Ich bin gerade zum ersten Mal mit einem Jutebeutel durch Kreuzberg gelaufen und fühlte mich wie ein Hipster. Das reicht jetzt aber auch für ein Leben. Andere halten das weitaus länger durch, wie wir dank eines kleinen Blickes in die Zukunft sehen können:
Wenn mein Buddy Käferpopo-Jojo nach Berlin kommt, um mit Flix und Sarah Burrini Quatsch zu machen, dann mache ich gleich mal ungefragt Werbung dafür. Wer also am 25. Februar in der Hauptstadt ist, hat keine Entschuldigung sich nicht in meinem Lieblingscomicgeschäft Grober Unfug blicken zu lassen.
Die Jungs von Dormtainment haben die Schnauze gestrichen voll, von Videos im Stil von „Shit Girls Say“, rechnen sie schnell mit allen Zielgruppen ab und schließen die Akte.
Ich denke damit wäre der Fall „Star Trek parodieren“ endgültig abgeschlossen. Besser als die türkischen Youtuber dokuztaneprogramla es gemacht haben, wird es nicht mehr werden. Ich saß über zwei Minuten mit weit geöffneten Mund vor dem Monitor und habe mir aus Gründen, die ich nicht erklären kann, ein bisschen in die Hose gemacht.
Aber schaut euch einfach mal selber an was Captain Hooey und seine verrückte Bande für ein wildes Abenteuer erleben:
Texterkollege so: „Und, hast du heute noch viel zu tun?“
Ich so: „Joa. Gestaltung der Seite für XXX fertig machen und danach die Landingpage für YYY umsetzen. Also noch ein bisschen. Warum?“
Texterkollege so: „Ich brauche mal deine Hilfe bei einem Projekt. Also, das ist so…“
Ich so: „Moment, Mail von Claus. Muss ich mal kurz lesen.“
Eigentlich müsste es heißen „Wie man richtig über Behinderte lacht“, aber ich denke, dass die Überschrift so mehr Aufmerksamkeit erzeugt! Das hat der gute Zach Anner nämlich verdient!
Mein Humor hat mich wahrscheinlich in die meisten Schwierigkeiten gebracht. Ich lache so ziemlich über alles und das ist nicht immer so gut. Manchmal merke ich nämlich erst im nachhinein, dass es eventuell unangebracht sein kann im Gegenwart von werdenden Eltern über solche Bilder zu lachen. Und das ist für meine Verhältnisse schon anspruchsvolle Kost.
Ich finde jeder hat das Recht, dass man über ihn/sie lacht. Ich weiß selbst gute Witze auf meine Kosten zu schätzen (wobei „gut“ relativ ist: Ich bin schon ziemlich leicht zu begeistern). Witze über behinderte Menschen sind allerdings leider selten komisch. Das hat meistens damit zu tun, dass sie entweder so weit unter der Gürtellinie gehen, dass sie selbst mir zuwider sind, oder sie sind so krampfhaft auf lustig gemacht, dass Fips Asmussen wie ein begnadeter Standup-Comedian aussieht.
Aber dafür gibt es ja Zack Anner, der nicht deswegen lustig ist, weil man ob seiner Bemühungen mitleidig schmunzelt, sondern weil er gleichzeitig trotz und wegen seiner Behinderung einen großartigen Humor besitzt! Umso erstaunlicher ist es, dass er bei dem Oprah Winfrey Network eine eigene Show hat, die nicht darauf abzielt Mitleid zu erzeugen, sondern ihn in seinem Element zeigt:
Seit kurzem bin ich in der Agentur zum Experten für QR Codes aufgestiegen. Vermutlich weil ich irgendetwas mit Internet mache. Ich habe mich bisher aber nicht getraut zu sagen, dass mich irgendetwas QR Codes stört. Was konnte ich bisher nicht sagen. Scott Stratten bringt es aber ziemlich gut auf den Punkt