Notizen zu Le Tour des Tours (2)

das geräusch einer amsel, die gegen einen behelmten kopf fliegt, klingt in etwa so: „flumpQUIKflapp“

das geräusch einer echse, die die straße überqueren will und plötzlich ein riesiges, schnelles fahrrad vor sich sieht, klingt in etwa so: „EEEEK!!!“

das geräusch, das ich mache, wenn ich bei gegenwind eine zehn grad steile steigung bewältige und dabei eine kleine fliege verschlucke, klingt in etwa so: „HRCHRCHRCHAAARGH!!!“

bonusmaterial
das bild meiner beine, nachdem ich nach dem fünften tag das knie-tape abgerissen habe:.

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das geräusch dazu müsst ihr euch jetzt einfach mal vorstellen.

Le Tour des Tours – Mit dem Fahrrad von Berlin nach Paris (Route und App Empfehlungen)

Dieser Beitrag wird vermutlich etwas länger laden, da ich hier sehr infaltionär mit iframes um mich werfe. Bitte um Geduld…

Die Route nach Paris habe ich mindestens drölfmal angefangen, verworfen und wieder neu angefangen. Die folgende Route ist also bis zu meiner Ankunft in Paris ohne Gewähr. Sie erscheint mir gerade die schlaueste Route zu sein, da ich weniger Höhenmeter zu bewältigen habe, als wenn ich direkt fahren würde. Allerdings hielt ich es auch mal für eine schlaue Idee vor einem Halbmarathon drei Red Bull Shots zu trinken. Das Resultat war ein brennendes Dixieklo und kolibriartiges Herzrasen.

Für die Planung und spätere Aufzeichnung der Route habe ich mich für den Dienst Komoot entschieden (die mich freundlicherweise mit dem Komplettpaket der Regionen ausgestattet haben, aus Angst, dass ich mich an einer Karte aus Papier schneide und in der Wildness verloren gehe). Die Kombination aus App und Website erleichtert die Planung und spätere Navigation enorm.

Neben Tourenvorschlägen (sowohl mit dem Rad, als auch zu Fuß) kann man sehr einfach seine eigene Tour planen. Ich gebe zu, dass ich anfangs enttäuscht war, dass es nicht möglich ist einfach vom Ausgangspunkt Berlin mit einem Mouseklick die Route zum Eiffelturm planen zu lassen. Hinterher ergab es dann doch Sinn: Erstens ist Komoot nicht auf so weite Touren ausgelegt und zweitens hätte ich die Übersicht verloren und die Flexibilität wäre flöten gegangen. So habe ich insgesamt 13 Touren geplant, die ich jederzeit auch einzeln anpassen kann.
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Turm tour Turm – Berlin/Paris mit dem Fahrrad (1)




Strecke mit Komoot geplant und OpenStreetMap zusammengeklöppelt

Knapp 1200 Kilometer durch Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich liegen vor mir. Wäre eine imposante Zahl, wenn ich zwei Jahre jünger wäre. 2011 bin ich noch über Dänemark nach Kiel gefahren und habe den ersten Punkt meiner Bucketlist abhaken können: Einmal mit dem Fahrrad ins Ausland fahren. Punkt zwei auf der Liste wird Ende Juni gestrichen werden: Über 1000 Kilometer mit dem Fahrrad fahren. Bevor ich nach Dänemark fuhr erschien mir dieser Punkt unmöglich, aber nun weiß ich es besser: Damals bin ich in zwei Wochen (inklusive 3 Ruhetagen) vollkommen untrainiert 758 Kilometer gefahren und habe es überlebt. Diesesmal gehe ich vorbereitet an das Projekt und bilde mir ein 400 Kilometer mehr in derselben Zeit zu schaffen.
(Ich werde noch voller Hass an diese Worte denken. Da bin ich mir fast sicher…)

Die Route Berlin –> Paris habe ich vorläufig auf Komoot erstellt, werde mich aber noch mit der wunderbaren Welt der GPS-Geräte und Notrufnummern auseinandersetzen, da ich die Navigationsfähigkeiten einer tauben Fledermaus habe.
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Martyn Ashton – Road Bike Party

Och, man hat’s ja:

Martyn Ashton takes the £10k carbon road bike used by Team Sky’s Bradley Wiggins & Mark Cavendish for a ride with a difference. With a plan to push the limits of road biking as far as his lycra legs would dare, Martyn looked to get his ultimate ride out of the awesome Pinarello Dogma 2.

Da bekomme ich gleich mal Lust dasselbe mit meinem 900€ Fahrrad zu machen.
Nicht.*


Youtubedirektlink

*Verdammt, wieso funktionieren Nicht-Witze immer noch nicht im Deutschen?!

via Stuff I Stole From The Internet

Berlin – Hamburg – Dänemark – Kiel

Die letzten zwei Wochen in Zahlen:

758km bin ich mit dem Fahrrad gefahren. Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,7km/h. Am Anfang der Tour hatte ich 20kg Gepäck dabei. Am Ende ca 21,5 (WTF??). Wäre ich durchgefahren, hätte ich die Strecke in 40,5 Stunden geschafft. Ich habe 2,7kg abgenommen, 7 Käfer bei vollem Bewusstsein verschluckt und 3 platte Reifen, obwohl mir der Verkäufer vergewissert hat, dass mein neues Fahrrad unplattbare Reifen hat. Er ist sich auch ziemlich sicher, dass kein Fahrradmantel in sein Arsch passt. Auch das werden wir einer Prüfung unterziehen, wenn ich die Tage bei ihm aufschlage.
Außerdem hatte ich 2 Beinaheunfälle (natürlich unverschuldet), 5 Bundesländer, 1 weiteres Land (Dänemark) und 1 Vollbart.
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Ein Ende, eine Reise und ein Anfang

Als ich vor vier Jahren nach Berlin kam, um mein Studium zu beginnen, war ich eingeschüchtert von der Stadt, den Menschen und vor allen Dingen meinem neuen Leben, als Student. Mit dem WELTTRAUM habe ich gemeinsam mit Patrick etwas erschaffen, auf das ich so stolz bin, wie selten zuvor.

Jetzt ist die Zeit vorbei. Das Projekt wurde erfreulicherweise mit einer 1,0 benotet (an dieser Stelle: Danke Andreas Ingerl, Gisela Matthes und Thomas Born!) und in den nächsten zwei Tagen habt ihr die Möglichkeit unser Werk zu besichtigen.
Und dann?

Dann mache ich Urlaub. Ich werde etwas tun, das ich spätestens nach einem Tag bereut haben werde. Sofern ich diesen Tag überlebe! Ich werde nämlich das Fahrrad satteln und mich ganz allein Richtung Hamburg bewegen. Von dort aus geht es nach Glücksstadt, Itzehoe, Nocheinestadtderennameichvergessenhabe, Kiel und dann wieder zurück nachhause.

Dort ruhe ich mich ein paar Tage aus und beginne dann ein neues Leben bei der Werbeagentur Zum goldenen Hirschen. Das Jahr hat bisher mehr Überraschungen, Abenteuer, schlechte Neuigkeiten und Herausforderungen mitgebracht, als die letzten vier Jahre zusammen. Und es ist nicht einmal ganz vorbei!

Ich werde keine Urlaubsvertretung haben (außer jemand besteht darauf, dann bitte bis Samstag Abend melden), weil ich mich stressbedingt schlichtweg nicht darum gekümmert habe. Deswegen: Bis bald und freuen wir uns auf einen Neuanfang!

Fahrräder & ich


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Ich werde bei einem Fahrradunfall ums Leben kommen. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ich es gut finde, zu wissen wie ich sterben werde. Ich meine, ich kenne das Datum nicht. Da ist jetzt wenigstens ein Teil der Überraschung noch drin. Aber ich kenne die Ursache: Ich werde auf einem Fahrrad sterben.

Die Theorie kam mir vor ca 18 Jahren, als ich das letzte Mal von meinem ersten Fahrrad, einem BMX, flog und mir überall Schotter reinraspelte, wo Schotter nicht hingehört. Bis auf ein paar Narben und die Demütigung, dass meine Mutter mich mit 14 noch einmal nackt sah, als sie mir die kleinen Steinchen aus dem Körper puhlte, habe ich nichts mitgenommen. Narben, Demütigung und dann noch die Theorie, dass ich bei einem Fahrradunfall sterben werde.

Damals kam es mir ein bisschen albern vor, aber meine Theorie verdichtete sich, als ich ein paar Wochen später auf derdiedas BMX stieg. Mein BMX hatte, wie ich, nur ein paar Narben davongetragen, aber auch seinen Sattel verloren. Aus dem Rahmen ragte nur noch ein spitzer Metallstumpf. Meine Eltern wollten mir kein neues Fahrrad kaufen, da das Geld knapp war. Außerdem war meins ja noch gut! Immerhin musste man nur den Metallstumpf entfernen und durch einen richtigen Sattel ersetzen. Kam gar nicht in Frage, dachte ich mir und so verlegte ich meine BMX-Karriere vom Racing zum Freestyle. Angefangen bei einem Sprung von einer Tischtennisplatte. Sollte ja wohl das kleinste Problem sein das Miststück bei diesem Sprung endgültig zu töten und damit den Weg für ein neues Fahrrad zu bahnen.

Leider rechnete ich nicht damit, dass ein neues Fahrrad das Letzte war, was mir vergönnt werden sollte. Immerhin sollte ich eines Tages bei einem Fahrradunfall sterben. Und so rutschte ich nach der Landung von der Tischtennisplatte ab und rammte mir den Metallstumpf so richtig schön tief in… das Bein.
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Diebe und so

einhornrad1
Bild von Jojo entwendet

Schöne Überraschung: Als ich heute morgen mit dem Rad ins Atelier fahren will, hindert mich ein akuter Mangel an Rädern daran einfach loszumachen. Jemand ist heute Nacht zwischen 23:00 und heute Morgen um 8:30 in unser Hof gekommen und hat die Räder einfach abmontiert. War auch nicht so schwer, denn ich hatte immernoch die Schnellspanner dran.

„Selber schuld! würden gemeine Menschen sagen. Mitfühlende und sensible Menschen, wie ich, würden sich fragen: „Warum tun andere Menschen so etwas? Die Räder gehören ihm gar nicht. Mit welchem Recht nimmt er einfach etwas, was ihm nicht gehört? Denkt man etwa nicht an die Wut und Trauer des Besitzers, wenn derjenige morgens mit dem schönen Fahrrad losfahren will?“
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