Ich unterstelle Computern, Periferiegeräten und anderen Haushaltsgegenständen eine künstliche Intelligenz, die nur dazu geschaffen wurde, um mich fertig zu machen. Ich meine jetzt nicht nur ein bisschen ärgern, ich spreche von einer Verschwörung, die es sich zum Ziel gesetzt hat mich in den Wahnsinn zu treiben, nicht ohne vorher mit dem Laptop Amok gelaufen zu sein.
Dinge haben zu funktionieren. Das ist ihre einzige Aufgabe. Sie müssen nichts anderes tun, als in Farbe zu drucken, eine Internetseite aufzurufen, eine telefonische Verbindung herzustellen, Staub aufzusaugen, oder schlicht und EINFACH AN ZU GEHEN!
Wenn ich das schon wieder sehe, wie dieser Regenbogenball des Todes anzeigt, dass der Rechner gerade überlegen muss, ob es das Textwerkzeug in Photoshop auswählen soll, oder nicht. Wie sich Balken für Balken die Internetverbindung aus dem W-Lan abbaut, bis auch der letzte Balken verschwunden ist und ich daraufhin den Airport aus- und wieder anstellen muss, um weitere 10 Minuten problemlos surfen zu können.
„Ey, Prozessor!“
„Yo, yo, yo, was geht ab, Airport?“
„Kleines Rennen gefälligst? Lass mal sehen wer von uns beiden schneller down ist. Auf die Plätze, fertig…“
„ERSTER!“
Wenn ich ein Objekt in sagenwirmal Photoshop von einer Ecke in die nächste bewegen möchte, soll dies unverzüglich passieren und nicht erst, wenn die obligatorischen 30 Sekunden Bedenkzeit um sind. Es ist ja dann nicht so, dass ich zu wenig Arbeitsspeicher habe. Auch sind die Dokumente selten so groß, als dass es ein Problem darstellen könnte. Auch die meisten Internetseiten würden selbst ein 56k Modem nicht ins Schwitzen bringen. Manchmal reicht es sogar nur irgendwo Text eingeben zu wollen und schon geht eine Zeit lang nichts.
Bevor jemand einen technischen Rat gibt: Ich weiß schon, dass mein Computer, der Staubsauger und der Milchaufschäumer gemeinsame Sache machen, also langweilt mich nicht mit technischen Schnick Schnack. Ich höre sie doch flüstern, wenn sie glauben, dass ich nicht im Raum bin…