Stellungnahme von Eva Schweitzer zur Blog-Abmahnung

Abmahnungen mit Happy-End scheinen vielleicht zum Trend zu werden. Das liegt allerdings nicht daran, dass die Welt eine bessere wird. Im Gegenteil: Wenn sogar Taz-Autoren anfangen auf die kleinen Harmlosen einzudreschen, weiß ich gar nicht mehr, ob ich mich noch trauen werde auf die Straße zu gehen, aus Angst, dass ich von einem wütenden Rudel Hamster verprügelt werde.

Eva Schweitzer mahnte eines meiner Lieblingsblogs ab, weil Phillip von den noms einen Ausschnitt eines ihrer Artikel verwendet hat, um Sympathie für sie auszudrücken. Frau Schweitzer hatte nun aber unglücklicherweise ein paar Monate später eine Firma beauftragt nach Seiten zu schauen, die widerrechtlich ihre Texte verwenden. Die wiederrum stießen auf das nichtkommerzielle Blog, das nicht nur kein Geld mit dem Ausschnitt verdiente, sondern sogar noch Werbung für Frau Schweitzer machte. Das Ende vom Lied: Phillip wurde abgemahnt, aber durch die unendliche Güte Frau Schweitzers wurde er wieder „vom Haken gelassen“, wie sie so schön sagt.

Johnny hat nun ihre Stellungnahme veröffentlicht, die ich mich nicht traue zu zitieren. Ehrlich, das ist kein Spaß: Ich traue mich wirklich nicht, denn ich traue Frau Schweitzer nicht. Die Art und Weise wie sie sich zu der Situation äußert, lässt sie nicht unbedingt nett erscheinen, wenn ich das so sagen darf. Darf man so etwas eigentlich sagen? Also jetzt rechtlich?

Stattdessen zitiere ich Johnny. Johnny ist ein netter Mensch und ich bin mir sicher, dass er mich nicht abmahnt, wenn ich meine Lieblingsstelle hier bringe:

Liebe Frau Schweitzer, Ihre offensichtliche Neigung zur Selbstüberschätzung in allen Ehren, aber Sie haben anscheinend noch keine „große, große Aufregung“ erlebt. Die Sache war doch im Grunde nach wenigen Stunden – glücklicherweise und durch Ihr Einlenken – durch. Das hier ist nur der Bonus-Track.

Aber ist ja alles nochmal gut gegangen. Irgendwie…

NACHTRAG
Es ist nicht nochmal gut gegangen. Eva Schweitzer hat beschlossen den armen Phillip nicht vom Haken zu lassen. Statt dessen soll er für jede E-Mail, die sie „bearbeiten“ soll 10€ an eine gemeinnützige Organisation ihrer Wahl bezahlen. Ich schließe hier lieber die Kommentare. Frau Schweitzer macht auf mich den Eindruck, als würde sie nicht lange zögern, bevor sie schießt.

Schade, die Taz ist auch nicht mehr das was es mal war…