Handy-Spam
Kleine Vorwarnung an jeden, der mich künftig mit unterdrückter Nummer anruft: Ich werde von nun an, wenn jemand mit unterdrückter Nummer anruft, in eine ruhige Ecke gehen und laut in den Hörer pfeifen. Mein Pfeifen ist gefürchtet und so kam es schon mehrmals vor, dass Personen tagelang über ein böses Fiepen klagten, nachdem ich lauthals bei Konzerten mitpfiff.
Ich habe gerade recherchiert und es scheint, als ob viele dieses Problem haben: Mit unterdrückter Nummer ruft jemand an, man geht ran und nach wenigen Sekunden ist die Verbindung wieder gekappt, ohne, dass sich jemand gemeldet hat. Die Theorien gehen von eifersüchtigen Ex-Liebhabern über Unternehmen, die einen das letzte Hemd ausziehen, wenn man abnimmt, bis hin zu der allerübelsten Sorte: Dem Callcenter.
Letzteres erschien mir, in einem Forum erklärt, recht plausibel: Ein Computer hat eine hohe Anzahl Nummern, die dieser automatisch hintereinander anruft. Wenn einer dieser verabscheuungswürdigen Kreaturen gerade frei ist, wird eine Leitung zu ihm durchgestellt und der Callcenter-Hobbit versucht ein Handyvertrag o.ä. aufzuschwatzen. Sollte keiner dieser inzestiösen Mongos Zeit haben, wird der Anruf einfach kurze Zeit wiederholt.
Mein Plan geht jetzt so: Ich werde nicht lang fackeln und der Person, sollte zufällig einer dieser armseligen Würmer von dem Großcomputer ausgewählt werden, einen dermaßen schlimmen Hörschaden zufügen, dass er oder sie, aus Ermangelung anderer Fähigkeiten, als anderen Menschen auf die Nerven zu gehen, bis zur Rente auf HartzIV dahinvegetiert. In der Hoffnung, dass dieser Mensch, der weit unter BILD-Redakteur, Frühstücksradiomoderator und Familienministerin steht, wirklich echte, körperliche Schmerzen zuzufügen, werde ich alles geben, was meine Lunge hergibt. Natürlich vorausgesetzt, ich sitze gerade nicht in einer Vorlesung, der Bahn oder in der Nähe kleiner Kinder.
Sollte mich also jemand in naher Zukunft anrufen, denkt daran, dass ich eure Nummer sehen will.
Sonst pfeift es.












