Pawlow, Godspeed You! Black Emperor & ich

Nachdem ich in den letzten Wochen immer Godspeed You! Black Emperor zum Einschlafen höre, sollte man eigentlich meinen, dass die Konditionierung ihre Spuren hinterlassen hätte. Aber anstatt richtig müde zu werden, denke ich darüber nach (und halte mich damit wach), dass ich doch eigentlich in einen satten Tiefschlaf fallen müsste, sobald mein Finger über den MP3-Player bei „G“ kreist und dass ich diesen Gedanken sofort im Blog festhalten muss.


GSYBE bei Youtube

Da kommt mir doch gleich noch ein Gedanke: Ich denke also darüber nach, dass ich mich eigentlich selber dazu erzogen haben müsste einzuschlafen, sobald ich auch nur in Erwägung ziehe eine bestimmte Band zu hören und gehe damit unfreiwillig einer zweiten Konditionierung nach, nämlich sämtliche doofen Gedanken im Blog festzuhalten, in der Hoffnung die Weltherrschaft mit viel zu langen Sätzen und der daraus resultierenden Verwirrung und anschließenden Verblödung der Gesellschaft an mich zu reißen.

Während ich diesem Gedanken nachhänge und versuche ihn zu entknoten, läuft im Hintergrund schon das dritte Lied. Drei Lieder, die ich hätte dazu nutzen können endlich den friedlichen Schlaf zu

Justin Bieber ist ein Idiot

Durch die Arbeit der Kleinen trete ich mit den seltsamsten Dingen in Kontakt: Läuse, pubertierende Kinder und menschenverachtende Musik. Letztens musste ich schmerzhaft lernen, dass Justin Bieber der süßeste Junge des ganzen Universums ist und viel bessere Musik macht, als alle anderen der Welt und überhaupt und sowieso. Zumindest zwei Wochen lang, bis Bieber out und der nächste supersüße Boy aktuell war.

Hätte ich dieses Video doch nur vor zwei Wochen gesehen, hätte ich mit Vergnügen ein pubertierendes Mädchenherz brechen können. Wobei ich nicht einmal weiß, ob das Mädchen imstande gewesen wäre die Frage zu beantworten:


Bieber bei Youtube

via

Warum sich die Musik gleich anhört

Und ich frage noch: „Moritz…“, frage ich, „Moritz, warum sind eigentlich die meisten Radiosender scheiße? Diese doofen Morgenmoderatoren*, der immergleiche Einheitsbrei, diese fiesen Jingles…“
Sagt Moritz: „Weil die Leute das hören wollen. Es sind nunmal die erfolgreichsten Sender und die Leute wollen eben unterhalten werden. So ist das eben.“
Und ich frage: „Was heißt hier unterhalten? Dieser Scheiß, den diese achsoerfolgreichen Sender spielen wird doch nur gespielt, damit die Hörer nicht gestört werden. Das hat nichts mit Unterhaltung zu tun, das ist Gedudel, das man im Hintergrund rauschen lassen kann.“
Da gibt er mir recht. Und dass das auch gut so ist. Mit Spartensachen kann man eben kein Geld verdienen. Das gäbe es doch bestimmt auch in meinem Job. Ich will noch widersprechen, als mir einfällt was für Jobs ich schon gemacht habe und ich nicke stumm.

In diesem Sinne mal wieder ein über alle Maßen großartiger Strip von den Göttern des Comic-Strips: Wulffmorgenthaler

musik
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*Wie es sich herausstellte, sind nicht alle Morgenmoderatoren mit Drogen vollgepumpte Vollidioten mit emotionalen Störungen. Letztens lernte ich den Morgenmoderator eines großen norddeutschen Radiosenders kennen und war hellauf begeistert was für ein netter, tiefgründiger Mensch er ist, mit dem man wunderbar feiern kann!