It´s all over now…

… Baby Blue…

Gestern hatte ich dann also meine Exmatrikulationsbescheinigung in der Post und somit hat das Studentenleben nun auch offiziell ein Ende. Nicht, dass es sich in den letzten Monaten noch über den öffentlichen Nahverkehr oder gelegentliche Kinobesuche ausgewirkt hätte, aber auch diese letzten tentakelartigen Ausläufer haben nun ein absehbares Ende. Ein Lebensabschnitt sagt ‚Leb Wohl‘, obwohl der neue schon vor Monaten begonnen hat. Man könnte fast sentimental werden.

Wobei sich selbstverständlich die Frage stellt, worauf diese abzielt. Ist es die Träne, die beim Blick zurück im Knopfloch verschwindet oder eher beim Blick in die Zukunft, die verheißt, dass der nächste Lebensabschnittswechsel möglicherweise erst in vierzig Jahren ansteht? Wobei ich daran nicht so recht glauben mag.

Aber ein kleiner Behördenkniff am Rande: Mein bis Ende März laufender Studentenausweis verliert laut Bescheinigung ab sofort seine Gültigkeit und auch sämtliche Immatrikulationsbescheinigungen müssen widerrufen werden. Andererseits kein Wort von der Möglichkeit, mir meine Gebühren zumindest anteilig zu erstatten. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt…

Wie dem auch sei, mir ist nach Abschied…

Die Stimme…

… aus dem Off. Ja sie lebt noch und es geht ihr auch, trotz des lange anhaltenden Schweigens, erstaunlich gut. Im Grunde sogar sehr gut. Immerhin hat sie nur noch einen letzten Arbeitstag vor sich, bevor sie sich nach einer gefühlten Ewigkeit für zwei überschaubare Wochen in südlichere Gefilde gen Mittelmeer absetzt und den Berliner Herbst in all seiner grauen und verregneten Pracht gegen Sonne, Meer und knapp über 30°C Außentemperatur eintauscht.

Aber bei Sonne und Wärme muss ich sofort wieder an meine neueste Entdeckung denken, die nun seit einigen Tagen meine Playliste völlig in Beschlag nimmt. Okay, besagte Herren machen nun bereits seit 1996 keine gemeinsame Sache mehr, aber manchmal ist die Leitung eben ein bisschen länger und ganz im Ernst, kommerziell erfolgreich waren sie tatsächlich nie so wirklich… Wenn ich Musik in der Wüste machen würde, dann sollte sie auf jeden Fall SO klingen und bevor ich nun weiter salbadere, bau ich einfach mein youtube-Filmchen ein und wünsch viel Spaß mit Josh Homme und Konsorten. Die Wüste lebt… Sayonara!

Ich glaube, es wird wieder gearbeitet…

Lange, lange war mein letztes (richtiges) Konzert schon wieder her, als ich letzten Freitag einen Gutschein einlösen konnte, den mir meine ehemaligen Arbeitskollegen und Kolleginnen zum Abschied geschenkt hatten. Es ging zu Honey, seinem C64, Plastique und Co., zusammen auch bekannt als Welle: Erdball und wenn mich einer fragt, in welche musikalische Schublade man die Chose stecken sollte, dann zucke ich regelmäßig die Schultern… Ist es Dark Wave? Irgendwie nicht. Ist es Minimal? Das wäre eine Untertreibung. Es ist eben Welle: Erdball und das Publikum ist nicht mainstramig, sondern setzt sich überwiegend aus Kuttenträgern und sonstigen schwarzen Gestalten zusammen. Genau wie ich es mag.

Aber wie es andererseits auch in der Natur der Sache jeglicher elektronischer Musik liegt, die live und in Farbe dargeboten wird, braucht man im Grunde lediglich den Gesangspart auf der Bühne und wenn im Hintergrund jemand mit Lederhandschuhen Orgel spielt, dann kann ich glauben, dass er hier in Echtzeit mit einem elektronischen (und somit seeeeeeeeeeeeeeeehr) exakten Beat mithält, ich kanns aber auch lassen… Im Vordergrund steht also auf jeden Fall die Verpackung, sprich die Show und um hier einen Eindruck zu vermitteln, verweise ich auf nachfolgenden Clip und verabschiede mich alsdann zwecks Zubereitung eines Abendessens… Mahlzeit.

PS: No oildrums were harmed for this film…

Wenn man mich fragt,…

… ob ich bei der Bundeswehr gewesen bin oder einen Ersatzdienst abgeleistet habe, so wie es mein neuer Chef heute getan hat, dann pfeift meine innere Stimme meistens dieses eine Liedchen. Und weil es das nun auch noch ein paar Stunden später tut, will ich euch den Ohrwurm einfach mal nicht vorenthalten. Enjoy…

Aber im Ernst: Nachdem ich festgestellt hab, dass ich mit der Waffe nicht töten kann, hab ich es mit Essen auf Rädern versucht… Ist zwar geklaut, aber auch gut. ;o)

Was macht der Prokrastinator?

… anstatt mich für die allerallerletzte Studiumshürde mit solch spannenden Fragen zu beschäftigen, ob eine Tautologie wie die folgende (sofern es denn eine ist…) trotzdem ein logisches Argument sein kann…

Geliebt zu werden ist mir teuer unter der Bedingung, dass es nicht zu teuer wird.

… hab ich mir spontan einen Twitter-Account angelacht und bin in die Fluten des Micro-Bloggings abgetaucht. Tja, und irgendwie kann ich sagen: I looked the devil in his face. Das Ding ist ein Fass ohne Boden, eine riesige Zeitvernichtungsmaschine. Nun weiß ich, dass Else Buschheuer ihren Mac aus der Werkstatt geholt hat und was Martin Kessler des Abends im Fernsehen schaut. Sofern sie die versammelte Gemeinde nicht anschwindeln… Die Minuten verstreichen noch schneller als in einem Social-Networks und es beschleicht mich eine leise Ahnung, dass ich, gerade jetzt, die Finger davon lassen sollte… Aber andererseits, zur Hölle damit, ich brauch noch ein paar ‚Folger‘! ;o) KLICK

Ach ja, und mir stellen sich tatsächlich sämtliche Nackenhaare nach oben, wenn ich lese, dass man sich tatsächlich ‚entfolgen‘ kann… Warum denn nicht ‚entbinden‘?

Es geht immer noch besser…

Es gibt Götter und wie das bei den Göttern so ist, sind sie selbstverständlich und eigentlich (oberstes Gebot: Du sollst keine anderen… usw.) unfehlbar. Keine Frage. Doch wie das so ist, man braucht nur aus dem Fenster zu schauen und kann feststellen, dass da zwischen Anspruch und der schnöden Realität doch ein kleine Lücke klafft. Und diese Lücke schreit nach Verbesserung, nach dem letzten Schliff…

Einer meiner liebsten Coversongs und sei mir nicht böse Trent (ich hab selbst nie geglaubt, dass es geht), aber die beiden haben dich überboten… ‚ungelogen‘.

Manchmal…

… stöbert man ja einfach so in seiner CD-Sammlung. Diese ist bei mir nach der vorherrschenden Wetterlage bei CD-Kauf sortiert. Hochdruckgebiete stehen ganz oben (logisch) und nach unten hin wird es dann immer stürmischer. Damals, vor vielen Jahren, es war sehr sonnig draußen und es wehte eine leichte Brise, da hab ich dieses Album gekauft, das mir gestern, schon fast vergessen, wieder in die Hände fiel. Es stand demnach eher oben, direkt neben Alice Coopers ‚Trash‘ und ‚Mitten im Krieg‘ von den Inchtabokatables. Und Track 6, das wusste ich aber noch auf Anhieb, ist einer der besonderen Sorte, denn er zeigt mir, dass es Depeche Mode auch in Gut geben kann… Enjoy.

Creative Award…

Nun, es ist schon einige Tage her, dass Juna und Plüschi ESIB im Rahmen einer Blogaktion den folgenden Award verliehen haben… und darum sag ich einfach mal in meiner Rolle als Mitschreiberling Muchas Gracias und versuche, sieben Peinlichkeiten bisher unbekannte Beschreibungen meiner Person auszugraben…

alabaster

… Also, da kann ich folgendes beisteuern:

۰ Ich hab ‚Das große Fressen‘ beim Abendessen geschaut.

۰ Seitwärts eingeparkt hab ich zuletzt bei meiner Fahrprüfung.

۰ Neulich hab ich meinen Glauben gewechselt: Weg vom Atheismus… Dank Thea Dorn bin ich nun Agnostiker.

۰ Momentan muss ich mich intensiv mit Luther beschäftigen und hab massive Motivationsprobleme damit, weil es für meine berufliche Zukunft keinerlei Relevanz besitzt.

۰ Was ist das… auf meiner Playliste ist gerade ‚Im Wagen vor mir‘ aufgetaucht. Zum Glück nicht von Henry Valentino und auch nicht von Uschi.

۰ Ich hab mal in Erwägung gezogen, jemanden zu verklagen, den es gar nicht mehr gibt.

۰ … Und zum Schluss wenigstens ein Klassiker: Beim ersten Mal (Alkoholkonsum) hab ich´s gleich auch übertrieben.

Vorschuss…

Da kann man sich tatsächlich nur wundern, welche Botschaft ein gewisses Nominierungskomitee in Norwegen heute ausgesandt hat. Gestern Abend konnte man noch erfahren, mit welchem Ehrgeiz die Amerikaner an einer neuen Superbombe basteln, um möglicherweise iranische Bunkeranlagen pulverisieren zu können und einen Tag später erhält der Präsident den Friedensnobelpreis für seinen Beitrag zur Völkerverständigung. Stößt das nur mir sauer auf? Damit will ich absolut nicht Obamas Eignung für seinen Posten in Frage stellen. Niemand kann ja ernsthaft ins finstere Bush-Zeitalter zurück wollen. Doch letzten Endes sage ich dann eben auch, dass die (Real-)Politik ein zu ’schmutziges‘ Geschäft ist, als dass ein amtierender Präsident diese hohe Auszeichnung erhalten sollte. Was hat er denn in seiner kurzen Amtszeit bisher Großes bewirkt? Und was ist, falls es in drei Monaten wirklich ernst wird, der Iran ins Fadenkreuz gerät (von wem auch immer) und somit der Nahe und Mittlere Osten endgültig zum Pulverfass wird? Das sind keine Vorwürfe, aber Vorschusslorbeeren und der Friedensnobelpreis, das verträgt sich in meinen Augen nicht….

… Andererseits, immer noch besser als Berlusconi. Auch wieder wahr.