Ich habe vor kurzem mit einer „Bucket-List“ begonnen. Ihr wisst schon – die Liste mit Dingen, die mit bis zum Tod erledigt haben will. Ich weiß, ist ein wenig früh, deswegen habe ich sie in Phasen geteilt. Zum Beispiel habe ich mir vorgenommen bis zu meinem 35. Lebensjahr mit dem Fahrrad einmal aus Deutschland rausgefahren zu sein. Und wenn ich nur kurz über die Grenze husche. Ein Marathon steht noch drauf, sowie zwei Wochen alleine durch die schwedische Wildnis zu laufen. Ganz oben steht aber folgender Punkt:
„Mehr zeichnen.“
Das ist jetzt eher so ein allgemeiner Punkt der daher rührt, dass ich in letzter Zeit das Zeichnen so vernachlässigt habe. Eine Tätigkeit, die ich zwar nicht so perfekt beherrsche, wie mein Freund, der Käferarsch (ja, Jo, mein Monster kommt diese Woche noch!), aber einfach öfters tun will muss, weil es mich irgendwie beruhigt.
Da kommt der Aufruf des Verlagshauses J. Frank eigentlich gerade recht. Leider scheitere ich wieder einmal an einem Auftragsvolumen, der jede freie Minuten neben dem Praktikum verschluckt. so sieht dann auch mein Beitrag aus (siehe links). Es werden Illustratoren gesucht, die den guten Torp visualisieren. Aber wer ist Torp? Hier ein paar kurze Beschreibungen:
3. Torp dachte, manchmal müsse er sich, wenn niemand zu erwarten war, selbst besuchen. Nicht weil er dachte wenigstens das, sondern eher, um sich auf etwaiges Torptum hin zu überprüfen. Dann ging er in für ihn möglichst untypischer Weise und verstohlen die Treppen hinauf, klingelte freundlich, bevor er dezent aufschloss, grüßte still lächelnd und ließ möglichst beiläufig den Schlüssel in seiner Hose verschwinden. Während er sich den Flur entlang führte, blickte er unauffällig neugierig in alle Zimmer und versuchte dabei, den Charakter und vielleicht sogar das Befinden des Hausherrn auszumachen, eines, wie er meinte sagen zu können, nahen Freundes. Meist empfing ihn schon ein Kaffeegedeck, wie um ihm mitzuteilen, dass er den Weg nicht zu bereuen habe.
28. Auf die Frage, welcher Bewegung er sich zurechnen würde, hätte Torp mit Sicherheit ohne Umschweife geantwortet: »Ich bin Explizitionär!«
70. Torp fand es gar nicht schlimm, dass er das zu sein schien, was ihn letzten Endes zu den Zusammenkünften der anonymen Sprichwortdesigner geführt hatte. Folgende Redewendungen hatte die stetig anwachsende Gruppe schon erfolgreich lancieren können:
Unter Blinden ist der Einäugige Militär.
Morgenstund: Goldhund.
Kommt Zeit, kommt Raum.
Ein Bild sagt mehr als vierundachtzig Wörter.
Mehr Beschreibungen findet ihr in folgendem PDF.
Disclaimer: Hingewiesen hat mich die liebe Sandra, die gerade in dem Verlagshaus ihrer Träume ein Praktikum macht und sonst nebenbei mit mir zusammen studiert. Sie sagt dazu noch:
von allen einsendungen wird einer ausgewählt, der dann die illustrationen zu dem buch dieser story machen darf. deadline ist schon freitag vormittag.