Ostern allein zuhaus

osternGestern rief mich eine Freundin der Kleinen an, die ganz erschrocken war, dass ich Ostern alleine zuhause wäre.

„Was denn? Es ist Ostern und ich bin Atheist. Wo ist das Problem?“
„Aber dann hast du ja niemanden, der mit dir feiert!“
„Was genau feiern? Dass Jesus ans Kreuz genagelt wurde und dann wieder von den Toten auferstanden ist? Ich weiß wirklich nicht, ob ich das feiern würde, wenn ich gläubig wäre. Ich habe doch solche Angst vor Zombies!“
„Aber das ganze Essen und die Nester verstecken und und und…“

Ich fühle mich jetzt irgendwie komisch. Sollte ich tatsächlich deprimiert sein, weil ich Ostern alleine zuhause war..? Ist Ostern tatsächlich ein Familienfest, an dem ich traurig sein sollte, wenn meine Frau nicht da ist, um mit mir zu feiern? Ehrlich, ich bin gerade etwas perplex..!

10 Gedanken zu „Ostern allein zuhaus“

  1. Kommt darauf an, wieviel dir persönlich das Fest bedeutet. Wenn du bei deinem Osterfest allein zu Haus nichts vermisst, dann musst du auch nicht traurig sein oder dir komisch vorkommen.
    Ich habe heuer beim ersten Ostern allein (da im Ausland) festgestellt, dass selbstgefärbte Ostereier nicht so gut schmecken, wie die, die die Familie vorher im Garten versteckt hatte. Mir ist dabei allerdings auch bewusst, dass ein buntes Ei wie das andere schmecken würde, wenn meine Familie diese ganze Hasenangelegenheit nicht seit meiner frühesten Kindheit aufwendig zelebriert hätte.
    Atheist zu sein schließt Ostern feiern nicht aus. Schließlich hat das Häschen keine Jünger und schaut auch nur einmal im Jahr kurz vorbei – und mit Süßkram!

  2. @Christian: Keine Angst, das geht vorbei!

    @Matthias: Das nimmst du sofort zurück! Hihi!

    @Manuel: Warum?

    @Mia: Wenn man das Ganze nur auf die bunten Eier und den Hasen reduziert, hast du tatsächlich irgendwie recht..!

  3. Vorhin hast du ein Bild gepostet, wie die Welt ohne Religion aussähe. Mit dem World Trade Center. Nun, ohne Christentum hätten wir aber auch keine Filme wie Sister Act. Hm… mir gehen gerade die Argumente aus.

  4. Ich finde einfach, dass unsere jetztige Zeit einfach zu schnelllebig ist. Alles muss am Besten gestern fertig gewesen sein und man muss alles wissen, sonst wird man komisch angeguckt. Ich für mich finde da die Feiertage großartig, da sie einen zur „Ruhe zwingen“ – Man hat eh so selten mal Zeit sich auf sich und die Familie zu konzentrieren, weil immer nur lernen und arbeit im Kopf rumgeisteren. Daher genieße ich jede einzelne Minute, die ich mit der Familie zusammen verbringen darf.
    Und wenn dafür ein Feiertag notwendig ist nehm ich das sehr gern als guten Anlass dafür. Das ist wieder das schöne bei uns: Jeder so, wie er gerne mag! Das ist das wichtigste.

  5. Nachträglich noch: Ach Quatsch, wieso alleine fühlen? Es ist doch nur ein verlängertes Wochenende mit marginal besserem Fernsehprogramm… mit Kindern macht das vielleicht Spaß (also wenn man Kinder mag), so mit Eier verstecken und so.
    Aber ich finde, die Familie kann man an jedem anderen Wochenende noch besuchen – wo dann auch weniger Chaos auf den Straßen ist.

    Und ganz ehrlich: Wenn du im Vorfeld nicht mal drüber nachgedacht hast, dass es dir was ausmachen könnte, dann macht es dir ja offenbar nichts aus… lass dich nicht verrückt machen. Also für nächstes Jahr.

  6. Ich war Weihnachten allein, hatte mich kurz zuvor von meinen Partner nach zwei Jahren Beziehung getrennt. Und jetzt rückt Ostern langsam näher. Ich war es gewohnt Feste wie Ostern, Weihnachten oder Silvester als Familienfest zu feiern, davon blieb aber nicht mehr viel übrig. Wahrscheinlich werde ich Ostern auch allein sein, vielleicht brauch ich die Zeit zum nachdenken, den Kopf frei bekommen. Habe eine interessante Internetseite gefunden, die sich mit den Thema „allein an den Feiertagen“ befasst: http://www.dubist-nichtallein.de Ich wünsche allen und allen nicht so glücklichen Menschen, ein schönes Osterfest 2016

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.