Quantum Break: Ein Spiel für das man sich Zeit nehmen sollte!

Lange angekündigt und XBOX ONE bzw. PC-exklusiv, wurde mit Quantum Break am 05.04.16 ein Spiel veröffentlicht, das mich seit langem mal wieder vor den Fernseher fesseln konnte! Von einer gewissen Exklusivität kann man sprechen, da Microsoft den PC und die XBOX ONE zu einem großen Unterhaltungssystem fusionieren möchte, aber das ist eine andere Geschichte.

Es gibt gewisse Spiele, die mir ewig in Erinnerung bleiben werden, darunter Final Fantasy VII, Heavy Rain und Last Of Us, um nur 3 zu nennen. Quantum Break wird sicher dazu kommen, denn das was die Entwickler aus dem Hause Rememdy Entertainment geschaffen haben, ist alles andere als Standardkost. Nun, aus technischer Sicht gesehen, wenn wir das Erlebte allein auf Grafik und Gameplay herunterdividieren, wurde das Rad nicht unbedingt neu erfunden, aber wie es rollt und was es kann, weiß mich auch noch nach Abschluss des Games zu begeistern.

Quantum Break bietet eine mitreißende Zeitreise-Story, die zu unterhalten weiß. Aber nicht nur das, denn die einzelnen Akte des Spiels werden durch eine Live-Action-Serien miteinander verbunden, die TV-Serien in nichts nachsteht. Demzufolge basieren die Haupt- und Nebenfiguren auf realen Schauspielern. So begegnen wir unter anderem Shawn Ashmore (Ice-Man, X-Men), Aiden Gillen (Petyr „Littlefinger“ Baelish, Game of Thrones) und Dominic Monaghan (Der Herr der Ringe).

Story: In Quantum Break übernehmen wir die Rolle von Jack Joyce (Shawn Ashmore). Jack wird von seinem guten Freund Paul Serene (Aidan Gillen) angeschrieben. Paul bittet dringend um seine Mithilfe und da die beiden Männer seit Jahrzehnten miteinander befreundet sind, lässt sich unser Protagonist nicht 2 Mal bitten und fliegt direkt nach Riverport, um seinen Freund zu sehen. Paul ist in der Zwischenzeit ein renommierter Wissenschaftler, der auch bereits mit Jacks Bruder Will Joyce (Dominic Monaghan) zusammengearbeitet hat. Jack erfährt, dass Paul an einer Zeitmaschine arbeitet, er steckt jedoch in einer finanziellen Krise und muss die Forschungen privat etwas beschleunigen und da kommen wir ins Spiel! Wir sollen bei einigen Tests helfen, dessen Ergebnisse die Finanzgeber überzeugen soll, doch ein unvorhergesehener Zwischenfall, wirft uns enorm aus der Bahn. Die Zeit bekommt einen Riss und Jack besondere Kräfte, die das Zeitgefüge maßgeblich beeinflussen, wortwörtlich, denn immer wieder wird man im Game vor Entscheidungen gestellt, die alle zukünftigen Ereignisse beeinflussen sollen, wenn auch nur marginal, da es stets linear bleibt und das Ende quasi vorgegeben ist. Das passt aber gut zur Zeitreise-Theorie, wie ihr selbst erfahren könnt. Alles Weitere solltet ihr besser selbst nacherleben, denn die wirklich gute Geschichte ist tiefgründig, emotional, ereignisreich und packend, dass sie sich hier kaum in Worte fassen lässt.

Und das muss sie nicht! Wie bereits erwähnt, wird die Story anhand einer real verfilmten Serie weitererzählt. Wir erhalten Einblicke in die Hintergründe der Figuren, wobei vor allem die Nebendarsteller ins Licht gerückt werden, was angenehm ist, weil Quantum Break dadurch eine außerordentliche Tiefe bekommt. Weitere Information zum Geschehen erhalten wir durch die zahlreichen Emails, Memos und Tagebücher, die es zu sammeln gilt. Alles zusammen bildet ein Gesamtgerüst, welches Quantum Break zu dem macht, was es ist: Ein „Spiel-Film“!

Gameplay: Wie angedeutet, erfinden die Macher von Quantum Break das Rad nicht neu. Wir spielen einen Third-Person Deckungsshooter und kämpfen uns mithilfe eines breit gefächerten Waffen-Arsenals durch Gegnerhorden. Diese sind je nach Status, mal mehr, mal weniger angriffsresistent, aber durchweg recht schlau, so dass sie nicht gleich zu Kanonenfutter werden, wenn wir die Bildfläche betreten. Sie sollten jedoch das Weite rufen, wie ich finde, denn unser Held verfügt seit dem besonderen Zwischenfall über Superkräfte, die es ihm erlauben die Zeit zu verlangsamen oder gar zum Stillstand zu bringen. Jack kann sogenannte Chrononwellen verursachen, mit denen er Gegner durch die Luft schleudern kann oder er bildet ein Zeitschild, welches ihm Schutz vor Verletzungen bietet. All diese Möglichkeiten verleihen dem ansonsten „gewöhnlichen“ Gameplay eine gewisse Würze, die wir gerne einsetzen. Die Kräfte lassen sich zudem im Spielverlauf aufbessern. Wir werden stärker und mächtiger, das fühlt sich gut an! Hinzukommen, kleine Rätselaufgaben und Kletterpassagen, die wir ebenfalls nur mithilfe unserer Zeitkräfte bestehen können. Und was soll ich sagen, ich habs geschafft! :D

Fazit: Quantum Break ist ein sehr unterhaltsames Spiel, das spielerisch, wie grafisch „nur“ gut ist, aber durch die Erzählweise, dem spannenden Thema „Zeitreisen mit all ihren Paradoxen“ und der Live-Action-Serie für hervorragende Kritiken gesorgt hat. Ich möchte mich der Meinung, anschließen und hiermit eine klare Kaufempfehlung aussprechen, wenngleich 69,99 Euro recht viel sind für ein Spiel, das man nach knapp 9 Stunden abgeschlossen hat. Aber hey, wir können Wooshen, Flashen (so werden die Superkräfte u.a. genannt) und durch die Zeit reisen! Seit der TV-Serie „Zurück in die Vergangenheit“ ein Thema, das mich gleich zu fesseln wusste!

Was gibt es noch zu Quantum Break zu sagen? Nicht viel, da ich nicht spoilern möchte, aber wenn ihr euch für Deckungsshooter, Zeitreisen und gut gemachten Action-Serien genauso begeistern könnt wie ich, macht ihr bei diesem Spiel sicher nichts falsch!

Wertung: 8 von 10 Taschenuhren

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