When you look @ yourself…

Für heute habe ich die Arbeiten an meiner Magisterarbeit eingestellt und mit jedem Tag mehr, der ins Land verstreicht, steigt meine Spannung, wie ich es am Ende wohl hinbekommen könnte, dass der Gesamttext ein Minimum an Stringenz aufweisen wird… Oder sagen wir: es soll doch irgendwie „rund“ werden. Huch, schon wieder… Ja, ich schreibe über Metaphern und das im Besonderen über diejenigen, die wir heute für gewöhnlich nicht mehr als solche erkennen.

Aber ich will mich nun nicht weiter mit diesem Thema belasten, sondern lieber etwas über das Lied schreiben, dass gerade eben auf meiner Playlist aufgetaucht ist. Dazu muss man wissen, dass meiner einer absolut keinen Textfetisch sein Eigen nennt. Solange mich der Rhythmus anspricht und die Melodie ins Ohr geht, können Mann / Frau meistens auch gerne über das Wetter in Timbuktu singen. Es würde mich nicht stören, geschweige denn vom Zuhören abhalten. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel und genau eine solche Ausnahme waren Archive, als sie beim Tanzen zum ersten Mal ihren Weg in meine Hirnwindungen fanden. Die reduzierte musikalische Begleitung zu Beginn machte es einem unmöglich, die Textzeilen nicht zu verfolgen und beide zusammen verschmolzen an diesem Abend in Bewegungen, die sich schließlich in eine Manie steigerten. Irgendwie hab ich die Bilder tatsächlich noch recht plastisch vor Augen…

Niemand aus der damaligen Begleitung konnte meine Frage nach Titel und Interpret beantworten und auch meine ersten Rechercheversuche führten mich seltsamerweise zu den Beltones und Discipline. Beide mit Sicherheit nicht die schlechteste Wahl, vor allem, wenn man Punk und Hardcore nicht abgeneigt ist… Aber eben nicht Archive.

Wie ich ihn dann schließlich gefunden habe, weiß ich leider nicht mehr, doch seither hat ‚Fuck You‘ seinen Platz in meinem musikalischen Herzen gesichert und das vor allem wegen solch epischen Zeilen wie

When you look at yourself do you see what I see? If you do, why the fuck are you looking at me?

… Sowas kann bestenfalls die Bloodhound Gang toppen.

I’m not black like Barry White, no I’m white like Frank Black is…

Kurzer Scherz.

Aber genug geredet…

3 Antworten auf „When you look @ yourself…“

  1. Ich freu mich ja immer andere Archive Leute zu finden. Der von dir verlinkte Song war auch meine Einstiegsdroge – klasse Song.

    Als nächstes würd ich dann auch gleich… Nein, ich fang jetzt nicht an all die genialen Archive Songs aufzuzählen (wobei „Again“ wirklich wirklich wirklich super ist http://bit.ly/2077w (16 Minuten die sich lohnen)…oder Get out, oder Lights… oder oder oder… Gut, jetzt hab ich es doch gemacht, versuch mal die Alben „You all look the same“ oder „Noise“ anzuhören.)

    Aber naja, die Band ist im Oktober in Berlin. :)

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