#campscotland – Die Odyssee nimmt seinen Lauf (Tag 5)

Vor der Reise hatte ich mich besonders auf das wild campen gefreut. Irgendwo, ganz verwegen, in der Natur ohne Toilette und Strom übernachten. Allerdings nicht unbedingt vor einem Volkswagen Händler im Industriegebiet von Peterborough.

Um Punkt 7 Uhr riss ich die Tür auf, um heimlich einen sorgfältig ausgewählten Busch vollzupullern, als ich Mr. P. gegenüberstand, der mich verwundert anschaute, während er gerade das Tor zum Hof öffnete. Ich stammelte mit halb hochgezogenen Hosen etwas von einem Motorschaden und das wir dringend Hilfe bräuchten. Mr. P. bat um ein paar Minuten, um ein paar Sachen herzurichten und kurze Zeit später waren wir Gast im freundlichsten Autohaus des Universums.

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#campscotland – Schwere Verluste (Tag 4)

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Das fehlende Geräusch eines laufenden Motors ist in einem knapp zwei Tonnen schweren, 100 km/h schnellen Bulli besonders gruselig, wenn man sich auf einer englischen Schnellstraße und knapp 50 Meter vor der nächsten Ausfahrt befindet. Es ist eines der drei schlimmsten Geräusche, die ich je nicht gehört habe.

Was ich an Tag 4 gelernt habe:
Wenn man über die DEVK günstige Konditionen bekommt, weil man in einen, in diesem Moment nicht zu erwähnenden, Autoclub eintritt, dann lernt man viel über das Warten. Besonders darüber wie spannend das Leben sein kann, wenn man zweieinhalb Stunden mitten in der Kurve einer Autobahnausfahrt wartet.

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#campscotland – Brügge gesehen und nicht gestorben (Tag 3)

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Belgien ist komisch. Es ist ein bisschen wie diese eine Cousine, die jeder hat und die auf Familienfeiern immer etwas seltsam angezogen ist und lautstark komische Dinge erzählt, die zwischen uninteressant und fremdschämig schwanken. Aber ab und zu trifft man sie auf der Straße und sie ist hübsch zurecht gemacht und so richtig sympathisch. Passiert aber eher selten. So ist Belgien.

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#campscotland – Panne, die Erste! (Tag 2)

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Wenn man in einem 27 Jahre alten VW T3 Bulli durch die Gegend fährt, muss man damit rechnen, dass sich irgendein Schlauch auf der Autobahn löst und der Motor überhitzt. Gut, habe ich wieder etwas dazugelernt.

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Womit kein Mensch rechnen kann, ist die unmittelbare Hilfe eines freundlichen Ostwestfalen, der wild hupt und einen von der A2 begleitet, um zu sagen, dass ein Schwall Flüssigkeit hinten rausplatzte, bevor es übel qualmte. Ob man bis zur nächsten Werkstatt mitgenommen werden möchte, oder etwas anderes braucht. Er könne auch auf dem Rückweg bei uns vorbeischauen, ob wir noch da stehen, und uns dann irgendwo hinbringen. Ich habe über 15 Jahre hier gelebt, aber nie einen so hilfsbereiten Menschen getroffen. Noch etwas gelernt.

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Der Plan von Stadthagen bis nach Brügge an einem Tag durchzufahren (knapp 450km) ist somit nicht aufgegangen und damit lerne ich die dritte Lektion des Tages: Man plant nichts bei einem Roadtrip.

Bonuslektion: Der Abschleppdienstmann schleppt nicht ab, wenn nicht unbedingt nötig und repariert auch mal so einen Schlauch. Geiler Typ.

Camp Scotland (Tag 1)

In den nächsten drei Wochen reisen Die Kleine und ich mit unserem neuen, alten Gefährten T3PO vom beschaulichen Berlin bis nach Schottland und zurück. Ich habe keine Ahnung ob und wie oft ich dazu kommen werde etwas zu bloggen, werde aber versuchen ab und zu ein paar Eindrücke zu hinterlassen. Quasi als Ansporn dazu ENDLICH MAL CAMP ICELAND UND LE TOUR DES TOURS FERTIGZUSTELLEN, VERDAMMT NOCHMAL!

Camp Scotland
(Foto: Nadine Bunge)

Liebe Grüße,
der weltschlechteste Reiseblogger der Welt

Weltreise mit dem Rad: „Pedal the World“

Felix Starck hat eine große Reise hinter sich, für die ich ihn sehr sehr sehr beneide: 365 Tage lang ist er mit dem Rad um die Welt gefahren. Mit Spiegel Online hat darüber gesprochen:

Die der Gastfreundschaft: Wildfremde Menschen nehmen dich auf, bekochen dich, bieten dir einen Job an und fragen dich, ob du für immer bleiben willst. Am ersten Tag wurden wir gleich eingeladen von einer Frau. Wir durften in ihrem Garten campen, sie hat uns Nudeln gekocht und uns Wein ausgegeben.

Seine 18.000 Kilometer lange Reise führte ihn in dem einen Jahr durch 22 Länder. Dazu hat eine Dokumentation gedreht, die man sich auf seiner Website bestellen kann. Ein Euro von dem Erlös geht an die WWF.

Danke Patrick!