„…und negative Werbung ist tatsächlich auch mal gute Werbung“

Wenn es eins gibt, was nervenaufreibender ist, als jemand, der in seiner Freizeit „auch mal gerne selbst designt“, dann ist es der selbst ernannte Werbeexperte. Irgendwann vor unzähligen Jahren muss ein verkappter Marketingfuzzi mit süffisanten Lächeln ein Selbsthilfebuch in die Welt gerotzt haben, das den Titel hatte „Auch schlechte Werbung ist gut fürs Image und lässt die Absatzzahlen steigen“. Dummerweise wurde dieses Buch von „Marketingexperten“ zur Brust genommen und wird immernoch beschworen.

Vielleicht braucht es auch ein aktuelles Ereignis, wie das des Sportmittelherstellers Jako vs Trainer Baader, um den Hobby-Werbepsychologen zu zeigen, dass man C-Promis, die sich sogar über schlechte Schlagzeilen freuen (sind ja auch mal Schalgzeilen) und die echte Welt nicht miteinander verwechseln sollte:

Auch die Fans von Eintracht Frankfurt bekommen die Sache mit – dort ist Jako seit Jahren Ausstatter. Im Fan-Forum laufen über 120 Kommentare zum Thema auf, dann wird die Diskussion so heiß, dass keine neuen Einträge mehr erlaubt werden. Und die Eintracht-Fan-Seite „Blog G“ schreibt: „Vielleicht denkt der Kunde daran, wenn er beim nächsten Mal im Shop vor der Entscheidung steht, 70 Euro für ein Trikot der Eintracht mit dem Logo der Firma Jako auszugeben.“

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Nichts zu danken, liebe Werbekenner.

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