Portugal FAQ (2)

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Kaum zu glauben, dass die Kleine und ich vor einer Woche in Deutschland gelandet sind. Es ist, als wären die Flitterwochen in einem anderen Leben gewesen. Zeit also für den zweiten Teil der „Frequently Asked Questions“ über Portugal.

Nachdem die Kleine und ich vier Tage Lissabon erkundigten – und auch wirklich viel Spaß hatten, auch wenn es vielleicht nicht so klang – mieteten wir uns ein Auto und roadtripten durch Portugal richtung Algarve, welches sich übrigens (für alle Erdkunde-Amöben wie ich es bin) im Süden Portugals befindet.

Kommen wir nun zu weiteren häufig gestellten Fragen, die die Kleine und ich vor unserem Urlaub stellten.


Ich will in den wärmsten Monaten des Jahres, Juli und August, an die Algarve. Was kann ich dort machen?
Die Algarve ist klimatisch etwas anders, als Deutschland. In erster Linie ist es in diesen Monaten heißer als in einem Bärenarsch. Also ist erst einmal schwitzen die Hauptbeschäftigung. Und trinken. Und über die Hitze fluchen, wenn man hautmäßig eher so der nordische Typ ist. Wenn man das alles hinter sich gebracht hat, ist es Zeit die Gegend zu genießen, denn davon hat die Algarve mal so richtig viel. Gerade in diesen Monaten empfiehlt es sich allerdings schleunigst ans Meer zu fahren. Und das hat es wirklich in sich!

Unzählige Buchten, die man teilweise für sich ganz alleine hat, teilweise mit Hundertschaften anderer Touris teilen darf, wunderschöne Strände, die manchmal so lang sind, dass man das Ende nur deswegen erahnt, weil sich wieder einmal eine Klippe in die Höhe schiebt. Das Wasser ist zwar so kalt, dass mein Penis eingefroren ist, als es sich in die Bauchhöhle zurückziehen wollte, aber nach einer Weile gewöhnt man sich daran und freut sich, dass es endlich mal eine Erfrischung gibt.

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Wie finanziert sich Portugal eigentlich?
Portugal wurde von Vodaphone gekauft. Wohin man auch schaut: Vodaphone (sogar hier im Blog!). Vodaphone-Plakate, Vodaphone-Autos, Vodaphone-Strandaschenbecher, Vodaphone-Rettungsschwimmerhütten, Vodaphone-Sonnenschirme, Vodaphone-Straßenlaternen, Vodaphone-Handys, Vodaphone-Wolken, Vodaphone-Strandmuscheln usw.. Demnächst soll Portugal noch in Vodaphone umbenannt werden. Also vergesst nicht wo ihr es zuerst gelesen habt.

Und was ist mit den ganzen Burgen und Ruinen?
Wenn Portugal etwas im großen Stil drauf hatte, dann Burge bauen. Scheinbar jede Stadt und sei sie noch so klein, hat eine Burg, oder zumindst eine Ruine, die im Umkreis von zig Kilometern angepriesen wird. Tatsächlich war die Burglastigkeit einer der Hauptgründe, warum ich nach Portugal wollte. Ich wollte eine Burg sehen und glaubt mir, ich habe wahrscheinlich mehr Burge zu Gesicht bekommen, als der Durschnittsportugiese.

Dabei ist der Zustand der Burg von einem Haufen Steine, bis zu einer Mega-Burg, die sogar noch Straßen und Häuser beherbergt. Für Burgenliebhaber ist Portugal quasi eine Star Trek Convention der Burge.

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Ist in Portugal wirklich alles billiger?
Wer hat eigentlich dieses Gerücht verbreitet? Zugegeben: In den größeren Städten der Welt muss man sowieso mit Touristenaufschlägen rechnen, aber das ist noch lange kein Grund bis zu 18€ für Sonnencreme zu verlangen! Noch einmal: 18€ für Sonnencreme, in einer Gegend, in es durchschnittlich 300 Sonnentage gibt. Ich wiederhole: Sonnencreme ist bis zu 300% teurer als im guten DM-Markt.

Aber nicht alles ist überlächerlich teuer. Nahrungsmittel, sofern sie nicht aus anderen Ländern importiert werden müssen (normales deutsches Graubrot in einem Supermarkt für 4,55€ gesichtet), schwanken zwischen einem gesunden Geht-so-Bereich und einem Huch-das-ist-aber-günstig-Feeling. Überraschend sind die Wasserpreise: Für einen 5 Liter Kanister zahlt man zwischen 50 und 70 Cent. Da hat der Portugiese dann doch wieder mitgedacht!

Berliner und andere dönerverwöhnte, zwischensnackverschlingende Deutsche müssen sich an das Stullenschmieren gewöhnen, wenn sie das putzige kleine Land links neben Spanien erkunden wollen. Kleine Snackbuden sind ungefähr so rar gesäht, wie zurückhaltende Engländer mit einer gesunden Bräune, an den Stränden der Algarve. Und sollte man doch seltsamerweise über eine Snackbude stolpern, wird für ein (zugegebenermaßen überleckeren) Falafel bis zu einem Euro mehr verlangt als in ye goode old Germany.

Im nächsten Teil kommen wir zu einem Städtevergleich und nützlichen Links. Aber jetzt muss ich erstmal duschen, denn das Schreiben über das warme Wetter scheint sich auf die heimische Butze auszuweiten.

Vorher: Portugal FAQ (1)

7 Antworten auf „Portugal FAQ (2)“

  1. Auf Sardinien ist es mit der Sonnencreme gleich. Die Sonnencreme mit LSF 2 oder 6 kostet nur ein paar Euro; die Sonnencreme für Bleichgesichter in sardischen Gegenden (LSF 30) kostet 15 Euro…

  2. *klugscheiß* richtig übersetzt müsste man ja auch „der Algarve“ sagen, denn es heißt „der Westen“ aus dem Marokkanischen(?). */
    Und weil ich weiß, wie heiß es da im Sommer ist, fahre ich erst im September.

  3. Ach wirklich? Und ich dachte es heißt „Die Algarve“ von „Die Gegend“ abgeleitet!

    Man lernt ja nie aus. Dann wünsche ich aber sowas von viel Spaß dort! Im September soll es tatsächlich sehr anständige Temperaturen geben.

  4. Danke. Ich hatte ja auf wärmeres Wasser gesetzt, aber was du so schreibst, scheint das nicht der Fall zu sein :)

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