Cycling in Berlin. (Theory vs. Reality)

2015 war eine Rekordjahr für mich. Insgesamt viermal wurde ich von Autos vom Fahrrad geholt und zweimal von Fahrradpolizisten gemaßregelt, weil ich es wagte Gehwege zu kreuzen. Außerdem wurde ich einmal von einem Fußgänger geschubst, weil er keinen Platz mehr auf dem Radweg hatte und eine Ampelphase von einem weiteren Fußgänger lautstark zurecht gewiesen, weil ich über eine Fußgängerampel gefahren bin, anstatt über eine vierspurige Straße auf die Linksabbiegerspur zu fahren. Ich will gar nicht erst davon anfangen wieviele Taxifahrer mich geschnitten und bedrängt haben und wie oft Mütter ihre Kinderwagen auf dem Radweg schoben, weil: Da sind ja auch Räder dran. Auf Radwege parkende Autos: Unzählbar.

Man sieht also, dass man es als Radfahrer in Berlin nicht leicht hat. Wenn man dann auch noch online die Beschimpfungen liest, die Fahrradfahrer über sich ergehen lassen muss, wenn sie von LKWs überrollt werden, kann man sich vorstellen wie lebende Fahrradfahrer davonkommen. Grundsätzlich nimmt der durchschnittliche, nicht Fahrrad fahrende Deutsche an, dass alle Radfahrer über Rot fahren, sich auch an andere Regeln nicht halten und heimlich kleine Kinder essen. Dass das Gejammer auf einen Bruchteil reduziert werden könnte, sieht man in diesem Video von Claudia Brückner, das aufzeigt wieviele Versprechungen nicht nur nicht eingehalten wurden, sondern die Lage stellenweise verschlimmert wurde.

Bevor die Klasse 9b nach Berlin fährt

So, liebe Kinder, aufgepasst: Die liebe Frau MsVerständlich hat euch etwas mitzuteilen.

Und jetzt gehen alle auf Toilette und stellen sich in einer Zweierreihe auf.

David Bowie – Where Are We Now

Heute ist gleich mehrfach Grund zum Feiern: David Bowie hat Geburtstag und bringt gleich mal ein neues Lied raus. Eine Hommage an Berlin. Könnte selbst für einen David Bowie Fan wie mich eine halbe Minute/Minute kürzer sein, aber wer will sich denn beklagen? (Update) Nach dem gefühlten drölfhundertsten Mal anhören, ist mir das Lied inzwischen sogar zu kurz. Dauerschleife, Baby!

http://youtu.be/FOyDTy9DtHQ
Youtubedirektlink

via David Bowie

Ein Ende, eine Reise und ein Anfang

Als ich vor vier Jahren nach Berlin kam, um mein Studium zu beginnen, war ich eingeschüchtert von der Stadt, den Menschen und vor allen Dingen meinem neuen Leben, als Student. Mit dem WELTTRAUM habe ich gemeinsam mit Patrick etwas erschaffen, auf das ich so stolz bin, wie selten zuvor.

Jetzt ist die Zeit vorbei. Das Projekt wurde erfreulicherweise mit einer 1,0 benotet (an dieser Stelle: Danke Andreas Ingerl, Gisela Matthes und Thomas Born!) und in den nächsten zwei Tagen habt ihr die Möglichkeit unser Werk zu besichtigen.
Und dann?

Dann mache ich Urlaub. Ich werde etwas tun, das ich spätestens nach einem Tag bereut haben werde. Sofern ich diesen Tag überlebe! Ich werde nämlich das Fahrrad satteln und mich ganz allein Richtung Hamburg bewegen. Von dort aus geht es nach Glücksstadt, Itzehoe, Nocheinestadtderennameichvergessenhabe, Kiel und dann wieder zurück nachhause.

Dort ruhe ich mich ein paar Tage aus und beginne dann ein neues Leben bei der Werbeagentur Zum goldenen Hirschen. Das Jahr hat bisher mehr Überraschungen, Abenteuer, schlechte Neuigkeiten und Herausforderungen mitgebracht, als die letzten vier Jahre zusammen. Und es ist nicht einmal ganz vorbei!

Ich werde keine Urlaubsvertretung haben (außer jemand besteht darauf, dann bitte bis Samstag Abend melden), weil ich mich stressbedingt schlichtweg nicht darum gekümmert habe. Deswegen: Bis bald und freuen wir uns auf einen Neuanfang!