Raubkopierer C64 – Aktuelle Stunde vom 20.08.1986

Raubkopierer C64 / Amiga - Interview mit Headbanger und Dynamic Duo - Aktuelle Stunde vom 20.08.1986

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich von meinem Klassenkameraden Guido meine C64 kaufte, inklusive knapp 200 Disketten. Alle waren sie bis zum Bersten mit dem heißesten Scheiß gefüllt, den es damals auf dem Markt gab. Dass Spiele normalerweise Geld kosten, schockierte mich ein paar Monate später, als ich nach frischem Nachschub suchte. Heute, nach fast 30 Jahren, weiß ich wie der Guido das damals gemacht hat:

via Interweb3000

Ivan Sutherland’s Sketchpad

Alan Kay presenting Ivan Sutherland’s Sketchpad, one of most influencial programs in the history of graphical user interfaces. Sutherland developed Sketchpad in 1963.


Sketchpad bei Youtube

Dies ist nur ein Ausschnitt aus einer Sendung von 1987. Die ganze Sendung könnt ihr hier sehen.

Dinge haben zu funktionieren

regenbogenball-des-todesIch unterstelle Computern, Periferiegeräten und anderen Haushaltsgegenständen eine künstliche Intelligenz, die nur dazu geschaffen wurde, um mich fertig zu machen. Ich meine jetzt nicht nur ein bisschen ärgern, ich spreche von einer Verschwörung, die es sich zum Ziel gesetzt hat mich in den Wahnsinn zu treiben, nicht ohne vorher mit dem Laptop Amok gelaufen zu sein.

Dinge haben zu funktionieren. Das ist ihre einzige Aufgabe. Sie müssen nichts anderes tun, als in Farbe zu drucken, eine Internetseite aufzurufen, eine telefonische Verbindung herzustellen, Staub aufzusaugen, oder schlicht und EINFACH AN ZU GEHEN!

Wenn ich das schon wieder sehe, wie dieser Regenbogenball des Todes anzeigt, dass der Rechner gerade überlegen muss, ob es das Textwerkzeug in Photoshop auswählen soll, oder nicht. Wie sich Balken für Balken die Internetverbindung aus dem W-Lan abbaut, bis auch der letzte Balken verschwunden ist und ich daraufhin den Airport aus- und wieder anstellen muss, um weitere 10 Minuten problemlos surfen zu können.

„Ey, Prozessor!“
„Yo, yo, yo, was geht ab, Airport?“
„Kleines Rennen gefälligst? Lass mal sehen wer von uns beiden schneller down ist. Auf die Plätze, fertig…“
„ERSTER!“

Wenn ich ein Objekt in sagenwirmal Photoshop von einer Ecke in die nächste bewegen möchte, soll dies unverzüglich passieren und nicht erst, wenn die obligatorischen 30 Sekunden Bedenkzeit um sind. Es ist ja dann nicht so, dass ich zu wenig Arbeitsspeicher habe. Auch sind die Dokumente selten so groß, als dass es ein Problem darstellen könnte. Auch die meisten Internetseiten würden selbst ein 56k Modem nicht ins Schwitzen bringen. Manchmal reicht es sogar nur irgendwo Text eingeben zu wollen und schon geht eine Zeit lang nichts.

Bevor jemand einen technischen Rat gibt: Ich weiß schon, dass mein Computer, der Staubsauger und der Milchaufschäumer gemeinsame Sache machen, also langweilt mich nicht mit technischen Schnick Schnack. Ich höre sie doch flüstern, wenn sie glauben, dass ich nicht im Raum bin…