Schweinegrippe…
Eigentlich darf man sie ja gar nicht mehr so nennen, da durch den Namen eine unnötige Angst vor Schweinen und entsprechenden Fleischprodukten geweckt werden könnte. Die Alternative Mexiko-Grippe als Ort des Erstausbruchs scheidet aus Gründen einer Diskriminierung wohl ebenfalls aus und deshalb will man sich nun anscheinend auf Nordamerika-Grippe oder nach WHO-Sprech auf „novel flue“ einigen.
Whatever, das Kind braucht halt einfach einen Namen… Worauf es mir aber ankommt ist die Frage, ob hier nicht in einem übersteigerten Maße die Bevölkerung in Panik versetzt wird, womit ich mich allerdings nicht anderen etwas paranoid wirkenden Ansichten anschließen möchte. Vielleicht gibt es an dem neuen Erreger Besonderheiten, von denen ich bisher nichts gehört oder gelesen habe. Denn was ist bisher denn offenkundig geschehen? Natürlich sind die mehr als hundert Toten in Mexiko und nun auch in den USA ein tragisches Unglück, aber alleine in Deutschland fallen doch der „normalen“ Grippe jährlich mehrere tausend Menschen zum Opfer. Darüber wird nur nicht in aller Ausführlichkeit berichtet. Darum würde es mich interessieren, ob ich diesen Eindruck einer übersteigerten Panikreaktion exklusiv besitze und ob mir darüber hinaus jemand erklären kann, was eine Pandemie der Schweine-oder-was-auch-immer-Grippe zu einer solch größeren Gefahr im Vergleich zur jährlichen Grippewelle im Winter machen würde? Mir drängt sich dabei der leise Verdacht der Ablenkung auf, denn ohne dem Zynismus zu verfallen, nicht nur der Kaiser konnte damals seine Hochzeit in aller Stille genießen, nein auch die letzte Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte wurde bekanntermaßen weitestgehend unbeachtet mitten im Sommermärchen beschlossen.
Immerhin scheinen die drei bisher Infizierten in Deutschland ja bereits auf dem Wege der Besserung zu sein.






