leben an sich – wird mit demselben irgendwann bezahlt.

    weltschmerz.

  4. Christoph says:

    Gegen Haustiere kann man auch andere Argumente haben, es gibt aber auch viele Pro-Argumente, bin mir nicht so sicher, was ich davon halte, hatte selber Haustiere, hab im Moment aber keins. Wenn dann vielleicht eins ausm Tierheim holen, das ein neues Zu Hause sucht.

    Und Kinder zu kriegen – mei, ja, von der Perspektive aus betrachtet ist es egoistisch. Man muss ja auch nicht unbedingt Kinder haben, wenn man da solcherlei Bedenken hat. Man sollte sich das Kinder Kriegen ohnehin gut überlegen, gerade in der momentanen Zeit, dass die Kinder auch in gute Verhältnisse geboren werden.

    Andererseits ist Kinder zu bekommen etwas natürliches, im Gegensatz zu Haustieren. Es liegt in der Natur des Menschen, Kinder zu bekommen, die Natur hat es so vorgesehen. Mit allen Vor- und Nachteilen.

  5. tobi says:

    Ich habe einen Bekannten, der sich von seiner Freundin trennte, weil sie sich so gut verstanden haben. Er wollte nicht, dass sie sich im Streit trennen würden, weswegen er voreilig aus der Sache sich zurückzog. Zumindest behauptet er das.

  6. Scholli says:

    Bange machen gilt nicht! Solche Angsthasen.

  7. […] “Es macht in meinen Augen wenig Sinn, Dinge nur deshalb nicht anzupacken, bloß weil man sie möglicherweise (oder gewiss) irgendwann auch wieder verlieren wird. Wer auf diese Weise versucht, einem traurigen Ende aus dem Weg zu gehen, versagt sich eben gleichfalls all die schönen Momente, die einen auf dem Weg dahin wahrscheinlich erwarten.” (Pat Bateman – Nur mal so…) […]