(Unver-)käufliche Blogger
Vor ein paar Wochen schrieb mich eine Agentur an, mit der Bitte für eine Aktion zu werben. Das passiert schon ab und an. Meistens lehne ich dankend ab. Manchmal ist aber etwas dabei, das ich interessant finde und dafür lasse ich mich gerne „kaufen“. Was aber im Preis nicht inbegriffen ist, ist meine Meinung: Wenn ein Produkt scheiße ist, dann muss damit gerechnet werden, dass ich es auch so schreibe. Das besagte Unternehmen gehörte dazu. Für meine (wohlwollende) Meinung hätte es dann immerhin einen 20€-Gutschein von Amazon gegeben. Soso..
Es scheint der Gedanke üblich zu sein, dass man ja wohl erwarten kann, dass ein kleiner Blogger überhaupt froh sein kann, dass man auf ihm aufmerksam geworden ist. Wenn der Blogger dann auch noch ein Gerät ausprobieren, oder gar behalten darf, muss doch wohl mindestens ein Lobgesang drin sein. Solche Unternehmen müssen mit einem verbalen Mittelfinger meinerseits rechnen.
Da diese Praxis scheinbar zunimmt, möchte ich für einen befreundeten Journalisten einen kleinen Aufruf starten. Er sucht:
1. Blogger, die schon mal handfeste Angebote von Unternehmen/Werbeagenturen bekommen haben, positiv über bestimmte Angebote/Produkte/Dienstleistungen zu schreiben
2. Menschen, denen schon mal eine offensichtlich manipulierte Bewertung im Netz aufgefallen ist. (z.B. lobhudelnde Selbstbewertung bei eBay, amazon. Konkurrenten schlecht machen bei ciao.com oder Google Maps.)
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann wird das Ganze in einem Fernseherbeitrag enden. Es wäre schön, wenn sich der eine oder andere dazu äußern könnte. Dass sich an der Praxis deswegen etwas ändern würde, wäre nicht gesagt. Aber wenigstens würde ein Signal gesetzt werden..









… kann sich gerne mal melden.