Le Tour des Tours – Mit dem Fahrrad von Berlin nach Paris (Route und App Empfehlungen)

Le Tours Des Tours

Dieser Beitrag wird vermutlich etwas länger laden, da ich hier sehr infaltionär mit iframes um mich werfe. Bitte um Geduld…

Die Route nach Paris habe ich mindestens drölfmal angefangen, verworfen und wieder neu angefangen. Die folgende Route ist also bis zu meiner Ankunft in Paris ohne Gewähr. Sie erscheint mir gerade die schlaueste Route zu sein, da ich weniger Höhenmeter zu bewältigen habe, als wenn ich direkt fahren würde. Allerdings hielt ich es auch mal für eine schlaue Idee vor einem Halbmarathon drei Red Bull Shots zu trinken. Das Resultat war ein brennendes Dixieklo und kolibriartiges Herzrasen.

Für die Planung und spätere Aufzeichnung der Route habe ich mich für den Dienst Komoot entschieden (die mich freundlicherweise mit dem Komplettpaket der Regionen ausgestattet haben, aus Angst, dass ich mich an einer Karte aus Papier schneide und in der Wildness verloren gehe). Die Kombination aus App und Website erleichtert die Planung und spätere Navigation enorm.

Neben Tourenvorschlägen (sowohl mit dem Rad, als auch zu Fuß) kann man sehr einfach seine eigene Tour planen. Ich gebe zu, dass ich anfangs enttäuscht war, dass es nicht möglich ist einfach vom Ausgangspunkt Berlin mit einem Mouseklick die Route zum Eiffelturm planen zu lassen. Hinterher ergab es dann doch Sinn: Erstens ist Komoot nicht auf so weite Touren ausgelegt und zweitens hätte ich die Übersicht verloren und die Flexibilität wäre flöten gegangen. So habe ich insgesamt 13 Touren geplant, die ich jederzeit auch einzeln anpassen kann.

Ein weiteres Plus für Komoot ist die Möglichkeit die App auch offline zu nutzen. Man hat die Wahl einzelne Regionen zu kaufen, als auch das Gesamtpaket, in dem momentan halb Europa befindet. Man arbeitet noch an der anderen Hälfte, aber für den größten Teil meiner Tour ist die Übersicht ausreichend. Die Zusammenstellung der einzelnen Regionen erweist sich allerdings als aufwändige Recherchearbeit. Weiterhin sind die Regionen mitunter so groß, dass ich leider nicht zu Beginn meiner Reise sämtliche Regionen aufs Handy laden kann. Ein weiteres Problem hat sich noch aufgetan: Die Regionen bis Holland sind alle herunterladbar, ab Belgien poppt leider eine Fehlermeldung auf. Ich werde von dort aus vermutlich auf die App Navi2+ zurückgreifen, um mich irgendwie durchzuschlagen. Auch dort sind die Karten offline nutzbar, allerdings gehen die ganzen Vorteile von Komoot flöten (Routenvorschläge, Fahrradprofil…)

Natürlich habe ich auch die Fahrrad-App von Runtastic Road Bike ausprobiert, allerdings hat die gleich am Anfang enttäuscht: Anders als bei Komoot werden Offline Karten nicht in Regionen zum Download angeboten, sondern Kartenausschnitte, die beim Raus- und Reinzoomen gleich anzeigen wie groß die Datei wird. Fantastische Idee, die mich beinahe überzeugt hätte, wenn sie auch funktioniert hätte. Gleich zu Beginn einer geplanten Tour, wurde mir die Karte offline nicht angezeigt. Ich musste also wieder online gehen. Was aber noch schlimmer ist, ist die fehlende Ansage, wann ich wo abzubiegen habe. Runtastic scheint von dem Fahrradfahrer zu erwarten, dass man ständig einen Blick auf das Handy hat. Und nicht auf den Verkehr. Man kann die App allerdings dennoch getrost herunterladen, da man so günstig nicht an ein so hübsches Tachometer kommt und die gesammelten Daten für Zahlenfetischisten ein Fest sind.

Zurück zur Route Berlin-Paris. Einen Überblick über die gesamte Strecke, in geschätzten Tagestouren, sehen wir hier:

Tag 1

Tag 2

Tag 3

Tag 4

Tag 5

Tag 6

Tag 7

Tag 8

Tag 9

Tag 10

Tag 11

Tag 12

Tag 13

Leider reicht die Reichweite von Komoot nicht ganz bis zum Eiffelturm, weswegen der 13. Tag etwas „verstümmelt“ aussieht. Ich denke aber, dass ich von dort aus schon den Eiffelturm finden werde.

9 Gedanken zu „Le Tour des Tours – Mit dem Fahrrad von Berlin nach Paris (Route und App Empfehlungen)“

  1. Hach, Recht hast du. Ich habe schon angefangen und den Artikel seit Wochen zur Hälfte fertig. Leider ist der Schweinehund in der Überzahl und ich schaffe die zweite Hälfte nicht. Noch nicht. Kommt noch!

    Zusammengefasst lässt sich aber sagen: Hat alles sehr gut geklappt. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, auf die ich demnächst eingehe..

  2. Ich plane das selbe, allerdings ab Hannover. Abfahrt soll Anfang August sein.
    Ich habe ein Singlespeed (Bulls Recreation Ground) und bevorzuge daher nur gute, befestigte Wege. Vom Schlauchwechsel und Flicken hab ich allerdings keine Ahnung.
    Ich werde diese Woche mit der Planung loslegen.
    Hat bei dir alles gut geklappt? Hab den Fazit – Artikel bereits gesucht, jedoch nichts gefunden.
    Bin ich blind?

    1. Hallo Lara,

      aus irgendeinem Grund häufen sich in letzter Zeit die Fragen nach dem Fazit und ich versinke immer tiefer in meinem schlechten Gewissen. Tatsächlich habe ich es in den zwei Jahren nicht geschafft den Artikel zuende zu schreiben, den ich als Fazit begonnen habe. Ich nehme deinen Trip jetzt mal als Anlass das zu ändern und mich endlich dranzusetzen!

      Viel Glück auf deinem Trip und Hut ab für den Mumm mit einem Single Speed zu fahren!
      Ich hatte ein paar Wochen nach meiner Rückkehr jemanden kennengelernt, der von Berlin aus mit einem Fixie(!) nach Paris gefahren ist. Es muss immer Leute geben, die übertreiben! :)

      Was Schlauchwechsel und Flicken angeht, kann ich dich beruhigen:
      – Es ist wahnsinnig einfach und schnell zu lernen. Schau dich vorher bei Youtube um. Mit ein bisschen Übung wechselst du den Schlauch in 5-10 Minuten.
      – Gute und befestigte Wege gibt es en masse, wie der Franzose so gerne sagt. Allerdings führen ein paar davon über Bundesstraßen und einmal bin ich aus Versehen auf einer Autobahn gelandet. Das ist nicht zu empfehlen!

      In den letzten zwei Jahren hat sich Komoot extrem gut entwickelt. Sowohl zur Navigation, als auch zur Planung der Tour ist es sehr zu empfehlen. Du kannst auch eingeben, dass du nur befestigte Straßen nutzen willst.

      Mehr dazu, wenn ich ENDLICH dazu komme das Fazit zu schreiben!

  3. Guten Tag,
    Ich plane so ziemlich die selbe Tour, nur das ich in Leipzig starte. Da wollte ich mich mal ein wenig erkundigen. Meine Fragen:
    War die Strecke durchgehend Rennrad tauglich ?
    War deine Strecke so Fahrbar wie Du sie geplant hast ?
    Wie war die Orientierung in Belgien/Niederlande/Frankreich ?
    Wie war die findung von Unterkünften im Ausland, falls du nicht nur im Zelt geschlafen hast?
    Und ist es empfehlenswert die selbe Strecke zu fahren ?

    1. Hi,

      und wieder einmal werde ich daran erinnert, dass ich die Zusammenfassung noch nicht geschrieben habe. Shame on me!
      Also, zu deinen Fragen:
      „War die Strecke durchgehend Rennrad tauglich ?“
      Ja und nein. Es kommt darauf an inwieweit du es dir zutraust auch mal über Waldwege mit dem Rennrad zu fahren. passiert jetzt nicht so häufig, aber du weißt ja sicher wie es ist!
      Inzwischen habe ich mir für meine nächste Tour, die vermutlich landschaftlich ähnlich sein wird, ein neues Fahrrad (Fuji Tread 1.3) und würde damit keine Probleme erwarten, da die Reifen etwas breiter sind.

      „War die Strecke durchgehend Rennrad tauglich ?“
      Größtenteils ja. Damals war Komoot war nicht so ausgereift, wie heute und ich wurde einmal in einen Wald geführt, wo ich einen alten, zugewachsenen Mountainbike fahren sollte. Bergauf. Sehr bergauf. Ansonsten war die Strecke angenehm.

      „Wie war die Orientierung in Belgien/Niederlande/Frankreich ?“
      Ich empfehle gerne die Scout App um weltweit offline zu navigieren. Komoot hat es inzwischen auch gut abgedeckt, aber sicher ist sicher!

      „Wie war die findung von Unterkünften im Ausland, falls du nicht nur im Zelt geschlafen hast?“
      Sehr gut! So gut, dass ich sogar seltener im Zelt geschlafen habe, als ursprünglich geplant. Würde ich den Trip noch einmal machen, würde ich wahrscheinlich sogar auf das Zelt verzichten.

      „Und ist es empfehlenswert die selbe Strecke zu fahren ?“
      Ich denke oft darüber nach die Strecke noch einmal zu fahren, weil ich sie gerne bewusster aufnehmen würde. Ich bin mit einem 19kg schweren Rad und weiteren 25kg Gepäck losgefahren, weil ich Angst hatte etwas zu vergessen. Das nächste Mal werde ich mir mehr Zeit nehmen und ein wenig die Landschaft genießen (überall außer Belgien. Die Strecke war unfassbar hässlich. Beeile dich da durchzukommen, oder du wirst depressiv!).

      1. Ich danke dir für deine Antworten. Habe aber noch ein paar fragen die mich interessieren und zwar:
        Wie viel hast du so im Durchschnitt pro Übernachtung bezahlt? Ich persönlich möchte nur in Unterkünften schlafen und würde gerne mal wissen wie viel Geld ich ungefähr einplanen muss.
        In was für Unterkünften hast du geschlafen waren das mehr Hotels oder Jugendherbergen ?
        Und wie hast du dich im Ausland verständigt ? Nur mit englisch oder kannst du französisch ?

        Danke !

      2. Hey Constantin,

        entschuldige, ich habe deinen Kommentar leider ganz übersehen. Ich hoffe, ich komme nicht zu spät! :)

        Ich denke, ich habe durchschnittlich 40-50€ bezahlt und bin mal in billige Autobahnhotels (IBIS Budget) abgestiegen, oder in kleine Hotels und Gasthäuser, abseits der großen Straßen. Bis auf eine Ausnahme, habe ich immer etwas einigermaßen günstiges bekommen.

        Französisch kann ich leider nicht und der durchschnittliche Franzose spricht nicht gerne Englisch. Also habe ich einfach nicht geredet und wenn ich etwas essen wollte, habe ich entweder konsequent ein paar Brocken auf Englisch gesprochen, oder auf Dinge gezeigt, die ich wollte! :D

        Gruß,
        Malcolm

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