Evolutionstag statt Christi Himmelfahrt
Nein, keine Angst, ich will nicht wieder eine religiöse Diskussion vom Zaun brechen, in dem später mit Heugabeln und Fackeln bewaffnete Chirsten brennende Kreuze in unseren Hof legen. Ich will nur auf einen sehr vernünftigen Vorschlag hinweisen, der mir selber schon seit längerem im Kopf herumspukt: Einfach mal ins neue Jahrtausend ankommen und den Tatsachen ins Gesicht sehen, dass kaum jemand, der sich über chistlich organisierte Freizeit freut, überhaupt weiß worüber sich gerade gefreut wird.
Und weil einer der Lieblingsargumente der argumentationsschwächeren Gläubigen der Vorwurf sei, man freue sich auch über die christlichen Feiertage, für Festangestellte mit lautem Nicken bekräftigt werden kann, passen wir doch die Situation an und stellen Feiertage für den konfessionslosen Drittel (zzgl. den Christen, die nicht bedingungslos an die Himmelfahrtsgeschichte glauben) auf.
Für die Umbenennung von Christi Himmelfahrt in Evolutionstag spreche, so Schmidt-Salomon, dass die Mehrheit der in Deutschland lebenden Christen nicht mehr „an das Glaubensdogma der leiblichen Auffahrt Jesu in den Himmel“ glaube. Außerdem müsse endlich auch das konfessionsfreie Drittel der Gesellschaft berücksichtigt werden, dem aus Fairnessgründen ein Drittel der gesetzlichen Feiertage zustehe. „Davon sind wir noch meilenweit entfernt!“, kritisierte Schmidt-Salomon. „Die Umbenennung von Christi Himmelfahrt in Evolutionstag wäre ein erstes Anzeichen dafür, dass dieser Staat in seiner Feierkultur nicht nur gläubige Christen respektiert, sondern auch die vielen Millionen Bundesbürger, die eine dezidiert säkulare Weltsicht vertreten.“
Mehr Infos (Bitte nicht das Video anschauen. Es ist grausig)
via Malte auf Facebook









Ein Drittel der bundesweiten gesetzlichen Feiertage sind keine christlichen Feiertage – wie passend für ein Drittel der Gesellschaft.
Die Anderen sind Feiertage christlichen Ursprungs und haben dementsprechend deren Namen, aber inzwischen weniger aus Ideologie sondern mehr aus historischen Gründen.
Ich glaube ehrlichgesagt außerdem, durch einen „Tag des Bieres“ würden sich mehr Leute vertreten fühlen, als durch einen Evolutionstag.
(Ich habe vor längerer Zeit selbst was dazu geschrieben, auch zu diesem Thema, hab es oben als meine Webseite verlinkt – nicht vom Titel irritieren lassen, der ist absichtlich provokativ).