Cycling in Berlin. (Theory vs. Reality)

21.12.2015

2015 war eine Rekordjahr für mich. Insgesamt viermal wurde ich von Autos vom Fahrrad geholt und zweimal von Fahrradpolizisten gemaßregelt, weil ich es wagte Gehwege zu kreuzen. Außerdem wurde ich einmal von einem Fußgänger geschubst, weil er keinen Platz mehr auf dem Radweg hatte und eine Ampelphase von einem weiteren Fußgänger lautstark zurecht gewiesen, weil ich über eine Fußgängerampel gefahren bin, anstatt über eine vierspurige Straße auf die Linksabbiegerspur zu fahren. Ich will gar nicht erst davon anfangen wieviele Taxifahrer mich geschnitten und bedrängt haben und wie oft Mütter ihre Kinderwagen auf dem Radweg schoben, weil: Da sind ja auch Räder dran. Auf Radwege parkende Autos: Unzählbar.

Man sieht also, dass man es als Radfahrer in Berlin nicht leicht hat. Wenn man dann auch noch online die Beschimpfungen liest, die Fahrradfahrer über sich ergehen lassen muss, wenn sie von LKWs überrollt werden, kann man sich vorstellen wie lebende Fahrradfahrer davonkommen. Grundsätzlich nimmt der durchschnittliche, nicht Fahrrad fahrende Deutsche an, dass alle Radfahrer über Rot fahren, sich auch an andere Regeln nicht halten und heimlich kleine Kinder essen. Dass das Gejammer auf einen Bruchteil reduziert werden könnte, sieht man in diesem Video von Claudia Brückner, das aufzeigt wieviele Versprechungen nicht nur nicht eingehalten wurden, sondern die Lage stellenweise verschlimmert wurde.