Mit Abstand die kryptischte Überschrift der letzten Monate. Passt aber: Die Elektroroller der Dominos-Pizzalieferer machen nicht so viele Geräusche. Da hat man einfach ein wenig nachgeholfen. Jetzt knattert der Roller und vermittelt ganz subtil eine Werbebotschaft:
Stell dir mal vor, du bist auf der Suche nach ein wenig Liebe und Geborgenheit. Zufälligerweise verschlägt es dich in das Amsterdamer Rotlicht-Viertel und du denkst: BULLSEYE!
Dann kommt alles anders, als du denkst. Und dann noch mal:
Erinnert mich daran, als die Kleine und ich das letzte Mal zusammen trainiert haben. Ich fluchte, schwitzte und hyperventilierte, während sie wie ein junges Reh neben mir herhüpfte und mich die ganze Zeit vollquatschte. Wie kann man beim Laufen überhaupt reden, geschweige denn singen?
Die etwas älteren Internetmenschen unter uns werden sich daran erinnern können, dass Tipp-Ex 2010 die bis dahin beste Kampagne auf Youtube rausgebracht hat, die es in den letzten 100 Jahren gab. Nach knapp anderthalb Jahren ist das Traumpaar wieder da und feiert Bärs Geburtstag.
Vorwarnung & Spoiler: Jäger und Bär unternehmen Zeitreisen. Das bedeutet, dass die Arbeit in den kommenden Stunden leider etwas darunter leidet, wenn man die ganze Geschichte abgrast.
Schon als kleines Kind spielten sich in meinem Kopf die unglaublichsten Filme ab, wenn mir langweilig war. Auf langen Autofahrten, zum Beispiel, starrte ich aus dem Fenster und stellte mir vor, wie Motocross-Bikes uns verfolgen und wie sie abseits der Straße die wildesten Stunts vollführen, um mit dem Auto mithalten zu können. Das habe ich heute noch (ja, auch das mit den Motocross-Bikes): Sobald ich länger als eine Minute nichts zu tun habe, verwandelt sich mein Gesicht in einen hässlichen Schauplatz der Abwesenheit (sieht ein bisschen aus wie mein WTF-Gesicht. Nur anders.). Ich bekomme nichts mehr von der Umwelt mit, weil ich zu sehr mit dem Film in meinem Kopf beschäftigt bin.
Was ich damit sagen will: Diese Idee, die eine Belgische Agentur hatte, habe ich schon vor Jahren in ähnlicher Form gehabt. Ich habe mir gewünscht, dass alle Menschen an dem Film in meinem Kopf teilhaben könnten, wenn ich einen Knopf drücke. Wie ist es eigentlich möglich, dass jemand fast genau diese Idee so toll umgesetzt hat?
Zu sehen in irgendeiner belgischen Stadt, auf irgendeinem belgischen Platz, wo nie etwas los ist. Bis jemand den Knopf drückt:
Dass Werbung für Versicherungen wenigstens ein Schmunzeln hinterlassen kann, war von vielen amerikanischen Wissenschaftlern als ein Ding der Unmöglichkeit erklärt worden. Ein Durchbruch in der Werbewissenschaft scheint sich allerdings dank der State Insurance anzubahnen: