John Oliver über Native Advertising

Während ich versuche die Brotkrümel aus meiner Nase zu puhlen, die nach einem Lachkrampf bei Minute 5:07 dort reingeschossen wurden, versuche ich mal zu erklären warum ich John Olivers Erklärung von Native Advertising so fantastisch finde.

Ich habe ein paar Jahre lang in diverse Werbeagenturen gearbeitet und ich gebe zu: Ich hatte viel Spaß. Ich mag Werbung. Das wird spätestens bei der Kategorie Design&Werbung deutlich, die ich oft und gerne befülle. Ohne dafür bezahlt zu werden, übrigens. Ich mache ganz offen und kostenlos Werbung für Produkte und Dienstleistungen, ohne dass sie mich auch nur angefragt haben. Damit bin ich der feuchte Traum meines früheren Ichs. Aber nicht nur meines früheren Ichs, sondern auch unzähliger fauler Marketingfuzzis, die mich beinahe täglich mit Anfragen und Hinweise bombardieren, die ich doch bestimmt gerne verbloggen möchte. „Was? Du möchtest dafür auch noch etwas haben? Sind 50€ ok?“ sind nicht seltene Reaktionen darauf, wenn ich antworte, dass ich kein Problem damit habe Werbung zu machen, wenn das Produkt nicht gegen meine schwammigen Prinzipien verstößt. Mir sind tatsächlich nur zwei Dinge wichtig:
1. Dass die Werbung als solche gekennzeichnet wird (Meist mit einem „Wir unterbrechen dieses Blog für ein kleines bisschen Werbunge“).
2. Keine Werbung für Online Casinos und Medikamente.

Alles weitere mache ich nach Lust und Laune. Gerne auch kostenlos, wenn es kreativ ist, oder ich das Produkt so gut finde (dann möchte ich es aber behalten).

Mit dem ersten Punkt haben viele Nachrichtenanbieter und Blogger ihre Probleme. Einmal lachte mich ein namenhafter Blogger aus, weil ich die fehlende Kennzeichnung der Werbung bemängelte. Wir wären ja nicht mehr im Jahr 2006. Das macht man jetzt so.

Tut man das, ja?
Ich bin mir bewusst, dass ich damit vielleicht einen Trend verschlafen haben sollte, aber ich mag Blogger trotzdem lieber, bei denen man klar erkennen kann, dass sie gerade gesponsert werden, wenn sie es denn nun werden. Bewerben sie ein Produkt aus Überzeugung, will ich das wissen. Das schafft Vertrauen. Und Vertrauen ist bei mir die Teil der Basis einer Kaufentscheidung.
Schlimmer sind nur noch Informationslieferanten jeglicher Art, die ihre gesponserten Artikel nicht kennzeichnen.

Wieauchimmer, ich schwätze schon wieder. Schauen wir uns doch lieber mal John Olivers Beitrag dazu an:

via Krautreporter

P.S.: Es stehen übrigens 1-2 gesponserte Posts in der Pipeline. Nur mal so als Vorwarnung. Ihr werdet sie erkennen, versprochen.

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