Turm tour Turm – Berlin/Paris mit dem Fahrrad (1)




Strecke mit Komoot geplant und OpenStreetMap zusammengeklöppelt

Knapp 1200 Kilometer durch Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich liegen vor mir. Wäre eine imposante Zahl, wenn ich zwei Jahre jünger wäre. 2011 bin ich noch über Dänemark nach Kiel gefahren und habe den ersten Punkt meiner Bucketlist abhaken können: Einmal mit dem Fahrrad ins Ausland fahren. Punkt zwei auf der Liste wird Ende Juni gestrichen werden: Über 1000 Kilometer mit dem Fahrrad fahren. Bevor ich nach Dänemark fuhr erschien mir dieser Punkt unmöglich, aber nun weiß ich es besser: Damals bin ich in zwei Wochen (inklusive 3 Ruhetagen) vollkommen untrainiert 758 Kilometer gefahren und habe es überlebt. Diesesmal gehe ich vorbereitet an das Projekt und bilde mir ein 400 Kilometer mehr in derselben Zeit zu schaffen.
(Ich werde noch voller Hass an diese Worte denken. Da bin ich mir fast sicher…)

Die Route Berlin –> Paris habe ich vorläufig auf Komoot erstellt, werde mich aber noch mit der wunderbaren Welt der GPS-Geräte und Notrufnummern auseinandersetzen, da ich die Navigationsfähigkeiten einer tauben Fledermaus habe.

Den Rückweg werde ich dann im Flugzeug zurücklegen. Wenn alles gut geht, dann mit der Kleinen, die mich am Eiffelturm begrüßen wird. Und hier kann ich das Nützliche mit dem Schönen verbinden, denn wie es der Zufall so will, habe ich eine Anfrage von Expedia erhalten, ob ich nicht auf ihre Dienste hinweisen könnte. In diesem Fall mache ich das sogar sehr gerne, da eine kurze Recherche ergeben hat, dass die Kleine tatsächlich kostengünstig von Berlin nach Paris fliegen kann, mir ein Beutel Croissants, eine Karaffe Milchkafee und ein paar Weinbergschnecken vor die Füße werfen kann, wenn ich endlich das Ziel erreicht habe. Chapeau, mes amis!

Über den Rückweg möchte ich jetzt allerdings (noch) nicht nachdenken. Wichtiger ist erstmal eine amtliche Planung, denn ich werde mit Sicherheit sämtliche lebenswichtige Utensilien vergessen, wenn ich es nicht immer wieder aufschreibe und vor Augen halte. Und da ich vermute nicht der einzig verplante Fahrradfahrer zu sein scheine, lasse ich euch gerne an meine Planung teilhaben.

Die Route habe ich absichtlich so gewählt, dass ich so wenige Höhenmeter wie möglich habe. Es gibt sicherlich kürzere Wege und ganz bestimmt auch schönere, aber bei knapp 17 Kilo Gepäck (ich möchte 3 Kilo zur vorherigen Tour sparen) sind voraussichtliche Steigungen bis zu 10% schon mehr als genug.

Vorläufige Gepäckliste (Ergänzungen bitte in die Kommentare):

  • Drei Shirts
  • Unterwäsche für sechs Tage
  • Ersatzradlerhose
  • Regenhose
  • Regengamaschen
  • Regenjacke
  • Ein Paar Shorts (Alltag)
  • Eine lange Hose (Alltag)
  • Ein Paar Schuhe (Alltag)
  • Zwei T-Shirts (Alltag)
  • Ein Pullover
  • Einmannzelt
  • Leichter Schlafsack
  • Isomatte
  • Alu-Kochtopf
  • Ein Teller
  • Eine Tasse
  • Campingbesteck
  • Alutrinkflasche
  • Taschenlampe
  • Buch
  • Handyladekabel
  • Leatherman
  • Reisewaschmittel
  • Spülmittel
  • Vaseline
  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Duschgel
  • Sonnencreme
  • Pflaster
  • Campinghandtuch
  • Multitool
  • Luftpumpe
  • Ersatzschläuche (5)
  • Schlauchflickzeug
  • Kartenmaterial

Mit freundlicher Unterstützung von Expedia

UODATE
Auf dieser Seite fasse ich alles nochmal zusammen: Route, Gepäck und weitere Vorbereitungen.

8 Gedanken zu „Turm tour Turm – Berlin/Paris mit dem Fahrrad (1)“

  1. Fünf Ersatzschleuche! Das klingt eher nach einer Tour: 1000km über ein Glassscherbenfeld. 2 reichen doch. Ansonsten kannste ja auch unterwegs noch nen Ersatz kaufen, wenn die knapp werden. Ich kann das Garmin Montana empfehlen. Feines Teil.
    Viel Spass

  2. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob fünf Schläuche reichen. Wer mich kennt, wird in schallendes Gelächter ausbrechen, weil ich so optimistisch bin.

    2012 in Zahlen: 14 platte Reifen. Davon 3 bei meiner Schwalbe. 2 selbstverschuldet (bin Glasscherben nicht ausgewichen), 1 fremdverschuldet (Kind ausgewichen und durch Glasscherbe gefahren), 2 plattgestochene Reifen, 1 durch abgesplittertes Metal, das zu klein war, als dass man es hätte sehen können und die restlichen 5 sind bis heute nicht aufgeklärt…

  3. eine Rolle Klopapier würde ich auf jeden Fall für Notfälle noch mitnehmen, alternativ 1-2 Päckchen Papiertaschentücher.

  4. Großartig! Bei mir steht dieses Jahr eine Alpenüberquerung mit dem Rad an. Im Inventar fehlt allerdings noch „Sattelcreme“ – die ist weniger für den Sattel, als für den Allerwertesten gedacht. Empfehlen kann ich dir Xenofit Second Skin. Dann wird nichts mehr Wund.

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