Krautreporter

13.05.2014

Ich muss gestehen, dass ich bisher nicht oft bereit war für Inhalte im Netz zu bezahlen. Eigentlich sollte mir das ein kleines bisschen peinlich sein, aber wenn wir alle gemeinsam darüber nachdenken: Die wenigsten von uns bezahlen für Nachrichten. Vielleicht weil es nur einen Klick entfernt dieselbe Nachricht kostenlos gibt.

Ich rege mich trotzdem über schlechte Berichterstattung auf, obwohl ich nichts dafür bezahle. Das ist eigentlich ein Unding und man sollte mir, und allen die sich ähnlich verhalten, die Nachrichten um die Ohren hauen, wenn man sich zum Beispiel darüber aufregt, dass Spiegel Online sich immer weiter der BILD nähert.

krautreporterDas wollen jetzt 25 Journalisten mit Krautreporter ändern:

„Krautreporter“ ist ein Versuch, aus dieser Logik auszubrechen. Wir wollen ein Online-Magazin machen, das sich nicht über Werbung finanziert, sondern ausschließlich über unsere Leser. Sie ermöglichen es uns, nicht auf den billigen nächsten Klick schielen zu müssen. Wir bieten ihnen dafür einen im besten Sinne ausgeruhten Online-Journalismus, der ihnen etwas wert ist. Der aufregend ist, nicht aufgeregt.

Das ist der Traum. Und der Plan. Und jetzt probieren wir das mal.

Wir brauchen dafür 15.000 Menschen, die 60 Euro geben. Das reicht für ein Jahr, entspricht also 5 Euro im Monat.

60 Euro für ein Jahr Nachrichte, die man ohne schlechtes Gewissen lesen kann, weil: Unabhängig und nicht auf Klickzahlen achtend.
(Momentan ist der Server wegen der hohen Belastung schwer zu erreichen. Das ist doch mal ein gutes Zeichen! Geht wieder!)

via Stefan