Warum sind Sie gegen Internet-Zensur?

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(Jetzt kann ich endlich dieses Bild verbloggen! Symbolträchtiger geht es doch wohl kaum. Für die Nicht-Portugiesen unter euch: Frei übersetzt heißt es „Lobos kleine Tür“)

Ich wollte gerade diesen Beitrag mit „Man kann ja von Sascha Lobo halten was man will, aber…“, aber das ist noch ausgelutschter, als die Frage warum ich für Kinderpornografie bin, wenn ich mich ausversehen mit jemanden unterhalte, der das Auffassungsvermögen eines Pantofeltierchens hat, während er nachplappert was ihm BILD-Zeitung & co vorgesetzt haben, nämlich: Die von der Leyen Uschi will doch so gerne das Internet kinderpornofrei machen. Und ich bin ihre stumpfe Idee einer Sperrung der Seite.

Wie soll ich noch länger gegen den Drang ankämpfen solchen Menschen nicht mit einem echten Stoppschild solange auf den Schädel zu hauen, bis er Onkel schreit? Vielleicht ausnahmsweise mit einem echten Sascha Lobo Zitat?

Seit kurzem ist klar, dass es offenbar eine dreistellige Millionensumme kostet, die Zensur-Infrastruktur aufzubauen. Doch dafür könnte man eine Lösch-Task-Force mit 500 Leuten zehn Jahre lang bezahlen, die Kinderpornografie aufspürt, Server-Betreiber kontaktiert, die alles recherchiert – und wir haben sogar noch Geld, um First Class zum ersten Server zu fliegen und den zu beschlagnahmen.

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Dieser Beitrag hat unter Bloggern wahrscheinlich den Wert eines Katzenbildes, weil man sich schon so lange mit dem Thema (und Sascha Lobo) auseinandergesetzt hat. Freiwillig, wie auch unfreiwillig. Ich wünsche mir aber so leidenschaftlich, dass die Personen, die meine Nerven mit ihren Pseudoargumenten strapazieren, dieses Blog lesen und mich einfach nicht mehr mit diesem süffisanten Grinsen/überheblichen Kopfschütteln anschauen, während sie gleichzeitig vorwurfsvoll nachfragen, warum ich Kinderponografie nicht schlimm finde.

6 Antworten auf „Warum sind Sie gegen Internet-Zensur?“

  1. ich weiß ja, dass du auch vom spiegel nicht allzu viel hälst… aber irgendwie ist dann an der letzten titelstory doch etwas dran: natürlich ist es quatsch, stopschilder aufzustellen, die man innerhalb von wenigen sekunden umgehen kann, aber ein komplett rechtsfreier und anarchischer raum sollte das netz dann doch nicht sein (s. dogshit-girl oder virtuelles mobbing unter schülern). die frage ist dann letztlich, wie und vor allem wo setzt man an… vielleicht einfach mal einen blick nach china werfen. ;o))

  2. Herr Bunge!

    Sie erwähnen zu oft den Begriff „Kinderpornografie“ in ihrem Weblog. Wir werden sehen was Uschi und Wolle davon halten.. ;)

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