Mattels View-Master ist wieder da

Wir unterbrechen dieses Blog für ein kleines bisschen Werbung(e)

Kennt ihr noch Mattels „View-Master“: Dieser handliche Stereo-Diabetrachter für die (große) Hosentasche. Als Kind habe ich mir so etwas immer gewünscht, weil alle coolen Kinder so etwas hatten und es für mich, die höchste einigermaßen erschwingliche technische Errungenschaft war, die die Zukunft™ zu bieten hatte. Es war die erste Form von Virtual Reality, mit der ich jemals Kontakt hatte.

Vor ein paar Tagen kam die Anfrage von Mattel, ob ich nicht Lust hätte auf den Reboot hinzuweisen. Der Neue View-Master zeigt nämlich „Spannende Orte“, „Weltraum“ und „National Geographic: Wildtiere“ in feinstem 3D und 360°.

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Mein erster Reflex war (nachvollziehbarerweise):
„DAS IST UNFAIR! Die Kinder von heute wissen das doch gar nicht zu schätzen! Außerdem war ich zuerst da. Warum kriegen die Kinder von heute immer die coolen Sachen und ich musste mit Pippi-Plastik und Pups-Pappe spielen?!“
Ich hätte fast geantwortet, dass ich ganz sicher nicht darüber bloggen werde, weil sie sich das ruhig früher einfallen lassen können. So… 30 Jahre. Selber Schuld. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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Cycling in Berlin. (Theory vs. Reality)

2015 war eine Rekordjahr für mich. Insgesamt viermal wurde ich von Autos vom Fahrrad geholt und zweimal von Fahrradpolizisten gemaßregelt, weil ich es wagte Gehwege zu kreuzen. Außerdem wurde ich einmal von einem Fußgänger geschubst, weil er keinen Platz mehr auf dem Radweg hatte und eine Ampelphase von einem weiteren Fußgänger lautstark zurecht gewiesen, weil ich über eine Fußgängerampel gefahren bin, anstatt über eine vierspurige Straße auf die Linksabbiegerspur zu fahren. Ich will gar nicht erst davon anfangen wieviele Taxifahrer mich geschnitten und bedrängt haben und wie oft Mütter ihre Kinderwagen auf dem Radweg schoben, weil: Da sind ja auch Räder dran. Auf Radwege parkende Autos: Unzählbar.

Man sieht also, dass man es als Radfahrer in Berlin nicht leicht hat. Wenn man dann auch noch online die Beschimpfungen liest, die Fahrradfahrer über sich ergehen lassen muss, wenn sie von LKWs überrollt werden, kann man sich vorstellen wie lebende Fahrradfahrer davonkommen. Grundsätzlich nimmt der durchschnittliche, nicht Fahrrad fahrende Deutsche an, dass alle Radfahrer über Rot fahren, sich auch an andere Regeln nicht halten und heimlich kleine Kinder essen. Dass das Gejammer auf einen Bruchteil reduziert werden könnte, sieht man in diesem Video von Claudia Brückner, das aufzeigt wieviele Versprechungen nicht nur nicht eingehalten wurden, sondern die Lage stellenweise verschlimmert wurde.

Rentenversicherungsangebotsdingse & ich

Privates Rentenversicherungsangebotsdings zugeschickt bekommen. 60 Seiten Geschwurbel, das entweder den Sinn des Lebens, die Weltformel oder die Höhe meiner Rente beinhaltet. Ich könnte es nicht einmal sagen, wenn mein Leben davon abhängen würde.

Wenn ich es richtig verstehe, bekomme ich 263,60€ garantierte Rente, wenn ich die nächsten 30 Jahre 216,07€ im Monat einzahle. Oder knapp 700€. Oder 72.000€. Es können aber auch 1.534,87€ sein. Ich habe keine Ahnung und unterschreibe das jetzt einfach mal.

In 200 Jahren werden Archäologen diese Statusmeldung ausgraben und die Erklärung für den allgemeinen Altersarmut in den 40ern des 21. Jahrhunderts in den Händen halten: „Rentenversicherungsangebotsdingse“.
Nichts zu danken.

Patton Oswald und meine Ausweiskontrolle

Ausweiskontrolle London Gatwick. Der skeptische Blick des Beamten bleibt etwas länger haften, gleitet dann rüber zur Kleinen: „What happened?“
Sie antwortet überrascht „I don’t know! He is so old!“
„Do you want me to keep him?“
Die Kleine lacht. Der Beamte winkt mich mit einem „Don’t blow anything up!“ durch und wuschelt sich mahnend durch den nicht vorhandenen Bart.

Ausweiskontrolle Berlin Schönefeld. Der skeptische Blick des Beamten bleibt etwas länger haften, nachdem er mein bartloses Passbild beäugt hat. Ich setze die Mütze ab, wuschel mir durch den Bart und sage: „Verdammte Schwerkraft! Alles runtergerutscht.“ Er grunzt ein mürrisches „Weitergehen.“

Home Sweet Home.

(Danke für das Video, Kay!)

Eye Play The Piano

Starten wir die Woche wieder mit Musik. Diesesmal gespielt von Menschen, die beinahe keine Kontrolle über ihre Gliedmaßen haben und trotzdem besser spielen, als ich es jemals könnte. Was, dank meiner unmusikalischen Körperlegasthenie, eigentlich auch keine Kunst ist.

Sei’s drum: Eye Play The PIano ist ein großartiges Projekt, das von der University of Tsukubas Special Needs Education School For The Physically Challenged und den Eyetracking Spezialisten von FOVE:

via WELOVEAD

Heute habe ich gelernt: Das ist Kopremesis.

Seitdem mein Biologielehrer mir mal sagte, dass Allgemeinwissen wichtig ist und es ihm scheiß egal wäre, wenn ich der Meinung bin, dass ich niemals im Leben wissen muss was Mitochondrien sind, versuche ich jeden Tag etwas sinnloses zu lernen. Gestern habe ich zum Beispiel gelernt, dass die Gizeh Pyramide knapp 450 Fuß hoch ist und über 4000 Jahre lang das höchste von Menschen errichtete Ding der Welt war. Wahnsinn.

Heute habe ich etwas gelernt, das ich ganz sicher niemals vergessen werde und weil es so schlimm ist, möchte ich, dass ihr es auch lernt. Heute habe ich gelernt was Kopremesis ist. Aber bevor ich euch diese Bilder in den Kopf pflanze, wollen wir uns mal den Ursprung des Wortes anschauen.

Wie jedes ordentlich wissenschaftlich angehauchte Wort, besteht dieses Wort aus zwei griechischen Wörtern: κοπριά (kopriá) und έμεσις (émesis). Das Wort kopriá lässt sich mit „Kot“ übersetzen und das Wort émesis mit „Erbrechen“.
HEY!!! Schön hiergeblieben! Ich bin noch lange nicht fertig.
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#campscotland – Auf der Suche nach dem „Lost Valley“ (Tag 9)

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Die Suche nach „The Lost Valley“ in Glencoe fängt auf dem falschen Parkplatz an. Zwei Förster erzählen uns, dass sie das Tal auf dem anderen Parkplatz, knapp fünf Kilometer in die Richtung aus der wie kamen, versteckt haben. Wenn die Schotten eines können, dann Täler verstecken.

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OK GOs erster richtiger Werbespot ist episch

OK Go haben in der Vergangenheit schon öfters mit Unternehmen zusammengearbeitet, um ihre Musikvideos zu drehen. Wie zum Beispiel das eine Mal, als sie mit Chevrolet zusammengearbeitet haben. Mit Google, Samsung und State Farm hatten sie auch zu tun, aber einen richtigen Werbespot haben sie bisher nicht gemacht. Das hat sich jetzt mit dem Spot für eine chinesische Möbelfirma geändert, die (natürlich) mit vielen bunten optischen Illusionen zu tun hat. Zu hören ist übrigens „I Won’t Let You Down“, das von dem Dan Konopka geremixt wurde:

Hier erzählt die Band noch ein wenig über die Arbeit:

via AdWeek

Die große Leonard Nimoy Werbespots Sammlung

Der Tod von Leonard Nimoy hat uns alle ein wenig verstört. In den meisten Fällen, weil er sein Leben Spock war und es sonst nicht viele Konstanten gab, auf die man sich verlassen konnte. Leonard Nimoy war aber nicht nur Spock, sondern unter anderem auch Musiker und ein sehr guter Fotograf. Was in den letzten Tagen leider viel zu kurz kam, waren seine Auftritte in der Werbung.

Da war zum Beispiel dieses eine Mal, als er in dem EdTel Pagers Spot auftrat, in einer Zeit, in der Kommunikatoren Handys noch Zukunftsmusik waren:

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